TruePhase® 125/250 µm 1550 nm PM-Glasfaser

Die polarisationserhaltende optische Faser TruePhase 125/250 µm 1550 nm ist eine leistungsstarke Einmodenfaser für Anwendungen, die einen stabilen Polarisationszustand erfordern. Sie erhält die Polarisation des Lichts über die gesamte Faserlänge, was für Interferometer, faseroptische Gyroskope und andere optische Präzisionssysteme entscheidend ist. Mit einem Standard-Manteldurchmesser von 125 µm und einem beschichteten Durchmesser von 250 µm lässt sich diese PM-Faser nahtlos in herkömmliche Fasersteck­verbinder und Spleißwerkzeuge integrieren. Sie weist im Tele­kommunikationsfenster bei 1550 nm eine geringe Dämpfung auf und sorgt so auch über längere Strecken für minimale Signalverluste. Ingenieure entscheiden sich für diese Faser aufgrund ihres hohen Polarisations-Extinktionsverhältnisses und ihrer konstanten Eigenschaften, was in polarisationssensitiven Aufbauten eine zuverlässige und präzise Leistung ermöglicht. Typische Einsatzbereiche sind die Tele­kommunikation, die faseroptische Sensorik und die wissenschaftliche Forschung, in denen der Erhalt der Lichtpolarisation für Systemstabilität und Messgenauigkeit essenziell ist.

TruePhase® 125/250 µm 1550 nm PM-Glasfaser

Eigenschaften

  • Polarisationserhaltendes Design: Hält das Licht entlang einer festen Achse polarisiert und sorgt so für eine konstante Leistung in polarisationssensitiven Systemen.
  • Optimiert für 1550 nm: Ausgelegt auf geringe Verluste und einen stabilen Betrieb im C-Band für Tele­kommunikations- und präzise Sensorikanwendungen.
  • Standard-Mantel mit 125 µm: Unterstützt die Kompatibilität mit gängigen Steck­verbindern, Patchkabeln und Fusionsspleißgeräten.
  • 250 µm Schutzbeschichtung: Erhöht die Robustheit und schützt bei der Handhabung, ohne die Flexibilität bei der Verlegung einzuschränken.
  • Geringe optische Dämpfung: Bietet typischerweise eine Dämpfung von ≤ 0,5 dB/km bei 1550 nm für einen effizienten Einsatz über lange Distanzen oder in aufgewickelten Fasern.
  • Hohes Extinktionsverhältnis: Hilft, den gewünschten Polarisationszustand für präzise Sensorik und interferometrische Messungen zu erhalten.
  • Zuverlässigkeit durch Proof-Test: Festigkeitsgeprüft für eine robuste Installation und einen verlässlichen Langzeiteinsatz.
  • Einmodenbetrieb: Verhindert Mehrmodenverzerrungen für eine stabile, kohärente optische Übertragung.

Downloads

für TruePhase® 125/250 µm 1550 nm PM-Glasfaser

TruePhase® 125/250 µm 1550 nm PM Optical Fibre – Datasheet
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Specification

Value

Fibre type

Polarisation-maintaining single-mode fibre

Operating wavelength

1550 nm (C-band)

Cladding diameter

125 µm

Coating (outer) diameter

250 µm (acrylate coating)

Numerical aperture (NA)

~0.12

Mode field diameter (at 1550 nm)

~10 µm

Attenuation @ 1550 nm

≤ 0.5 dB/km (typical)

Polarisation extinction ratio

≥ 20 dB (typical, short length)

Beat length @ 1550 nm

~3 mm (approximate)

Proof test level

100 kpsi (standard tensile proof test)

Operating temperature range

–40 °C to +85 °C (typical for acrylate)

FAQs

für TruePhase® 125/250 µm 1550 nm PM-Glasfaser

Eine polarisationserhaltende (PM-)Faser ist eine spezialisierte optische Einmodenfaser, die den Polarisationszustand des Lichts auf seinem Weg durch die Faser beibehält. Bei einer Standard-Einmodenfaser können äußere Belastungen oder kleine Unregelmäßigkeiten dazu führen, dass sich die Polarisation verschiebt oder verdreht. Eine PM-Faser nutzt integrierte doppelbrechende Strukturen, sodass Licht, das in eine Hauptachse eingekoppelt wird, entlang dieser Achse ausgerichtet bleibt. Dadurch sind PM-Fasern unverzichtbar für Interferometer, Sensoren und andere Systeme, bei denen die Polarisationsstabilität die Leistung direkt beeinflusst.

1550 nm wird in der Faseroptik häufig verwendet, weil dieser Bereich in einem verlustarmen Übertragungsfenster von Silikafasern liegt. Dadurch kann sich Licht mit sehr geringer Dämpfung ausbreiten, was diesen Bereich besonders für Tele­kommunikation, Sensorik und Präzisionsphotonik geeignet macht. Die TruePhase PM-Faser ist für diese Wellenlänge optimiert, sodass ihre Dämpfung und ihre doppelbrechenden Eigenschaften optimal auf 1550-nm-Systeme abgestimmt sind.

Der Wert 125 µm bezeichnet den Durchmesser des Glasmantels, der in vielen Handhabungs­systemen für optische Fasern dem Standardmaß entspricht. Der Wert 250 µm bezeichnet den Außendurchmesser nach dem Aufbringen der Schutzbeschichtung. Das bedeutet, dass die Faser die mechanische Kompatibilität eines Standardformats mit einer zusätzlichen Beschichtungsschicht kombiniert, die vor Kratzern, Feuchtigkeit und Schäden bei der Handhabung schützt.

PM-Fasern besitzen definierte schnelle und langsame Achsen, die korrekt ausgerichtet werden müssen, um die eingekoppelte Polarisation zu erhalten. Beim Spleißen werden spezielle PM-Fusionsspleißgeräte eingesetzt, um die Faserachsen vor dem Verbinden auszurichten. Bei der Konfektionierung helfen kodierte PM-Steck­verbinder dabei, die korrekte Achsorientierung beizubehalten. Eine präzise Ausrichtung minimiert Übersprechen und stellt sicher, dass die Faser die Polarisation wirksam erhält.

Ja, diese Faser arbeitet bei 1550 nm im Einmodenbetrieb. Einmodenbetrieb bedeutet, dass sich nur die Grundmode durch die Faser ausbreitet, wodurch Modendispersion vermieden und die Signalklarheit erhalten wird. Bei PM-Anwendungen ist das besonders wichtig, weil es eine stabile, kohärente Übertragung sicherstellt und es der Faser zugleich ermöglicht, den gewünschten Polarisationszustand beizubehalten.

Das Polarisations-Extinktionsverhältnis (PER) gibt an, wie gut die Faser die optische Leistung entlang der gewünschten Polarisationsachse hält, anstatt sie in die orthogonale Achse abfließen zu lassen. Ein hohes PER bedeutet, dass die eingekoppelte Polarisation sehr effektiv erhalten bleibt. Das ist besonders wertvoll in der Interferometrie, Sensorik und Forschung, wo selbst kleine Polarisationsfehler die Genauigkeit oder Signalqualität verringern können.

Diese Faser bietet typischerweise eine Dämpfung von ≤ 0,5 dB/km bei 1550 nm und liegt damit auf einem sehr niedrigen Niveau. In vielen Labor-, Instrumentierungs- und Sensorikaufbauten bedeutet das, dass die Faserverluste über praxisübliche Längen vernachlässigbar sind. Die geringe Dämpfung gibt Entwicklern mehr Flexibilität bei der Verlegung, beim Aufwickeln oder bei der Verlängerung von Faserstrecken und sorgt gleichzeitig für hohe Signalpegel und ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis.

Ja, die Faser kann unter normalen Handhabungsbedingungen in der Regel gebogen oder aufgewickelt werden, ohne dass ihre Leistung beeinträchtigt wird. Allerdings können zu enge Biegeradien oder Knicke zusätzliche Belastungen, Verluste oder eine gewisse Verschlechterung der Polarisationserhaltung verursachen. Am besten lassen sich Dämpfung und PM-Leistung zuverlässig erhalten, wenn der im Datenblatt empfohlene minimale Biegeradius eingehalten wird.

Diese Faser eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen ein fester Polarisationszustand erhalten bleiben muss. Typische Einsatzbereiche sind faseroptische Gyroskope, interferometrische Sensoren, Tele­kommunikationskomponenten mit polarisiertem Licht und Forschung in Quantenoptik oder Photonik. Sie ist eine starke Wahl überall dort, wo Systemstabilität, Messgenauigkeit und Polarisationstreue entscheidend sind.