Lumaspec-rt Analysesoftware

LumaSpec RT ist eine Windows-basierte Softwarefamilie für die Live-Erfassung von Wärmebildern, Prozessüberwachung und Nachbearbeitung. Sie verbindet kompatible Wärmebildkameras und Pyrometer mit einem Desktop-PC, Laptop oder einer vernetzten Workstation, sodass Ingenieure Schnappschüsse, Live-Bilder, aufgezeichnete Sequenzen und Temperaturprofile auswerten können. Der verfügbare Funktionsumfang umfasst ROI-Messungen, Histogramme, Isothermen, 3D-Profile, Trenddiagramme sowie die Erkennung von Hotspots und Kaltpunkten; pro Kamera werden bis zu 32 ROIs unterstützt.

Je nach gewähltem Paket lässt sich die Software für den Standalone-Betrieb oder für den gleichzeitigen Einsatz mit bis zu 24 Kameras konfigurieren. OPC-, Modbus- und physische I/O-Optionen ermöglichen den Austausch berechneter Daten, Alarme und Trigger mit einem DCS, einer SPS oder einem Datenhistorian. Typische Anwendungen sind Prozesssteuerung, Anlagenüberwachung, Qualitätsprüfungen und Anomalieerkennung in der Metallverarbeitung, Glasproduktion, beim Stranggießen, bei der Gratdetektion an Brammen und beim Schmieden.

Lumaspec-rt Analysesoftware

Eigenschaften

  • Bilderfassung und -anzeige in Echtzeit: Erfasst thermische Schnappschüsse, Live-Streams, Bildsequenzen und Videos zur sofortigen Ansicht und späteren Analyse.
  • Mehrkamerabetrieb mit bis zu 24 Eingängen: Unterstützt je nach gewähltem Paket Standalone-Stationen und vernetzte Überwachungs­systeme.
  • Bis zu 32 ROIs pro Kamera: Misst Punkt-, Linien- und Flächenregionen anhand von Mindest-, Maximal-, Mittel- und Standardabweichungswerten.
  • Werkzeuge für die thermische Analyse: Histogramme, Isothermen, Profile, Trends sowie Werkzeuge zur Erkennung von Hotspots und Coldspots helfen dabei, das Temperaturverhalten über Position und Zeit zu charakterisieren.
  • Einstellbare Kamera- und Bildparameter: Fernfokus, Kamerageschwindigkeit, Uniformitätskorrektur, Emissionsgrad, Hintergrund, Transmission, Paletten und Auto-Gain unterstützen eine kontrollierte Einrichtung.
  • Alarmlogik und Berechnungskanäle: Kombiniert ROI-Bedingungen mit AND/OR-Logik und überwacht Beziehungen zwischen ausgewählten Punkten oder Regionen.
  • OPC, Modbus und physische I/O: Tauscht verarbeitete Daten, Alarme und Trigger mit DCS-, PLC- und Historian-Systemen aus; optionale Schnittstellenmodule können erforderlich sein.
  • Normal- und Alarmarchivierung: Nutzt separate Aufzeichnungsraten und vorgepufferte Trigger-Protokollierung, um relevante Ereignisdaten zu speichern.
  • Datenexport in gängigen Formaten: Speichert Bilder, Videos und Messdaten für externe Analysen, Berichte und Prozessdokumentation.
  • Automatischer Neustart und Wiederherstellung der Konfiguration: Verbindet Kameras erneut und lädt gespeicherte Analyse-, Alarm- und Kommunikationseinstellungen nach einem ungeplanten Host-Ausfall neu.

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für Lumaspec-rt Analysesoftware

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LumaSpec RT Thermal Imaging Software Datasheet
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Spezifikationen

ParameterSpezifikation

Produkttyp

Windows-basierte Echtzeitsoftware zur Erfassung und Analyse von Wärmebilddaten

Softwarepakete

Viewer, Basic, Analyzer, Analyzer Multi 6, Control, Control Multi 6, Control Multi 12 und Control Multi 24

Host-Betriebssystem

32-Bit- oder 64-Bit-Windows

Systemkonfigurationen

Standalone-Direktinstallation über Ethernet oder Mehrkameranetzwerk über Switches

Maximale Kamerakapazität

Bis zu 24 gleichzeitige Kameras oder Sequenzen, je nach Paket

Kompatible Wärmebildkameras

MCS640, MC320 und MCL640

ROI-Kapazität

Bis zu 32 ROIs pro Kamera

ROI-Typen

Punkt-, Linien-, Flächen- und weitere auswählbare Regionstypen

ROI-Statistiken

Minimum, Maximum, Mittelwert und Standardabweichung auf Basis der Pixel innerhalb der ROI

Analysefunktionen

Histogramm, Isothermen, Linienprofil, orthogonales X-Y-Profil, 3D-Profil, Trends, Erkennung von Hotspots und Kaltpunkten sowie Bildsubtraktion

Kamera- und Bildeinstellungen

Remote-Fokus, Geschwindigkeit, Uniformitätskorrektur, Bildfrequenz, Emissionsgrad, Hintergrund, Transmission, Paletten, Spannweite, Bereich und Auto-Gain

Zusätzliche Kamerafunktionen

Automatische Bereichsumschaltung bei der MCS640, Schwenk-Neige-Steuerung, Unterstützung für thermische und visuelle Kameras, Pyrometer-Integration und Szenenregistrierung; Verfüg­barkeit abhängig vom Paket

Alarmfunktionen

ROI-Alarme, Warnmeldungen auf dem Bildschirm, optionale digitale Ausgänge, AND/OR-Logik und Berechnungskanäle

Auto­mati­sierungsprotokolle

OPC und Modbus, einschließlich seriellem Modbus und Ethernet Modbus

Physische I/O

Unterstützung für Relais und analoge Ausgänge über I/O-Module; externe physische Eingänge werden unterstützt

Trigger-Funktionen

Trigger-Optionen für ROI, Alarm, OPC, Modbus und physische I/O mit Vorpufferspeicher

Archivierung

Normale und Alarm-Aufzeichnungsraten, Fehlerprotokolle, Bilderfassung, Videoaufzeichnung, Archivierung von ROI-Daten und Trigger-Vorpufferung

Web-Überwachung

Unterstützung für Webserver

Bildausgabe

JPG und BMP

Videoausgabe

AVI

Export von Messdaten

Excel, Text und CSV

Zugriff und Konfiguration

Passwortgeschützter Zugriff, Benutzerprofile, automatischer Kamerastart, automatischer Neustart und Laden gespeicherter Konfigurationen

Mindestanforderung Prozessor

Dual-Core mit 1,5 GHz oder schneller

Mindestanforderung Systemspeicher

4 GB RAM

Mindestanforderung Grafik

Dedizierte Grafikkarte mit 1 GB dediziertem DDR3-Speicher mit 900 MHz

Mindestanforderung Speicherhardware

Festplatte mit 7200 rpm, 16 MB Puffer und 3,0 GB/s SATA-Bus

Mindestanforderung Netzwerkschnittstelle

Gigabit Ethernet mit Unterstützung für Jumbo-Pakete bis 9014 Byte

Liefermedium

DVD mit der Software und PDF-Dokumentation

Tabelle mit Varianten und Referenznummern

SpezifikationViewerBasicAnalyzerAnalyzer Multi 6ControlControl Multi 6Control Multi 12Control Multi 24

Referenznummer

812-0008-01

812-0009-01

812-0029-01

812-0029-06

812-0030-01

812-0030-06

812-0030-12

812-0030-24

Maximale Anzahl gleichzeitig nutzbarer Kameras laut Paketname

Nicht angegeben

Nicht angegeben

Nicht angegeben

6

Nicht angegeben

6

12

24

Die nummerierte Bezeichnung Multi gibt die maximale Anzahl an Kameras an, die mit diesem Paket gleichzeitig verbunden werden können.

FAQs

für Lumaspec-rt Analysesoftware

Gehen Sie zunächst von der benötigten Anzahl an Kameras aus und prüfen Sie dann, ob die Anwendung Live-Anzeige, quantitative Analyse, automatische Alarme, Archivierung oder Anlagensteuerungsfunktionen erfordert. Die Produktreihe umfasst die Pakete Viewer, Basic, Analyzer und Control sowie die Versionen Analyzer Multi 6 und Control Multi für 6, 12 oder 24 gleichzeitig betriebene Kameras. Die nummerierte Multi-Bezeichnung gibt die maximale Anzahl gleichzeitig nutzbarer Kameras für das jeweilige Paket an, während die Standard-Paketnamen keine nummerische Begrenzung für Mehrkamerasysteme ausweisen. Auch der Funktionsumfang unterscheidet sich je nach Paketstufe. Deshalb sollten Anforderungen an Kommunikation, Alarme und Datenverarbeitung vor der Bestellung genau geprüft werden. So vermeiden Sie, dass ein System zwar die erforderliche Kamerazahl unterstützt, aber nicht die benötigten Analyse- oder Auto­mati­sierungsfunktionen bietet.

LumaSpec RT ist für einen Windows-Computer mit 32-Bit- oder 64-Bit-Betriebssystem ausgelegt, der mindestens über einen Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz und 4 GB RAM verfügt. Als Mindestanforderung an die Grafik gilt eine dedizierte Grafikkarte mit 1 GB dediziertem DDR3-Speicher mit 900 MHz. Als Speicher ist eine Festplatte mit 7.200 rpm, 16 MB Puffer und 3,0 GB/s SATA-Schnittstelle angegeben. Die Netzwerkschnittstelle muss Gigabit Ethernet unterstützen und Jumbo-Pakete bis zu 9014 Byte verarbeiten können. Diese Werte definieren die minimale Betriebsbasis und sind nicht als Berechnung für die Speichervorhaltung zu verstehen. Für Aufzeichnungen mit mehreren Kameras sollten Workstation und Speicherkonzept daher auf die ausgewählten Kameras, Bildraten, Archivdauer und die Alarmaufzeichnungsrichtlinie abgestimmt werden.

Alle Paketversionen sind mit den Wärmebildkameras MCS640, MC320 und MCL640 kompatibel, zudem unterstützt die Software die Integration von Pyrometern. Bei einer Standalone-Installation können eine Kamera und Pyrometer direkt über Ethernet mit einem Windows-Desktop oder -Laptop verbunden werden. Größere Systeme können mehrere Geräte über Switches in ein gemeinsames oder dediziertes Netzwerk einbinden; programmierbare Ausgabegeräte lassen sich bei Bedarf anschließen. Das gewählte Multi-Paket legt die Obergrenze für gleichzeitig betriebene Kameras fest – bei Control Multi 24 sind es bis zu 24 Kameras. Bei der Systemauslegung sollten Ingenieure Netzwerkkapazität, Jumbo-Paket-Unterstützung und die benötigte I/O-Architektur prüfen, anstatt jede Kameraverbindung als isolierte Punkt-zu-Punkt-Verbindung zu betrachten.

Die Integration kann – abhängig vom gewählten Softwarepaket und optionalen Schnittstellenmodulen – über OPC, Modbus oder physische I/O erfolgen. Die Modbus-Unterstützung umfasst serielle und Ethernet-Verbindungen, während physische I/O auch Relais und analoge Ausgänge einschließen kann. Eingänge können aus Bildanalysebedingungen, OPC, Modbus oder physischer I/O stammen; verarbeitete Ergebnisse oder Alarme lassen sich an ein DCS oder eine PLC zurückgeben. Diese Struktur unterstützt Überwachung, übergeordnete Logik und Regelkreise, bei denen das Anlagensystem die endgültige Steuerungsentscheidung trifft. Signalrichtung, Aktualisierungsanforderungen, Alarmverriegelung und ausfallsicheres Verhalten sollten bereits bei der Systemauslegung definiert werden, da die Protokollunterstützung allein noch keine Steuerungsphilosophie festlegt.

Jede Kamera kann bis zu 32 ROIs verarbeiten; für die Temperaturanzeige stehen Punkt-, Linien- und Flächenregionen zur Verfügung. ROI-Berechnungen können Mindest-, Maximal-, Mittel- und Standardabweichungswerte umfassen, die aus den Pixeln innerhalb der ausgewählten Region ermittelt werden. Weitere Werkzeuge sind Histogramme, Isothermen, Linienprofile, orthogonale X-Y-Profile, 3D-Profile, Trenddiagramme sowie die Erkennung von Hotspots und Coldspots. Alarmbedingungen lassen sich mit AND/OR-Logik kombinieren, während Berechnungskanäle Beziehungen zwischen ausgewählten Regionen oder Punkten auswerten können. In der Praxis kann ein Ingenieur dadurch auf ein aussagekräftiges thermisches Muster triggern, statt sich auf einen einzelnen Temperaturwert an nur einer Position zu verlassen.

Thermische Aufzeichnungen können mit unterschiedlichen Raten für Normal- und Alarmzustände gespeichert werden, und eine vorgepufferte Trigger-Protokollierung kann Daten aus der Zeit vor einem Ereignis sichern. Bilder lassen sich als JPG oder BMP speichern, aufgezeichnete Wärmebildvideos als AVI exportieren und Messdaten an Excel oder in Text- und CSV-Dateien ausgeben. Diese Kombination unterstützt Ereignisauswertung, Prozessdokumentation und externe Berichterstellung, ohne die Analyse auf die Live-Workstation zu beschränken. Eine feste Archivkapazität oder Aufbewahrungsdauer ist nicht angegeben; diese Werte hängen daher vom Host-Speicher und der gewählten Aufzeichnungsstrategie ab. Bei der Speicherberechnung sollten Kamerazahl, Bildrate, Alarmhäufigkeit, Dauer des Vorpuffers und die erforderliche Aufbewahrungsdauer berücksichtigt werden.

Die automatische Neustartfunktion ist für Überwachungs­systeme gedacht, die sich nach einem ungeplanten Ausfall von PC oder Server wiederherstellen müssen. Wenn sie konfiguriert ist, kann die Software starten, die Verbindung zu den Kameras wiederherstellen und gespeicherte Einstellungen für Bildrate, ROIs, Analysewerkzeuge, Alarme und Kommunikation laden. Dadurch verringert sich der manuelle Aufwand, bevor die thermische Überwachung wieder aufgenommen werden kann. Besonders relevant ist diese Funktion für unbeaufsichtigte Mehrkamera-Installationen und prozesssicherheitsrelevante Anwendungen, bei denen eine gestoppte Workstation eine Überwachungslücke verursachen würde. Sie sollte dennoch mit geeigneter Strom­versorgungssicherung, Verwaltung des Host-Betriebssystems und Alarmhandling kombiniert werden – für Fälle, in denen sich Workstation oder Netzwerk nicht automatisch wiederherstellen können.