105/125 µm Multimode-Stufenindex-Low-OH-Launch-Lichtwellen­leiter mit 0.15 NA

Die 105/125 µm Multi-mode Step-Index Low OH Launch Optical Fibre ist eine Großkern-Lichtwellen­leiterfaser, die für anspruchsvolle Lichteinkopplungs- und Kopplungsaufgaben entwickelt wurde. Mit ihrem Kerndurchmesser von 105 µm und der 125 µm-Ummantelung bietet sie eine Standard-Fasergeometrie, die den Anschluss an gängige Steck­verbinder und Geräte vereinfacht. Die Low OH (geringer Hydroxylgehalt)-Ausführung der Faser minimiert Absorptionsverluste rund um den Wasserpeak bei 1,38 µm. Dadurch eignet sie sich besonders für nahinfrarote Anwendungen bei Wellenlängen wie 1064 nm und 1550 nm und überträgt zugleich auch sichtbares Licht. Ingenieure verwenden diese Faser häufig als Launch-Kabel in optischen Testaufbauten, um die Ausgabe einer optischen Quelle zu konditionieren oder die Genauigkeit von OTDR-Messungen durch eine konstante modale Einkopplung zu verbessern. Ihr Stufenindex-Multimode-Design erzeugt eine vorhersehbare modale Verteilung und sorgt damit für eine stabile und wiederholbare Performance bei der Einkopplung von Licht in empfindliche Systeme. Insgesamt dient diese Faser als zuverlässige Schnittstelle zwischen optischen Hochleistungs- oder Breitbandquellen und dem restlichen System und kombiniert einen breiten Wellenlängenbereich mit einfacher Handhabung und Integration.

105/125 µm Multimode-Stufenindex-Low-OH-Launch-Lichtwellenleiter mit 0.15 NA

Eigenschaften

  • Großer Kerndurchmesser von 105 µm – Ermöglicht die effiziente Einkopplung von Licht aus breitflächigen oder leistungsstarken Quellen, vereinfacht die Ausrichtung und erlaubt eine höhere Einkoppelleistung.
  • Standard-Ummantelung mit 125 µm – Gewährleistet die Kompatibilität mit industrieweit standardisierten Steck­verbindern, Ferrulen und Fusionsspleißwerkzeugen und ermöglicht so eine nahtlose Integration in bestehende Aufbauten.
  • Stufenindex-Multimode-Profil – Sorgt für eine konstante, klar definierte modale Verteilung und damit für stabile Einkoppelbedingungen sowie vorhersehbare optische Leistung, insbesondere über kurze Faserlängen.
  • Low OH-Siliziumdioxid-Zusammensetzung – Minimiert die Absorptionsverluste im nahinfraroten Bereich rund um den Wasserpeak bei 1380 nm und ermöglicht den Einsatz bei längeren Wellenlängen wie 1310 nm und 1550 nm mit geringerer Dämpfung.
  • Numerische Apertur (NA) von 0,15 – Bietet einen engen Akzeptanzwinkel, begrenzt höherwertige Moden und verbessert die Signalgleichmäßigkeit und -treue bei der Einkopplung von Licht in die Faser.

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105/125 µm Launch Optical Fibre – Datasheet (PDF)
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Specification

Value

Core/Cladding Diameter

105 µm core, 125 µm cladding

Numerical Aperture (NA)

0.15

Fibre Type

Multimode, step-index, low OH silica

Coating Diameter

≈250 µm (acrylate protective coating)

Attenuation @ 850 nm

Not specified

Attenuation @ 1300 nm

Not specified

Attenuation @ 1550 nm

Not specified

FAQs

für 105/125 µm Multimode-Stufenindex-Low-OH-Launch-Lichtwellen­leiter mit 0.15 NA

Eine Launch Optical Fibre ist ein kurzes Faserstück, das am Anfang einer optischen Verbindung oder eines Testaufbaus eingesetzt wird, um die Lichteinkopplung zu konditionieren. Wird eine solche Launch-Faser zwischen Lichtquelle oder Testgerät und der zu prüfenden Hauptfaser eingefügt, stabilisiert sich die Lichtverteilung und sorgt so für eine konstante modale Anregung. Das verbessert die Wiederholbarkeit von Messungen und reduziert Unsicherheiten, insbesondere bei OTDR-Tests.

Low OH bedeutet, dass das Siliziumdioxid der Faser nur eine geringe Konzentration an Hydroxylgruppen enthält. Durch die Reduzierung dieser Verunreinigungen sinkt die Absorption bei 1380 nm, dem sogenannten Wasserpeak, wodurch sich die Übertragung im nahinfraroten Bereich verbessert. Das macht die Faser besonders geeignet für Wellenlängen wie 1310 nm und 1550 nm.

Typische Anwendungen sind OTDR-Launch- und Empfangskabel, optische Test- und Messaufbauten, Laserübertragungs­systeme und Laborgeräte. Der große Kern ermöglicht eine effiziente Einkopplung von breitbandigen, leistungsstarken oder großflächigen Lichtquellen in Spektrometer, Analysegeräte und andere optische Systeme.

Ja. Da die Faser einen Ummantelungsdurchmesser von 125 µm besitzt, ist sie mit vielen Standard-Ferrulen für Steck­verbinder, Faserbrechwerkzeugen und Fusionsspleißgeräten kompatibel. Das vereinfacht die Integration in bestehende faseroptische Baugruppen und Testaufbauten.

Diese Faser ist für den nahinfraroten Bereich optimiert und bietet besonders gute Leistung bei 1060 nm, 1310 nm und 1550 nm. Sie kann auch sichtbares Licht übertragen, ihre Low OH-Ausführung ist jedoch besonders vorteilhaft für Anwendungen im Bereich von etwa 700 nm bis 1600 nm.

Eine NA von 0,15 bedeutet, dass die Faser Licht innerhalb eines relativ engen Öffnungswinkels annimmt. Das hilft, höherwertige Moden zu begrenzen, und kann die Konstanz der Einkopplung, die Strahlgleichmäßigkeit und die Signaltreue über kurze Strecken verbessern. Außerdem bedeutet es, dass das eingekoppelte Licht für eine effiziente Kopplung in der Regel präziser fokussiert oder kollimiert werden muss.

Ein Stufenindex-Design verwendet einen einheitlichen Brechungsindex im Kern mit einem abrupten Übergang an der Grenze zur Ummantelung. Das sorgt für vorhersehbares modales Verhalten und ein stabiles Einkoppelprofil, was besonders bei kurzen Patchkabeln und Testfasern nützlich ist. Auch wenn Stufenindex-Multimode-Fasern für Hochbandbreiten-Verbindungen über große Entfernungen nicht ideal sind, eignen sie sich sehr gut für die kontrollierte Lichtübertragung über kurze Distanzen.

Der 105 µm-Kern kann im Allgemeinen höhere optische Leistungen übertragen als Fasern mit kleinerem Kern, da sich das Licht auf eine größere Fläche verteilt und dadurch die Leistungsdichte sinkt. Es wird jedoch keine konkrete maximale Leistungsangabe genannt. Die tatsächlich handhabbare Leistung hängt von der Qualität der Konfektionierung, dem Zustand der Steck­verbinder, der Spleißqualität, den Grenzen der Beschichtung und dem Wärmemanagement in der jeweiligen Anwendung ab.