FUJINON SX1600 Ultra-Langstrecken-Mehrzweckkamera

Die Ultra-Langstreckenkamera SX1600 ist ein integriertes Optik- und Bildgebungs­system mit einem Brennweitenbereich von 40–1600 mm und 40-fachem optischem Zoom. Sie wurde für Ingenieure und Systemintegratoren entwickelt, die Systeme für Beobachtung über große Distanzen, Sicherheit, Notfallüberwachung und Ferninspektion konzipieren. Zu den Anwendungen zählen die Überwachung von Grenzen, Häfen, maritimen Bereichen, Flughäfen und Infrastrukturen sowie das Monitoring von Waldbränden, Überschwemmungen und vulkanischer Aktivität. Dank ihrer optischen Reichweite eignet sie sich auch für die Inspektion von Windkraftanlagen und Übertragungsleitungen aus sicherer Entfernung.

Die koordinierte optische und elektronische Bildstabilisierung hilft, Vibrationen auszugleichen, während die zuschaltbare Reduzierung von Hitzeflimmern und Nebel atmosphärische Störeinflüsse mindert. Verfügbar sind Continuous AF, Quick AF und manueller Fokus, mit einer minimalen Autofokuszeit von etwa 0,1 Sekunden unter geeigneten Bedingungen. Über IP-, RS485- und Stand-alone-Videoanschlüsse lässt sich die Kamera in neue Installationen und ausgewählte bestehende Steuerungsarchitekturen integrieren.

FUJINON SX1600 Ultra-Langstrecken-Mehrzweckkamera

Eigenschaften

  • 40–1600 mm Brennweitenbereich mit 40-fachem optischem Zoom – Deckt Weitwinkelansichten bis hin zur Supertele-Beobachtung ab, ohne dass die Optik gewechselt werden muss.
  • Digitalzoom von 1,25× bis 2× – Erweitert die dargestellte Reichweite auf einen 3200-mm-Äquivalentbereich, wenn eine zusätzliche Vergrößerung akzeptabel ist.
  • Minimale Autofokuszeit von ca. 0,1 Sekunden – Unterstützt unter geeigneten Bedingungen eine schnelle Fokussierung auf bewegte oder nur zeitweise sichtbare Ziele.
  • Continuous AF, Quick AF und manueller Fokus – Ermöglicht die Anpassung des Fokusverhaltens an Zielbewegung, Kontrast und Szenenbedingungen.
  • Koordinierte OIS und EIS – Hilft, Vibrationen bei langen Brennweiten über einen breiteren Frequenzbereich auszugleichen.
  • Dreistufige Reduzierung von Hitzeflimmern und Nebel – Bietet eine anpassbare Verarbeitung atmosphärischer Störungen bei der Beobachtung über große Entfernungen.
  • Einstellungen für sichtbares Licht sowie 808, 850, 940 und 950 nm – Unterstützt den Tag-/Nachtbetrieb mit kompatibler Infrarotbeleuchtung.
  • H.264- und MJPEG-Kodierung bis 1080p – Bietet Optionen für Netzwerkbandbreite, Aufzeichnung und Überwachungskompatibilität.
  • ONVIF-, HTTP-, RTSP- und RS485-Pelco-D/P-Integration – Unterstützt netzwerkbasierte und serielle Steuerungsarchitekturen.
  • HDMI-, HD-SDI- und Composite-Ausgänge – Ermöglicht lokale Überwachung und eigenständige Videokonfigurationen.
  • Betrieb mit 12 V DC, 15 W – Definiert die Leistungsanforderungen für die Systemauslegung.
  • Voreinstellungen für Überwachung und Filmproduktion – Bietet wahlweise eine verbesserte Konturensichtbarkeit oder eine präzisere Farbwiedergabe.

Downloads

für FUJINON SX1600 Ultra-Langstrecken-Mehrzweckkamera

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SX1600 Owner’s Manual – English
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SX1600 Owner’s Manual – French
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SX1600 Outline Drawing
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SX1600 Optical Boundary-Line Data
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SX1600 Pelco-D Protocol Specification
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SX1600 Pelco-P Protocol Specification
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Technische Daten

SpezifikationWert

Modell

SX1600

Brennweite

40–1600 mm für 1/1,8-Zoll-Äquivalent; 20–800 mm für 1,1-Zoll-Äquivalent

Optischer Zoom

40×

Digitaler Zoom

1,25×, 1,5×, 1,75×, 2×

Maximale Blendenöffnung

f/8–f/14,8

Minimale Objektdistanz

10 m bei Brennweiten von 40–800 mm; 20 m bei Brennweiten von 801–1600 mm

Bildsensor

CMOS-Sensor

Videodateiformat und Kompression

MOV; H.264-kompatibel

Bildgrößen

1920 × 1080; 1280 × 720; 640 × 480 NTSC; 768 × 576 PAL

Belichtungsmessung

Mittelwert

Fokusmodi

Continuous AF, Quick AF, MF

Blendeneinstellung

Automatisch; manuell von f/8 bis f/32

Verschlusszeit

Automatisch mit Auswahl der Mindestzeit von 1/8 bis 1/125 s; manuell von 1 bis 1/32000 s

Verstärkungseinstellung

Manuell ISO 400–819200; AGC; Hyper AGC

Tag-/Nacht-Auswahl

Automatisch, zeitgesteuert, automatisch und zeitgesteuert, Tag, Nacht

Einstellungen für Beleuchtungswellenlängen

Sichtbares Licht, 950 nm, 940 nm, 850 nm, 808 nm

Bildstabilisierung

Auto OIS+EIS, OIS, EIS, Aus

Großer Dynamikbereich

Wählbar, 2 Stufen

Gegenlichtkompensation

Wählbar, 2 Stufen

Reduzierung von Hitzeflimmern

Wählbar, 3 Stufen

Nebelreduzierung

Wählbar, 3 Stufen

Rauschreduzierung

Wählbar, 3 Stufen

Aufnahmevoreinstellungen

Überwachung, Filmproduktion

Helligkeit

Wählbar, 100 Stufen

Kontrast

Wählbar, 100 Stufen

Sättigung

Wählbar, 100 Stufen

Schärfung

Wählbar, 100 Stufen

Weißabgleich

Automatisch, automatische Weiß-Priorität, Benutzerdefiniert 1, Benutzerdefiniert 2, Fein, Schatten, Farbtemperatur bei 3000 K, 5000 K oder 9000 K

Anschlüsse für die Bildausgabe

HDMI, HD-SDI, Composite-BNC

Audio-Eingang/-Ausgang

40 kΩ Eingangsimpedanz; 200 Ω Ausgangsimpedanz

Videoausgabe

NTSC: 1080p, 720p, 480p; PAL: 1080p, 720p, 576p

Kodierungstypen

H.264, MJPEG

Bitratentypen

CBR, VBR

Bildrate

1–30 fps H.264/NTSC; 1–25 fps H.264/PAL; 1–15 fps MJPEG/NTSC; 1–13 fps MJPEG/PAL

Bitrate

1–18 Mbps

I-Frame-Intervall

0,5 s, 1 s

Externe Schnittstellen

100BASE-T, RS485, externer Tag-/Nacht-Trigger

RS485-Baudraten

115200, 38400, 19200, 9600, 4800 und 2400 bps

Internetprotokolle

ONVIF an Port 8080, HTTP, RTSP

RS485-Protokolle

Pelco-D, Pelco-P, einschließlich benutzerdefinierter Befehle

RS485-Kommunikation

Full-Duplex, Halbduplex

RS485-Geräte-ID

1–31

Strom­versorgung

12 V DC

Leistungsaufnahme

15 W

Abmessungen, B × H × T

156 × 139 × 450 mm; 6.14 × 5.47 × 17.72 in

Gewicht

Ca. 7,4 kg; 16.31 lb

Betriebstemperatur

−10 bis +50 °C

Betriebsfeuchtigkeit

10–80 % r. F., nicht kondensierend

Schwenkbereich

±45° ab Horizontale, Basis nach unten

Einbaulage

Basis nach unten

Montage an der Basis

Fünfzehn Gewindebohrungen ¼ Zoll UNC 20; 10 mm Tiefe; Gewindeeingriff 6,5–10 mm; Anzugsdrehmoment 240–300 N·cm

Griffmontage

Zwei M4-Bohrungen; Durchgangsbohrung mit 4 mm Gewindetiefe; Anzugsdrehmoment 80–100 N·cm; maximal 6 mm Überstand

Anforderung an das LAN-Kabel

Abgeschirmtes Twisted-Pair-Kabel der Kategorie 5 oder höher

Hinweise zur Konformität

FCC Part 15 Class A; CAN ICES-003(A)/NMB-003(A); CISPR 32 Class A; RoHS-Richtlinie 2011/65/EU; EMV-Richtlinie 2014/30/EU

Auslegungswerte der optischen Begrenzungslinien

RichtungHöhe Linie 1/1′Winkel Linie 1/1′Höhe Linie 2/2′Winkel Linie 2/2′

Vertikal

±22,96 mm

±8,2°

±57,73 mm

±1,0°

Horizontal

±35,45 mm

±12,7°

±57,91 mm

±1,2°

Diagonal

±37,29 mm

±14,3°

±58,06 mm

±1,9°

Der Mindestobjektabstand wird vom vordersten Punkt der Frontlinse aus gemessen. Bei 720p- oder Standardauflösungs-Ausgabe kann 30-fps-NTSC- oder 25-fps-PAL-Material jeweils wiederholt werden, um eine Monitorausgabe mit 60 fps bzw. 50 fps bereitzustellen.

Die Werte der optischen Begrenzungslinien definieren den optisch wirksamen 16:9-Bereich vor dem Objektiv für die Integration in ein Gehäuse. Komponenten sollten außerhalb dieser Grenzen bleiben, und die endgültige optische Leistung sollte anhand realer Bilder validiert werden. Es ist keine Schutzart angegeben, daher benötigt die Kamera ein Gehäuse oder eine geschützte Installation, die sie vor Regen, Wind, Staub und direkter Sonneneinstrahlung schützt.

FAQs

für FUJINON SX1600 Ultra-Langstrecken-Mehrzweckkamera

Der Brennweitenbereich von 40–1600 mm bietet einen 40-fachen optischen Zoom; für zusätzliche Vergrößerung stehen digitale Einstellungen mit 1,25×, 1,5×, 1,75× und 2× zur Verfügung. Der Mindestobjektabstand beträgt 10 m im Bereich von 40–800 mm und 20 m von 801–1600 mm, gemessen ab der Vorderseite des Objektivs. Damit ist die Kamera für Beobachtungen aus sicherer Entfernung und nicht für Inspektionen im Nahbereich ausgelegt. Deshalb sollten bei der Planung Blindzonen und der geringste erforderliche Abstand zum Zielobjekt berücksichtigt werden. Der digitale Zoom ist als Bildvergrößerung und nicht als zusätzlicher optischer Detailgewinn zu verstehen; bei den größten Arbeitsabständen sind Vor-Ort-Tests empfehlenswert.

Die Kamera kann über 100BASE-T-Netzwerk mit ONVIF an Port 8080, HTTP und RTSP oder über RS485 im Voll- oder Halbduplexmodus integriert werden. Für die Steuerung stehen Pelco-D und Pelco-P zur Verfügung, während HDMI-, HD-SDI- und Composite-BNC-Ausgänge lokale oder eigenständige Videosignalwege unterstützen. RS485 unterstützt 2400, 4800, 9600, 19200, 38400 und 115200 bps bei Geräte-IDs von 1 bis 31. Vor der Inbetriebnahme sollten Protokoll, Duplexmodus, Terminierung, Geräteadresse und Baudrate zwischen Kamera und Schwenk-/Neigesystem abgestimmt werden, insbesondere wenn eine bestehende serielle Infrastruktur weiter genutzt wird.

Die Kamera kann OIS und EIS im Automatikmodus gemeinsam nutzen oder beide Stabilisierungsverfahren unabhängig voneinander einsetzen. Das ist besonders relevant, wenn lange Brennweiten Vibrationen von Türmen, Fahrzeugen, Plattformen oder windbelasteten Strukturen verstärken. Funktionen zur Reduzierung von Hitzeflimmern, Nebel und Bildrauschen bieten jeweils drei wählbare Stufen, sodass die Bildverarbeitung an die tatsächlichen Bedingungen angepasst werden kann, statt eine feste Korrektur anzuwenden. Diese Funktionen können die Sichtbarkeit von Objekten verbessern, ersetzen jedoch weder eine stabile Montage noch ein geeignetes Gehäuse und eine freie Sichtlinie. Die Inbetriebnahme sollte daher Tests bei repräsentativen Zoompositionen, Vibrationsniveaus und atmosphärischen Bedingungen umfassen.

Für den Betrieb bei wenig Licht kombiniert die Kamera einen CMOS-Sensor, manuelle Verstärkung von ISO 400 bis ISO 819200, AGC und Hyper AGC mit wählbarem Tag-/Nachtverhalten. Tag- und Nachtmodus können automatisch, zeitgesteuert, kombiniert automatisch und zeitgesteuert, fest oder über einen externen Trigger gesteuert werden. Die Beleuchtungseinstellungen umfassen sichtbares Licht sowie die Wellenlängen 808, 850, 940 und 950 nm und ermöglichen damit die Abstimmung mit geeigneten Nahinfrarot-Strahlern und optischen Filtern. Eine höhere Verstärkung kann mehr Details sichtbar machen, aber auch das Bildrauschen erhöhen. Deshalb sollte die dreistufige Rauschunterdrückung auf Bewegungsdetails und Latenzanforderungen abgestimmt werden. Beleuchtungswellenlänge, Filterzustand und Umschaltschwellen sollten als vollständiges optisches System validiert werden.

Die Kamera unterstützt Bildgrößen von 1920 × 1080, 1280 × 720 und Standardauflösung mit H.264- und MJPEG-Kodierung. H.264 arbeitet mit 1–30 fps für NTSC bzw. 1–25 fps für PAL, während MJPEG auf 15 fps für NTSC und 13 fps für PAL begrenzt ist. Die Bitrate ist mit CBR oder VBR von 1–18 Mbps einstellbar, bei I-Frame-Intervallen von 0,5 oder 1 Sekunde. Der Durchsatz des Recorders, die Switch-Kapazität und die Speichervorhaltung sollten anhand von ausgewähltem Format, Bildrate und Bitrate berechnet werden und nicht allein anhand der Auflösung. Wenn mehrere Kameras eine Verbindung gemeinsam nutzen, sollte zusätzlich Reserve für Steuerdatenverkehr und szenenbedingte VBR-Spitzen eingeplant werden.

Die Kamera misst 156 × 139 × 450 mm, wiegt etwa 7,4 kg und muss mit der Basis nach unten installiert werden. Die Basis verfügt über fünfzehn ¼-Zoll-UNC-20-Gewinde-Befestigungspunkte mit 6,5–10 mm Gewindeeingriff und einem angegebenen Anzugsdrehmoment von 240–300 N·cm; die Tragstruktur muss die kombinierte Last von Kamera, Gehäuse und Halterung aufnehmen. Der Betrieb ist bei −10 bis +50 °C und 10–80 % relativer Luftfeuchtigkeit ohne Kondensation spezifiziert; bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist eine unterbrechungsfreie Strom­versorgung erforderlich. Es ist keine Schutzart angegeben, und die Installationsanweisungen verlangen Schutz vor Regen, Wind, Staub und direkter Sonneneinstrahlung. Gehäusegröße, vorderer optischer Freiraum, Kühlung, Kondensationskontrolle und Kabelzugentlastung sollten daher als Teil der Installation ausgelegt werden.

Die Kamera bietet Continuous AF, Quick AF und manuellen Fokus bei einer angegebenen Mindest-Autofokuszeit von etwa 0,1 Sekunden unter geeigneten Bedingungen. Ihr Rear-Focus-System kombiniert Phasenerkennung auf der Bildebene mit Kontrast-AF und wechselt je nach Bedarf zwischen den Verfahren. Continuous AF eignet sich für bewegte Objekte, die im Bild bleiben, während Quick AF unnötige Fokusaktivität in statischeren Szenen begrenzen kann; der manuelle Fokus ist sinnvoll, wenn Vordergrundobjekte oder atmosphärisches Flimmern den Autofokus fehlleiten könnten. Die endgültige Auswahl sollte bei der vorgesehenen Brennweite, Zielgeschwindigkeit und dem vorhandenen Kontrast getestet werden, da das Fokussierungsverhalten auf große Distanz stark von den Szenenbedingungen abhängt.