Flarespection IR-Kamerasystem

Das FlareSpection Infrarot-Kamerasystem ist eine fest installierte Wärmebildlösung für die kontinuierliche Fernüberwachung von Pilotflammen und der Verbrennung am Fackelstapel. Es wurde für Öl-, Gas-, petrochemische, chemische und andere Prozessanlagen entwickelt, in denen Bediener mehrere Wärmesignaturen unterscheiden und den Status der Pilotflammen aus der Ferne bestätigen müssen. Ein ungekühlter Mikrobolometer mit 640 × 480, ein 200-mm-Teleobjektiv und ein Sichtfeld von 3° × 2,3° liefern detaillierte Wärmebilder aus Entfernungen von bis zu 300 m.

Das System kann eine einzelne Pilotflamme überwachen, auch wenn die Hauptfackel aktiv ist, und verschiedene Flammentypen erkennen, einschließlich Wasserstoffflammen. Das Gehäuse aus Edelstahl 316L verfügt über Ex-Zulassungen für ATEX, IECEx, die USA und Kanada. Die Überwachungssoftware bietet automatisierte Analyse, Alarmfunktionen, Szenenregistrierung, Videoaufzeichnung, Ereignisarchivierung und die Anzeige im Anlagennetzwerk für Systeme mit bis zu 24 Kameras. OPC, Modbus seriell, Modbus Ethernet, analoge Kontaktausgänge und Relais ermöglichen die Integration in DCS-, PLC- und Pilotzündsysteme.

Flarespection IR-Kamerasystem

Eigenschaften

  • 640 × 480 ungekühlter Mikrobolometer: Liefert detaillierte Wärmebilder zur Unterscheidung der Wärmesignaturen von Pilotflamme und Fackel.
  • 200-mm-Teleobjektiv: Unterstützt die Fernüberwachung von Fackeln aus Entfernungen bis zu 300 m.
  • 3° × 2,3° Sichtfeld: Konzentriert das Bild auf definierte Fackel- und Pilotbereiche.
  • 1- bis 8-facher digitaler Zoom: Unterstützt die softwarebasierte Inspektion ausgewählter Bildbereiche.
  • Bildwiederholrate von 9 Hz: Sorgt für eine kontinuierliche Bildaktualisierung für die automatisierte Überwachung.
  • Individuelle Pilotüberwachung: Erkennt den Status der Pilotflamme auch bei vorhandener Hauptfackel.
  • Erkennung von Wasserstoffflammen: Unterstützt Anwendungen mit einem breiteren Spektrum an Fackelgasen.
  • Gehäuse und Sichtrohr aus Edelstahl 316L: Widersteht Korrosion und begrenzt die Verschmutzung des Sichtfensters.
  • ATEX-, IECEx-, US- und kanadische Ex-Zulassungen: Unterstützen die Installation in passend klassifizierten Ex-Bereichen.
  • Schutz nach NEMA 4X und IP66: Schützt die Kameraeinheit vor Umwelteinflüssen im Außenbereich.
  • Automatisierte Alarme und Szenenregistrierung: Hält definierte Überwachungsbereiche auch dann aufrecht, wenn sich der Fackelstapel bewegt oder schwankt.
  • OPC, Modbus und physische Ausgänge: Unterstützt die Integration in DCS-, PLC- und Pilotzündsysteme der Anlage.
  • Archivierung von Video-, Ereignis- und Alarmdaten: Stellt historische Daten für Untersuchungen und betriebliche Auswertungen bereit.
  • Unterstützung für bis zu 24 Kameras: Ermöglicht die zentrale Überwachung größerer oder mehrerer Fackelanlagen.

Downloads

für Flarespection IR-Kamerasystem

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FlareSpection Data Sheet
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FlareSpection Application Analysis Form
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Temperature Measurement for Petrochemical Applications Brochure
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Thermal Imaging Cameras Overview
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Remote Flare Monitoring Solutions Article
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FlareSpection Safety and Savings Case Study
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LumaSpec RT Data Sheet
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LumaSpec Offline Analyzer Data Sheet
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Thermal Imaging Quotation Request Form
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

SpezifikationWert

Bildaktualisierungsrate

9 Hz

Pixelabstand

17 µm

Detektor

Ungekühlter Mikrobolometer mit 640 × 480

Überwachungsfunktion

Kontinuierliche Überwachung von Fackel- und Pilotflammen

Flammentypen

Breites Spektrum, einschließlich Wasserstoffflammen

Empfohlene maximale Überwachungsdistanz

Bis zu 300 m

Brennweite

200 mm

Sichtfeld

3° horizontal × 2,3° vertikal

Digitaler Zoom

1- bis 8-fach über die LumaSpec RT Software

Kommunikation und Ausgänge

OPC, Modbus seriell, Modbus Ethernet, analoge Kontaktausgänge und Relais

Strom­versorgung

24 VDC

ATEX-Klassifizierung

II 2 G Ex db IIB T4

IECEx-Klassifizierung

Ex db IIB T4

US-amerikanische und kanadische Klassifizierung

Class 1, Division 1, Groups C and D, T4; Class 1, Division 2, Groups A, B, C and D, T4

Schutzart

NEMA 4X; IP66

Betriebstemperatur

-30 bis 50 °C (-22 bis 122 °F)

Lagertemperatur

-20 bis 70 °C (-4 bis 158 °F)

Gewicht

Ca. 38 kg (84 lb)

Gehäuse

Edelstahl 316L, für Ex-Bereiche zertifiziert und für Marineanwendungen geeignet

Kapazität für mehrere Kameras

Bis zu 24 Kameras

Softwarefunktionen

Automatisierte Bildanalyse, Alarme, Szenenregistrierung, Videoabruf, Datei- oder Datenbankarchivierung und Netzwerkansicht

Standard-Lieferumfang

Kamera mit 200-mm-Objektiv; Gehäuse mit Sonnenschutz und Sichtrohr; Software zur Überwachung von Fackel- und Pilotflammen; verstellbare Edelstahl-Schwenk-/Neigehalterung

Optionales Zubehör

Edelstahl-Basis, Anschlusskasten, DCS- und Pilotzündungs-I/O-Modul, Computerserver und SQL-basierter Datenhistorian

FAQs

für Flarespection IR-Kamerasystem

Ja, vorausgesetzt, jede Flamme nimmt innerhalb des Kamerabilds einen ausreichend auflösbaren Bereich ein. Der ungekühlte Mikrobolometer mit 640 × 480, 17 µm Pixelabstand und 200-mm-Teleobjektiv bietet ein Sichtfeld von 3° × 2,3°, sodass die Software Wärmesignaturen innerhalb der Szene voneinander trennen kann. Einzelne Pilotflammen können überwacht werden, während die Hauptflamme vorhanden ist, und das System ist für Anordnungen mit mehreren Pilotflammen oder dicht beieinanderliegenden Fackeln ausgelegt. Werkzeuge zur Szenenregistrierung können die Ausrichtung der Analyse beibehalten, wenn sich der Stapel bewegt oder schwankt. Anzahl der Kameras und Sichtachsen sollten dennoch anhand der Stapelgeometrie, der Ausrichtung der Pilotflammen, der Windbewegung und möglicher Sichtbehinderungen festgelegt werden.

Die Kamera kann aus Entfernungen von bis zu 300 m überwachen, die endgültige Position sollte jedoch im Rahmen einer Standortbegehung festgelegt werden. Das 200-mm-Objektiv und das Sichtfeld von 3° × 2,3° erzeugen einen schmalen Erfassungsbereich, daher muss der gewählte Standort jede erforderliche Pilot- und Fackelzone eindeutig abdecken. Bei der Begehung sollten Stapelhöhe, Ausrichtung der Fackelspitze, Anzahl der Pilotflammen, vorgesehener Kameraabstand, vorherrschende Windrichtung, Ex-Bereich-Klassifizierung und Umgebungstemperatur erfasst werden. Eine starre Montagebasis ist wichtig, da sich bereits kleine Winkeländerungen über große Entfernungen stärker auswirken. Bei komplexen Stapelanordnungen können mehrere Sichtachsen statt nur einer Kamera erforderlich sein.

Ja, sofern die Klassifizierung des Installationsbereichs mit den angegebenen Zulassungen und Umgebungsgrenzen übereinstimmt. Das System verfügt über die Klassifizierungen ATEX II 2 G Ex db IIB T4 und IECEx Ex db IIB T4 sowie über US-amerikanische und kanadische Class 1 Division 1- und Division 2-Zulassungen für die aufgeführten Gasgruppen. Das Gehäuse aus Edelstahl 316L ist nach NEMA 4X und IP66 ausgelegt und für einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis 50 °C spezifiziert. Der Projektingenieur muss dennoch die zutreffende Gasgruppe, Temperaturklasse, Division oder Zone, Kabeleinführungen, Strom­versorgungskonzepte und die lokalen Installationsvorschriften prüfen. Die Gehäuseklassifizierung darf nicht als automatische Freigabe für jeden klassifizierten Standort verstanden werden.

Das System unterstützt OPC, Modbus seriell, Modbus Ethernet, analoge Kontaktausgänge und Relais. Über diese Schnittstellen können Pilotstatus, Fackelzustand, Alarme und verarbeitete Bildergebnisse an ein anlagenseitiges DCS, eine PLC oder eine Pilotzündanlage übertragen werden. Das Kamerasystem benötigt eine 24-VDC-Strom­versorgung, während ein optionales I/O-Modul Anschlüsse für fest verdrahtete Steuer- und Alarmfunktionen bereitstellen kann. Dateien und verarbeitete Daten können außerdem an einen Datenhistorian übertragen werden, wenn die entsprechende Server- und Datenbankarchitektur installiert ist. Die gewählte Schnittstelle sollte den Anforderungen an Reaktionsverhalten, Redundanz, Cybersicherheit und die in der Anlage üblichen Kommunikationsstandards entsprechen.

Das System kann als eigenständige, berührungslose Überwachungsmethode oder als Backup für herkömmliche Thermoelemente ausgelegt werden. Da es Wärmesignaturen aus der Ferne erfasst, kann es den Status von Pilotflamme und Fackel weiterhin melden, wenn ein Thermoelement an der Fackelspitze ausfällt. Zudem muss das primäre Erfassungselement nicht direkt in der Umgebung des Fackelstapels installiert werden, und mehrere Pilotflammen können von einem oder mehreren bodenmontierten Standorten aus überwacht werden. Der Ersatz eines bestehenden Schutz- oder Regelgeräts erfordert jedoch eine standortspezifische Bewertung der funktionalen Sicherheit und der regulatorischen Anforderungen. Alarmlogik, Abstimmkonzepte, Wiederholprüfungen und Reaktionen auf Ausfälle sollten festgelegt werden, bevor dem Wärmebildsignal eine sicherheitsrelevante Funktion zugewiesen wird.

Für die Live-Bilderfassung, automatisierte Analyse, Alarmverarbeitung und Archivierung ist ein Windows-basierter Host erforderlich. Die Software unterstützt bis zu 24 Kameras, sodass mehrere Fackelansichten von einer zentralen Workstation oder über das Anlagennetzwerk angezeigt und verwaltet werden können. Aufgezeichnete Bilder, Videos, Ereignisse und Alarmdaten können in Dateien oder einer Datenbank archiviert werden, während ein optionaler Server und ein SQL-basierter Historian die langfristige Speicherung unterstützen können. Die Szenenregistrierung hilft dabei, die Ausrichtung der Bildanalyse beizubehalten, wenn sich der Stapel bewegt oder schwankt, und Anlagenschnittstellen können verarbeitete Ergebnisse an das DCS oder die PLC übermitteln. Speicherkapazität, Netzwerkbandbreite, Benutzerzugriff und Umfang der Softwarelizenz sollten während der Systemauslegung festgelegt werden.

Zum Standardumfang gehören die FlareSpection Kamera mit 200-mm-Objektiv, ein Edelstahlgehäuse mit Sonnenschutz und Sichtrohr, Software zur Überwachung von Fackel- und Pilotflammen sowie eine verstellbare Edelstahl-Schwenk-/Neigehalterung. Zur optionalen Ausstattung zählen eine Edelstahl-Basis, ein Feldanschlusskasten, ein I/O-Modul, ein Auto­mati­sierungsserver und ein SQL-basierter Datenhistorian. Diese Optionen beeinflussen die mechanische Installation, die Kabelzuführung, die Schnittstelle zum Steuerungs­system und die Architektur der Datenspeicherung. Projekte mit mehreren Kameras können außerdem Netzwerkswitches, zusätzliche Serverressourcen und geeignete Bedienanzeigen erfordern. Die endgültige Stückliste sollte daher auf der Anzahl der Sichtachsen, den erforderlichen Ausgängen und der Struktur des Anlagennetzwerks basieren.

Die Fernmontage und das integrierte Sichtrohr reduzieren den Bedarf an routinemäßigem Zugang, machen Inspektionen jedoch nicht überflüssig. Bei der Wartungsplanung sollten Sauberkeit des Sichtfensters, Zustand des Sichtrohrs, sichere Befestigung, Ausrichtung, Gehäusedichtungen, Kabeleinführungen, Netzwerkzustand und Alarmfunktion berücksichtigt werden. Die verstellbare Edelstahlhalterung und die Funktion zur Szenenregistrierung helfen dabei, den Überwachungsbereich beizubehalten, während NEMA 4X, IP66 und die 316L-Ausführung die installierte Hardware schützen. Alle Arbeiten in Ex-Bereichen müssen den standortspezifischen Freigabe-, Isolierungs- und Inspektionsverfahren entsprechen. Inspektions- und Funktionsprüfintervalle sollten entsprechend der Umgebungsbelastung, der Prozesskritikalität und der jeder Alarmfunktion zugewiesenen Rolle festgelegt werden.