TBF500 Serie AC/DC-Netzteile
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Die TBF500 Serie ist eine Familie von AC/DC-Netzteilen zur Leiterplattenmontage mit einer Leistung von bis zu 500W und Kontaktkühlung. Ihr universeller Eingangsspannungsbereich von 85–264VAC ermöglicht den Betrieb derselben Modulfamilie an gängigen internationalen Netzversorgungen, zusätzlich wird ein Eingangsspannungsbereich von 88–370VDC unterstützt. Entwickler können zwischen Single-Output-Modellen mit 12V, 15V, 24V, 28V, 48V oder 54V wählen, mit Nennströmen von 9,4A bis 42A. Die vergossene Full-Brick-Bauweise nutzt eine Aluminium-Grundplatte, um Wärme an ein Chassis oder einen optionalen Kühlkörper abzuführen. Remote Sensing, Ausgangsspannungseinstellung, Remote On/Off-Steuerung und ein Power-Good-Signal vereinfachen die Integration in überwachte Stromversorgungsarchitekturen. Modelle mit dem Suffix -S ergänzen eine aktive Droop-Stromaufteilung für Parallelsysteme mit bis zu drei Modulen. Typische Anwendungen sind Bahnelektronik, Fabrikautomation, Telekommunikation, Robotik, Energiespeicherung, Messtechnik und Verteidigungssysteme.

Die TBF500 Serie ist für die hochdichte AC/DC-Wandlung auf Leiterplattenebene ausgelegt, wenn ein kompaktes Full-Brick-Format, Kontaktkühlung und eine breite Einsatzabdeckung gefragt sind. Sie verarbeitet 85–264VAC Netzspannung und unterstützt zusätzlich 88–370VDC, wodurch sie sich in internationalen AC-Systemen und kompatiblen Hochspannungs-DC-Bussen einsetzen lässt.
Verfügbare Single-Output-Varianten decken 12V, 15V, 24V, 28V, 48V und 54V ab, mit Nennausgangsströmen von 42A bis 9,4A je nach Modell. Integrierte Funktionen wie Remote Sense, Ausgangsspannungseinstellung, Remote On/Off und Power-Good-Signalisierung erleichtern die Einbindung der Serie in überwachte und geregelte Stromversorgungsarchitekturen. Für Parallelanwendungen mit höherer Leistung bieten -S Modelle eine aktive Droop-Stromaufteilung für bis zu drei Module, sofern die empfohlenen Installationsvorgaben eingehalten werden.
Eigenschaften
- 500W Ausgangsleistung mit Kontaktkühlung: Liefert hohe Leistung auf Leiterplattenebene in einem flachen Full-Brick-Modul.
- 85–264VAC Universaleingang: Unterstützt Geräte für unterschiedliche regionale Netzversorgungen.
- 88–370VDC Eingangsspannungsbereich: Ermöglicht den Einsatz in kompatiblen Hochspannungs-DC-Verteilungssystemen.
- Sechs Ausgangsspannungsoptionen: Deckt 12V-, 15V-, 24V-, 28V-, 48V- und 54V-Schienen innerhalb einer Serie ab.
- Wirkungsgrad von bis zu 93 %: Reduziert die Wärme, die über die Grundplatte abgeführt werden muss.
- Vergossene Bauweise: Eignet sich für anspruchsvolle Industrie- und Transportumgebungen.
- 12,7mm Modulhöhe: Vorteilhaft bei Einbauten mit begrenztem Bauraum in der Höhe.
- Remote Sensing und Ausgangsspannungseinstellung: Gleicht Leitungsverluste aus und ermöglicht eine kontrollierte Spannungsanpassung.
- Remote On/Off- und Power-Good-Funktionen: Unterstützt Einschaltreihenfolge, Überwachung und kontrolliertes Systemverhalten.
- Optionale aktive Droop-Stromaufteilung: Ermöglicht den Parallelbetrieb von bis zu drei
-SModulen. - Integrierter Fehlerschutz: Umfasst Überlast-, Kurzschluss-, Ausgangsüberspannungs- und Übertemperaturschutz.
- Isolationsauslegung nach OVC III: Unterstützt den Einsatz in Umgebungen der Überspannungskategorie III.
- Betrieb bis 5.000m: Geeignet für Installationen in größeren Höhen innerhalb der angegebenen Grenzwerte.
- Bahnspezifische Normen: Umfasst unter anderem EN 50155 und EN 45545-2.
Verfügbare Modellvariationen
Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen
| Model | Power (W) | Vin (V) | Vout (VDC) | Isolation | Status |
|---|---|---|---|---|---|
TBF500US24 | 500 | 85 ~ 264 | 24 | 3000 VAC | Active |
TBF500US54 | 500 | 85 ~ 264 | 54 | 3000 VAC | Active |
TBF500US15 | 500 | 85 ~ 264 | 15 | 3000 VAC | Active |
TBF500US48 | 500 | 85 ~ 264 | 48 | 3000 VAC | Active |
TBF500US12 | 500 | 85 ~ 264 | 12 | 3000 VAC | Active |
TBF500US28 | 500 | 85 ~ 264 | 28 | 3000 VAC | Active |
FAQs
für TBF500 Serie AC/DC-Netzteile
Wählen Sie das Modell so aus, dass Nennspannung, Dauerstrom und zulässige kapazitive Last zur nachgeschalteten Anwendung passen. Das 12V-Modell liefert 42A, während die Varianten mit 15V, 24V, 28V, 48V und 54V jeweils 33,5A, 21A, 18A, 10,5A bzw. 9,4A bereitstellen. Die maximal zulässige kapazitive Last sinkt von 20.000µF beim 12V-Modell auf 820µF beim 54V-Modell. Außerdem muss die Last innerhalb der thermischen Derating-Grenzen bleiben und darf nicht allein anhand des Stroms bewertet werden. Vor der Festlegung der benötigten Spannungsvariante sollten Entwickler Anlaufstrombedarf, Leitungsverluste und transiente Lasten prüfen.
Die Nennleistung von 500 W gilt für den Betrieb mit Kontaktkühlung bei 230 VAC. Daher muss die Aluminium-Grundplatte einen wirksamen thermischen Pfad zum Gehäuse oder zu einem geeigneten Kühlkörper haben. Der zulässige Temperaturbereich der Grundplatte liegt mit Derating zwischen −40 °C und +105 °C, und die Kennlinie zeigt, dass die verfügbare Leistung in der Nähe der oberen Temperaturgrenze abnimmt. Auch im unteren Bereich des Eingangsspannungsbereichs von 85–264 VAC ist ein Derating erforderlich. Die Vergussausführung des Moduls ersetzt nicht die Prüfung der thermischen Leistung unter den tatsächlichen Luftstrom-, Einbau- und Umgebungsbedingungen. Deshalb sollte die Temperatur der Grundplatte bei der Qualifizierung am vorgesehenen Testpunkt gemessen werden.
Für den korrekten Betrieb sind eine externe Sicherung, Zwischenkreiskapazität und ein Thermosicherungswiderstand erforderlich, da diese Elemente nicht vollständig im Modul integriert sind. Zum Eingangsschutz ist eine träge Sicherung T10A/250VAC vorgesehen, während für die Zwischenkreiskondensatoren eine Mindestspannungsfestigkeit von 450VDC und eine zulässige Gesamtkapazität von 660–2.200µF gelten. Ein Widerstand muss zwischen den Pins für Einschaltstrombegrenzung und positiven Zwischenkreis angeschlossen werden; andernfalls ist ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht sichergestellt. Empfohlen wird ein übertemperaturgeschützter Widerstand mit 4,7–22Ω und 5–10W; in der typischen Schaltung werden 12Ω, 130°C und 5W verwendet. Zudem muss das angegebene externe EMV-Netzwerk integriert werden, wenn die spezifizierten Emissionswerte erreicht werden sollen.
Remote Sensing sollte direkt an der Last angeschlossen werden, wenn der Leitungswiderstand sonst zu einem unzulässigen Spannungsabfall führen würde. Die Sense-Leitungen sollten kurz sein, dicht beieinander verlegt werden und bei Verwendung von Drähten als verdrilltes oder geschirmtes Adernpaar ausgeführt sein. Wenn kein Remote Sensing benötigt wird, muss jeder Sense-Pin direkt mit dem entsprechenden Ausgangsanschluss verbunden werden. Standardmodelle erlauben eine Einstellung von −10 % bis +10 %, während Versionen mit Stromaufteilung auf ±5 % begrenzt sind; die Sense-Korrektur ist in diesen Gesamtgrenzen bereits enthalten. Das bedeutet, dass Trim-Einstellung und erwarteter Leitungsverlust gemeinsam berücksichtigt werden müssen, damit der Ausgang seinen zulässigen Einstellbereich nicht überschreitet.
Ja, allerdings setzt die aktive Stromaufteilung Modelle mit dem Suffix -S voraus, und es dürfen maximal drei Module parallelgeschaltet werden. Jedes Modul sollte mit höchstens 85 % seiner Nennleistung von 500W betrieben werden, was einer praxisgerechten Auslegungsgrenze von 425W pro Einheit bzw. 1.275W bei drei Modulen entspricht. Die Ausgangsleitungen von jedem Modul zur Last sollten möglichst den gleichen Widerstand aufweisen, und jede Einheit benötigt ihren eigenen Zwischenkreiskondensator sowie einen Thermosicherungswiderstand. Die angegebene Droop-Rate beträgt 4 %, bei einer Stromaufteilungsgenauigkeit von 20 % unter Volllast. Wird die Hauptlast erst zugeschaltet, nachdem alle Module ihre Ausgangsspannung aufgebaut haben, lässt sich vermeiden, dass das zuerst startende Modul in den Überlastschutz geht.
Der Überlastschutz arbeitet bei etwa 145 % des maximalen Nennausgangsstroms im Hiccup-Modus. Auch ein anhaltender Kurzschluss führt zu einem zyklischen Verhalten mit automatischer Wiederanlauf-Funktion, sodass das Modul nach Beseitigung des Fehlers neu startet. Der Ausgangs-Überspannungsschutz arbeitet anders: Er spricht zwischen 115 % und 135 % der Nennspannung an und schaltet das Modul verriegelnd ab. Der Übertemperaturschutz nutzt einen internen Thermistor mit einer Ansprechschwelle von 115 °C und Hiccup-Verhalten. Die Systemsteuerlogik sollte diese unterschiedlichen Rücksetzmechanismen berücksichtigen, insbesondere wenn bei einem verriegelnden Überspannungsereignis die Eingangsspannung abgeschaltet werden muss, bevor der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann.
Zu den aufgeführten Normen gehören EN 50155, EN 45545-2 und der Sicherheitsrahmen IEC/EN/UL 62368-1 sowie die Bahn-EMV-Anforderungen nach EN 50121-3-2 und EN 50121-4. Für die mechanischen Prüfungen wird auf EN 61373 für Schock und Vibration sowie auf die Umgebungsprüfverfahren nach MIL-STD-810F verwiesen. Die Einhaltung der leitungsgebundenen Emissionen nach Klasse B und der gestrahlten Emissionen nach Klasse A setzt voraus, dass die angegebenen externen Filterkomponenten installiert und die empfohlenen Layoutvorgaben eingehalten werden. Zur Unterstützung der EMI-Kontrolle kann die Grundplatte über die M3-Montagebohrungen mit Funktionserde verbunden werden. Für das Endgerät sind dennoch Systemtests erforderlich, da Gehäuseaufbau, Erdung, Kabelführung und Lastverhalten die Konformitätsergebnisse beeinflussen können.







