Thermalspection-Serie

Die Infrarot-Wärmebildsysteme der ThermalSpection Serie kombinieren radiometrische Kameras, Industriegehäuse, Steuerungssoftware und optionale Punkt­sensoren für die kontinuierliche Zustandsüberwachung von Anlagen. ThermalSpection 724 ist für elektrische Umspannwerke und Industriestandorte ausgelegt und nutzt Wärmebild- und visuelle Kameras auf einer ferngesteuerten Schwenk-Neige-Einheit. ThermalSpection CVM ist für kritische Behälter wie Vergaser, Reaktoren, Lagertanks und Prozessrohrleitungen in chemischen Anlagen, Raffinerien und Energieanwendungen konzipiert.

Beide Konfigurationen verwenden ungekühlte 640 × 480 Infrarotdetektoren und bieten automatisierte Alarm-, Archivierungs- und Trendfunktionen. Die verfügbaren Optiken decken enge und weite Sichtfelder ab, sodass sich der überwachte Bereich an Zielgröße und Installationsabstand anpassen lässt. Gigabit Ethernet, OPC, Modbus und konfigurierbare I/O unterstützen die Anbindung an DCS-, SCADA- und Historian-Systeme. Optionale fest installierte Kameras, Pyrometer, lokale Steuerungen und Kommunikations-Hubs ermöglichen eine standortspezifische Auslegung jeder Installation im Hinblick auf Zugänglichkeit, tote Winkel und Umgebungsbedingungen.

Thermalspection-Serie

Eigenschaften

  • Kontinuierliche automatisierte thermische Überwachung – Erfasst Temperaturänderungen und vorübergehende Ereignisse, ohne auf Inspektionsrundgänge angewiesen zu sein.
  • 640 × 480 ungekühlter Infrarotdetektor – Ermöglicht flächenbasierte radiometrische Messungen über Geräte- und Behälteroberflächen hinweg.
  • Wärmebild- und visuelle Bildgebung bei ThermalSpection 724 – Unterstützt die Identifizierung von Anlagen, die Kamerapositionierung und die Interpretation thermischer Ereignisse.
  • Automatische Hot-Spot-Erkennung – Identifiziert bei veränderten Bedingungen den heißesten Punkt innerhalb konfigurierte Bereiche.
  • Bis zu 32 Regionen von Interesse pro Kamera – Ermöglicht die Anwendung separater Grenzwerte und Berechnungen für einzelne Komponenten oder Prozessbereiche.
  • Kontinuierliches 360°-Schwenken und ±45°-Neigen bei TS724DV-PT – Unterstützt programmierte Inspektionsrouten über mehrere Anlagenbereiche im Umspannwerk hinweg.
  • Mehrere optische Konfigurationen – Passen das Messfeld an unterschiedliche Zielabmessungen und Messabstände an.
  • Gigabit Ethernet-, OPC- und Modbus-Konnektivität – Unterstützt den Datenaustausch mit DCS-, SCADA- und Historian-Infrastrukturen.
  • Alarmgesteuerte Archivierung mit Vorpufferfunktion – Speichert thermische Informationen unmittelbar vor und nach einem Ereignis.
  • Softwarepakete für mehrere Kameras – Unterstützen je nach gewähltem Paket die gleichzeitige Anbindung von bis zu 24 Kameras.
  • Optionale fest installierte Wärmebildkameras und Pyrometer – Erweitern die Abdeckung auf stationäre Ziele und Bereiche außerhalb des Sichtfelds der Hauptkamera.
  • Gehäuseoptionen für Außenbereiche und Ex-Bereiche – Unterstützen bei korrekter Auslegung die Installation in Umspannwerken und klassifizierten Prozessumgebungen.

Downloads

für Thermalspection-Serie

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Combined ThermalSpection 724 and CVM Data Sheets
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ThermalSpection 724 Data Sheet
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ThermalSpection CVM Data Sheet
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Critical Vessel Monitoring Application Note
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Energy Transmission and Distribution Case Study
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LumaSpec RT Thermal Imaging Software Data Sheet
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Factory Calibration Services
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Spezifikationen

SpezifikationWert

Produktreihe

ThermalSpection 724 und ThermalSpection CVM

Messprinzip

Berührungslose Infrarot-Wärmebildgebung

Detektor

640 × 480 ungekühlter Mikrobolometer oder Focal Plane Array

Betriebstemperaturbereich der Produktreihe

-40 bis 60 °C

Messbereich ThermalSpection 724

-40 bis 500 °C

Messbereiche ThermalSpection CVM

-40 bis 120 °C und 0 bis 500 °C; Hochtemperaturoption verfügbar

Messgenauigkeit

±2 °C oder ±2 % des Messwerts; bei ThermalSpection 724 gilt der jeweils größere Wert

Wellenlängenbereich

8000 bis 14000 nm

Filter oder Spektralband

8 bis 14 µm

Mess- oder Bildrate

9 Hz oder 50 Hz für CVM; bei 724 je nach Betriebsmodus variabel

Sichtfeldbereich

Ca. 8° bis 77°, abhängig von Modell und Objektiv

Optische Schnittstelle

75-mm-Autofokus-Konfiguration; je nach Modell alternative manuelle oder fest fokussierte Optiken

Kanalübersicht der Produktreihe

2

Emissionsgradkorrektur

0,1 bis 1,0

Transmissionskorrektur

0,1 bis 1,0 bei CVM

Interessensbereiche

Bis zu 32 pro Kamera oder Tour-Stopp

Kamerakapazität

Bis zu 24 gleichzeitige Kameras mit dem entsprechenden Softwarepaket; eine ältere 724-Controller-Konfiguration unterstützt bis zu 6 Kameras pro Umspannwerk

Kommunikation

Gigabit Ethernet, OPC, Modbus seriell, Modbus Ethernet, analoge Ausgänge, digitale I/O und Relais

Schwenk-Neige-Bewegung

Kontinuierliches 360°-Schwenken und ±45° Neigen bei TS724DV-PT; optionaler Fern-Schwenk-Neige-Mechanismus für CVM

Umgebungstemperaturbereich ThermalSpection 724

-40 bis 60 °C mit optionaler Gehäuseheizung

Lagertemperaturbereich ThermalSpection 724

-40 bis 75 °C

Umgebungstemperaturbereich ThermalSpection CVM

0 bis 60 °C; -40 bis 60 °C mit optionaler Heizung

Lagertemperaturbereich ThermalSpection CVM

-20 bis 70 °C

Daten- und Bildfunktionen

Live-Bilddarstellung, Bild- und Videoaufzeichnung, Trendanalyse, Alarmarchivierung, Anbindung an Historian-Systeme und Berichtsexport

Variantenvergleich

SpezifikationTS724DV-PT Schwenk-Neige-SystemTS724 fest installierte WärmebildkameraThermalSpection CVM mit MCL640

Hauptanwendung

Überwachung von Umspannwerken und Industriestandorten

Überwachung fest installierter Anlagen in Umspannwerken oder Industrieumgebungen

Überwachung kritischer Behälter und Vergaser

Wärmedetektor

640 × 480 ungekühlter Mikrobolometer

640 × 480 ungekühlter Mikrobolometer

640 × 480 ungekühltes Focal Plane Array

Messbereich

-40 bis 500 °C

-40 bis 500 °C

-40 bis 120 °C und 0 bis 500 °C; Hochtemperaturoption verfügbar

Genauigkeit

±2 °C oder ±2 %, je nachdem, welcher Wert größer ist

±2 °C oder ±2 %, je nachdem, welcher Wert größer ist

±2 °C oder ±2 %

Sichtfeld

8,2° × 6,2° mit 75-mm-Objektiv

12°, 25°, 42° oder 70° horizontal

14° × 10°, 26° × 20°, 57° × 43° oder 77° × 58°

Fokus

Autofokus

Fest

Objektivabhängig

Bildaktualisierungsrate

Variabel je nach Tour- oder Alarmmodus

Variabel je nach Betriebsmodus

9 Hz oder 50 Hz

Gewicht

26 kg

Ca. 7 kg

Ca. 11 kg

Kommunikation

Gigabit Ethernet

Gigabit Ethernet

Gigabit Ethernet

Strom­versorgungsoptionen

220 VDC, 120 VAC oder 230 VAC

220 VDC, 120 VAC oder 230 VAC

Universeller AC-Eingang; DC optional

Umgebungsschutz

Für Umspannwerke ausgelegtes Gehäuse und IP66-Anschlusskasten

Witterungsgeschütztes Gehäuse mit optionaler Heizung

Abgedichtetes, gespültes Gehäuse mit Kühlung oder optionaler Heizung

Bereichsklassifizierung

Nicht als Ausführung für explosionsgefährdete Bereiche aufgeführt

Nicht als Ausführung für explosionsgefährdete Bereiche aufgeführt

Gehäuse nach ATEX oder Class I, Division 2

Visuelle Kamera

768 × 576 CMOS-Kamera mit Progressive-Scan

Nicht enthalten

Nicht aufgeführt

Messfeld von ThermalSpection 724 nach Objektiv und Entfernung

ObjektentfernungTS724DV-PT 8°-ObjektivTS724 12°-ObjektivTS724 25°-ObjektivTS724 42°-ObjektivTS724 70°-Objektiv

10 m

1,4 × 1,1 m

2,2 × 1,6 m

4,3 × 3,3 m

7,8 × 5,8 m

14 × 10,5 m

25 m

3,6 × 2,7 m

5,4 × 4,1 m

10,9 × 8,2 m

19,4 × 14,6 m

35 × 26 m

50 m

7,2 × 5,4 m

10,9 × 8,2 m

21,7 × 16,3 m

38,8 × 29,1 m

70 × 52 m

Für eine präzise Temperaturbestimmung sollte das Messobjekt mindestens 3 × 3 Detektorpixel abdecken.

FAQs

für Thermalspection-Serie

Wählen Sie ThermalSpection 724 für elektrische Umspannwerke und Industriestandorte, an denen von einer Kameraposition aus mehrere verteilte Anlagen überwacht werden müssen. Die TS724DV-PT-Baugruppe kombiniert Wärmebild- und visuelle Kameras mit kontinuierlichem 360°-Schwenken und ±45°-Neigen, während feste TS724-Wärmebildkameras dauerhaft zugewiesene Ziele abdecken können. ThermalSpection CVM ist für Vergaser und andere Hochtemperatur- oder Hochdruckbehälter ausgelegt, die eine kontinuierliche Kartierung der Oberflächentemperatur erfordern. Das gespülte Gehäuse für explosionsgefährdete Bereiche und optionale Hilfspyrometer eignen sich für Prozessanlagen mit Verschmutzung, klassifizierten Zonen oder eingeschränkter Sicht. Die endgültige Auswahl sollte daher auf Bereichsklassifizierung, erforderlicher Sichtgeometrie, Umgebungsbedingungen und der Architektur des Leitsystems basieren.

Die Auswahl des Objektivs sollte sich zunächst an der physischen Größe der kleinsten zu messenden Komponente orientieren, nicht nur an der Gesamtgröße der Szene. In einer Entfernung von 25 m deckt das 8°-Objektiv des TS724DV-PT etwa 3,6 × 2,7 m ab, während das 70°-Objektiv des TS724 etwa 35 × 26 m erfasst. Ein engeres Sichtfeld verteilt mehr Detektorpixel auf ein kleines Ziel, während ein Weitwinkelobjektiv mehr Anlagen erfasst, jedoch die räumliche Detailgenauigkeit verringert. Das Ziel sollte mindestens 3 × 3 Detektorpixel einnehmen, um eine präzise Temperaturmessung zu ermöglichen. Ingenieure sollten die Messfeldtabelle anhand von Montageabstand, Zielbewegung, erforderlicher thermischer Auflösung und einer möglichen zukünftigen Erweiterung des überwachten Bereichs prüfen.

ThermalSpection nutzt Gigabit Ethernet für die Kommunikation zwischen Kamera und Controller; OPC, Modbus seriell, Modbus Ethernet und physische I/O stehen über die Software- und Schnittstellenmodule zur Verfügung. Berechnete Regionstemperaturen, Alarme und andere verarbeitete Werte können daher übertragen werden, ohne das vollständige Wärmebild an das Leitsystem zu senden. Analoge Ausgangsmodule, Relais und digitale I/O können bei Bedarf lokale Alarme oder Prozessverriegelungen unterstützen. Wärmebilder und Temperaturaufzeichnungen lassen sich zudem für Trends, Berichte und die Ereignisanalyse archivieren; optional ist auch eine Anbindung an eine PI-Datenbank möglich. Netzwerksegmentierung, Kontoberechtigungen, Historian-Tags und Alarmprioritäten sollten bereits in der Auslegungsphase des Leitsystems festgelegt werden.

Das TS724DV-PT verwendet ein für Umspannwerke ausgelegtes Kameragehäuse und einen IP66-Anschlusskasten aus Edelstahl; mit optionaler Heizung ist ein Betrieb bei Umgebungstemperaturen von -40 bis 60 °C möglich. Das feste TS724 wird in einem wettergeschützten Gehäuse geliefert und erreicht mit optionaler Heizung denselben angegebenen Umgebungstemperaturbereich. ThermalSpection CVM verwendet ein abgedichtetes Gehäuse mit infrarotdurchlässigem Fenster, interner Kühlung und Spülung mit Überdruck, um das Eindringen von Schmutz oder brennbaren Gasen zu begrenzen. Die CVM-Feldhardware ist in Gehäusen nach ATEX oder Class I, Division 2 erhältlich, wahlweise mit Wirbelluftkühler oder thermostatgeregelter Heizung. Vor der Spezifikation müssen Standortingenieure dennoch die erforderliche Bereichsklassifizierung, die Spülmedienversorgung, Kabeleinführungen und die lokalen Installationsvorschriften bestätigen.

Eine präzise radiometrische Messung setzt voraus, dass Einstellungen verwendet werden, die die Zielfläche und das Material zwischen Ziel und Kamera korrekt abbilden. Die Wärmebildkameras bieten eine Emissionsgradkorrektur von 0,1 bis 1,0, während die CVM-Konfiguration zusätzlich eine Transmissionseinstellung von 0,1 bis 1,0 sowie eine Umgebungs- bzw. Hintergrundkompensation bietet. Blankmetalle mit niedrigem Emissionsgrad können Umgebungswärme reflektieren und ohne Oberflächenbehandlung oder ein validiertes Korrekturverfahren möglicherweise keine repräsentative Oberflächentemperatur liefern. Auch Fenster, Dampf, Staub und Prozessgase können Infrarotenergie dämpfen und zusätzliche Unsicherheit verursachen. Die Inbetriebnahme sollte daher den Vergleich mit einer geeigneten Referenz, die Verifizierung unter normalen Prozessbedingungen und eine gesperrte Konfigurationskontrolle für kritische Messzonen umfassen.

Aktuelle LumaSpec RT-Pakete unterstützen die gleichzeitige Anbindung von bis zu 24 Kameras; die zulässige Anzahl wird durch das erworbene Softwarepaket bestimmt. Eine ältere ThermalSpection-724-Controller-Konfiguration führt bis zu sechs Kameras in einem Umspannwerk auf, daher sollten bei einer Aufrüstung oder Erweiterung einer Installation die Controller-Generation, die Lizenz und die Spezifikation der Workstation geprüft werden. Jede Kamera unterstützt bis zu 32 Regions of Interest, sodass für unterschiedliche Anlagen separate Mindest-, Höchst- und Durchschnittstemperaturen berechnet werden können. Die 724-Auto-Tour-Funktion unterstützt bis zu 255 Tourstopps, wobei jedem Stopp Kamera- und Regionseinstellungen zugewiesen werden. Netzwerkkapazität, Speichervolumen, Tourzykluszeit und Anforderungen an die Alarmreaktion sollten für das vollständige Mehrkamerasystem berechnet werden.

ThermalSpection 724 kann mit festen TS724-Wärmebildkameras und IN 210-Punktpyrometern erweitert werden, während CVM Hilfspyrometer für Positionen unterstützt, die vor der Hauptkamera verborgen sind. Das IN 210 misst von -32 bis 900 °C in einem Spektralbereich von 8 bis 14 µm und verfügt über eine einstellbare Reaktionszeit von 120 ms. Ein Standard-Pyrometer-Kit 724 enthält fünf Sensoren, einen IP66-Anschlusskasten aus Edelstahl und fünf 30-m-Kabel. Punkt­sensoren sind für schmale Zwischenräume oder verdeckte Komponenten nützlich, liefern jedoch nicht die vollständige Temperaturverteilung, die mit einem Wärmebild verfügbar ist. Bei der Platzierung der Sensoren sollten Zielgröße, Emissionsgrad, Sichtfeld, Kabelführung und Wartungszugang berücksichtigt werden.

Die Kalibrierung sollte als Teil des Wartungsplans des Überwachungs­systems betrachtet werden und nicht allein durch Softwarekorrekturen ersetzt werden. Zu den verfügbaren Serviceleistungen gehören eine Standard-Zweipunktkalibrierung und eine zertifizierte Kalibrierung mit fünf oder mehr Punkten inklusive NIST-Zertifizierung. Zwischen den Kalibrierungen sollte die Wartung die Inspektion von Infrarotfenstern, Gehäusedichtungen, Spül- oder Kühlsystemen, Kabeln, Anschlusskästen und der Kameraausrichtung umfassen. Veränderungen des Emissionsgrads, verschmutzte Fenster und veränderte Transmissionspfade können wie Gerätedrift wirken; daher ist nach Reinigungs- oder mechanischen Arbeiten eine Prüfung mit einer stabilen Referenz sinnvoll. Das Kalibrierintervall sollte anhand von Prozesskritikalität, Betriebsumgebung, Driftverlauf und den Qualitätsverfahren des Standorts festgelegt werden.