LCA Serie rauscharme Strom-/Transimpedanzverstärker
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Die Transimpedanzverstärkermodule der LCA-Serie sind für präzise Strommessungen ausgelegt, bei denen Rauschen, Verstärkung und Messgeschwindigkeit sorgfältig aufeinander abgestimmt werden müssen. Vierzehn Varianten decken Anwendungen von Niederfrequenzmessungen bis hin zu Signalen mit Bandbreiten von 400 kHz ab. Typische Einsatzbereiche sind das Auslesen von Photodioden und Photomultipliern, die Spektroskopie, Ionisationsdetektoren, die Rastertunnelmikroskopie, ladungsempfindliche Detektorsysteme sowie die Vorverstärkung für Lock-in-Verstärker. Die Modellauswahl richtet sich nach dem erwarteten Strombereich, der erforderlichen Signalbandbreite, der Detektorkapazität und dem zulässigen Eingangsrauschen.
Die meisten Varianten bieten einen festen Transimpedanzwert, während der LCA-2-10T zwei wählbare Verstärkungen und drei Tiefpassfilter-Einstellungen bereitstellt. Dank des kompakten Modulformats kann der Verstärker nahe am Detektor installiert werden. Dadurch bleibt der unverstärkte Signalweg kurz und die Anfälligkeit für externe Störungen sinkt. BNC-Signalanschlüsse, ein einstellbarer Offset-Abgleich, ein symmetrischer Versorgungsspannungseingang und ein EMI-geschirmtes Gehäuse erleichtern die Integration in Labor- und industrielle Messsysteme.

Eigenschaften
- Transimpedanz von 10^7 bis 10^13 V/A: Unterstützt Messungen von Signalen im Mikroampere-Bereich bis hin zu Femtoampere-Strömen.
- Bandbreiten von DC bis 400 kHz: Ermöglichen es, die Ansprechgeschwindigkeit an die Messaufgabe anzupassen.
- Eingangsrauschen bis hinunter zu 0,18 fA/√Hz: Unterstützt die Erkennung sehr kleiner Stromänderungen in Niederfrequenzanwendungen.
- Stabiles Verhalten bei Detektorkapazität: Hält die angegebene Bandbreite bei Kapazitäten bis 10 nF aufrecht, beziehungsweise bis 1 nF beim 400-kHz-Modell.
- Verstärkungsflachheit von ±0,1 dB: Sorgt für eine konsistente Strom-Spannungs-Umwandlung über den Durchlassbereich von Varianten mit fester Bandbreite.
- Einstellbare Eingangsoffsetkompensation: Ermöglicht es, Detektor-Hintergrundstrom und Systemoffset vor der Messung abzugleichen.
- Ausgangsbereich von ±10 V: Bietet einen praxisgerechten Signalpegel für Oszilloskope, Datenerfassungskarten und Lock-in-Verstärker.
- Ausgangsimpedanz von 50 Ω: Unterstützt eine stabile Verbindung zu gängigen Laborgeräten bei Verwendung der spezifizierten hochohmigen Last.
- Kurzschlussgeschützter Ausgang: Schützt die Ausgangsstufe bei Anschluss und Systemintegration.
- EMI-geschirmtes Metallgehäuse: Begrenzt die Einkopplung von Störungen in empfindliche Niedrigstrommessungen.
- BNC-Ein- und Ausgangsanschlüsse: Vereinfachen den Anschluss an Detektoren und Messequipment.
- Kompaktes Vorverstärkerformat: Ermöglicht die Platzierung nahe an der Signalquelle und verkürzt den empfindlichen Eingangspfad.
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für LCA Serie rauscharme Strom-/Transimpedanzverstärker
Verfügbare Modellvariationen
Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen
Technische Daten der Serie
| Parameter | Spezifikation |
|---|---|
Anzahl der Varianten | 14 |
Verstärkungskonfiguration | Modellabhängig festgelegt; der LCA-2-10T bietet zwei wählbare Verstärkungen |
Transimpedanzbereich | 1 × 10^7 bis 1 × 10^13 V/A |
Verstärkungsgenauigkeit | ±1 % für die Varianten LCA-30 bis LCA-400K; ±2 % für LCA-2-10T |
Untere Grenzfrequenz | DC |
Obere Grenzfrequenz | 0,1 Hz bis 400 kHz, je nach Modell und Filtereinstellung |
Filtereinstellungen des LCA-2-10T | 2 Hz, 0,3 Hz und 0,1 Hz |
Verstärkungslinearität | ±0,1 dB für die Varianten LCA-30 bis LCA-400K |
Äquivalenter Eingangsrauschstrom | 0,18 bis 65 fA/√Hz, je nach Modell und Testfrequenz |
Äquivalente Eingangsrauschspannung | 5 bis 90 nV/√Hz für die Varianten LCA-30 bis LCA-400K, je nach Modell und Testfrequenz |
Anstiegs- und Abfallzeit | 1 µs bis 5 s, je nach Modell und Filtereinstellung |
Eingangsbiasstrom | typisch 20 fA und maximal 30 fA für Varianten bis 200 Hz; typisch 2 pA ab 1 kHz |
Driftfaktor des Eingangsbiasstroms | Modellabhängig; 1,7 bis 2,3 pro 10 K, beim LCA-2-10T 2 pro 10 °C |
Bereich der Offsetkompensation | ±50 fA bis ±300 nA, über Trimmer einstellbar |
Maximaler linearer Eingangsstrom | ±1 pA bis ±1 µA, je nach Verstärkung und Modell |
Eingangsoffsetspannung | Weniger als 0,5 mV für Varianten bis 200 Hz; weniger als 1 mV ab 1 kHz |
DC-Eingangsimpedanz | 1 kΩ virtuell parallel zu 5 pF bis 200 Hz; 50 Ω virtuell parallel zu 5 pF ab 1 kHz |
Detektorkapazität | Angegebene Bandbreite und Frequenzgang bleiben bis 10 nF erhalten; bis 1 nF für LCA-400K-10M |
Ausgangsspannung | ±10 V bei der erforderlichen Last |
Erforderliche Ausgangslast | Größer als 10 kΩ für Standardvarianten; mindestens 1 MΩ für LCA-2-10T |
Ausgangsimpedanz | 50 Ω |
Maximaler linearer Ausgangsstrom | ±10 mA |
Ausgangsschutz | Kurzschlussgeschützt |
Versorgungsspannung | ±15 V DC |
Typischer Versorgungsstrom | ±15 bis ±45 mA, je nach Modell |
Maximal zulässige Versorgungsspannung | ±20 V für LCA-2-10T; ±22 V für andere Varianten |
Maximal zulässige Eingangsspannung | ±5 bis ±10 V, je nach Modell |
Transientenschutz des LCA-2-10T am Eingang | ±2 kV Human-Body-Modell |
Betriebstemperatur | 0 bis +60 °C |
Lagertemperatur | −40 bis +100 °C |
Gehäusematerial | vernickeltes AlMg4.5Mn |
Gewicht | 210 g |
Signalanschlüsse | BNC-Eingang und BNC-Ausgang |
Stromversorgungsanschluss | LEMO Serie 1S, fest montierte dreipolige Buchse |
Pinbelegung des Stromversorgungsanschlusses | Pin 1: +15 V; Pin 2: −15 V; Pin 3: Masse |
Variantenvergleich
| Spezifikation | LCA-2-10T | LCA-30-1T | LCA-30-200G | LCA-200-100G | LCA-200-10G | LCA-1K-5G | LCA-2K-2G | LCA-4K-1G | LCA-10K-500M | LCA-20K-200M | LCA-40K-100M | LCA-100K-50M | LCA-200K-20M | LCA-400K-10M |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Bandbreite ab DC | 2 Hz* | 30 Hz | 30 Hz | 200 Hz | 200 Hz | 1 kHz | 2 kHz | 4 kHz | 10 kHz | 20 kHz | 40 kHz | 100 kHz | 200 kHz | 400 kHz |
Eingangsrauschstrom | 0,18 fA/√Hz | 0,5 fA/√Hz | 0,5 fA/√Hz | 1,5 fA/√Hz | 1,5 fA/√Hz | 3 fA/√Hz | 4,5 fA/√Hz | 6,5 fA/√Hz | 10 fA/√Hz | 14 fA/√Hz | 19 fA/√Hz | 30 fA/√Hz | 40 fA/√Hz | 65 fA/√Hz |
Transimpedanz | 1 × 10^12 oder 1 × 10^13 V/A | 1 × 10^12 V/A | 2 × 10^11 V/A | 1 × 10^11 V/A | 1 × 10^10 V/A | 5 × 10^9 V/A | 2 × 10^9 V/A | 1 × 10^9 V/A | 5 × 10^8 V/A | 2 × 10^8 V/A | 1 × 10^8 V/A | 5 × 10^7 V/A | 2 × 10^7 V/A | 1 × 10^7 V/A |
Anstiegs- und Abfallzeit | 200 ms* | 12 ms | 12 ms | 2 ms | 2 ms | 400 µs | 200 µs | 100 µs | 40 µs | 20 µs | 10 µs | 4 µs | 2 µs | 1 µs |
*Für den Vergleich wurde die 2-Hz-Einstellung des LCA-2-10T verwendet. Dieses Modell bietet außerdem 0,3-Hz- und 0,1-Hz-Einstellungen mit entsprechenden Anstiegs- und Abfallzeiten von 1 s bzw. 5 s.
FAQs
für LCA Serie rauscharme Strom-/Transimpedanzverstärker
Gehen Sie zunächst vom maximal zu erwartenden Detektorstrom und der erforderlichen Signalbandbreite aus. Wählen Sie dann eine ausreichend hohe Transimpedanz, damit sich der Eingangsbereich des Erfassungsgeräts ohne Clipping nutzen lässt. Das Spektrum reicht von 1 × 10^13 V/A im Niederfrequenzbereich bis 1 × 10^7 V/A bei 400 kHz, sodass Verstärkung und Messgeschwindigkeit bei den verfügbaren Modellen in direktem Zusammenhang stehen. Der maximale lineare Eingangsstrom reicht von ±1 pA bei der höchsten Verstärkung des LCA-2-10T bis ±1 µA beim LCA-400K-10M. Berücksichtigen Sie dabei ausreichend Reserve für Dunkelstrom des Detektors, DC-Hintergrund, Offset und transiente Spitzen. In der Praxis liefert meist das langsamste Modell, das die erforderliche Signaldynamik noch überträgt, das niedrigere Eingangsrauschen und die höhere Umsetzungsverstärkung.
Die angegebene Bandbreite und der Frequenzgang bleiben bei einer Detektorkapazität von bis zu 10 nF für alle Varianten erhalten, mit Ausnahme des LCA-400K-10M, der bis 1 nF spezifiziert ist. Das reduziert den Bedarf an externer Frequenzkompensation und hilft, eine Verstärkungsüberhöhung beim Einsatz kapazitiver Detektoren zu vermeiden. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kabelkapazität vernachlässigt werden kann, denn das Spannungsrauschen des Verstärkers kann über die kombinierte Detektor- und Kabelkapazität weiterhin in frequenzabhängiges Eingangsstromrauschen umgewandelt werden. Halten Sie das Kabel zwischen Detektor und Eingang daher nach Möglichkeit kurz. Bei Leitungslängen von mehr als einem Meter in einer mechanisch stabilen Installation kann ein kapazitätsarmes Kabel helfen, diesen zusätzlichen Rauschanteil zu begrenzen.
Der LCA-2-10T ist nicht auf eine feste Transimpedanz beschränkt, sondern bietet wählbare Verstärkungen von 1 × 10^12 und 1 × 10^13 V/A. Zusätzlich stehen Tiefpasseinstellungen von 2 Hz, 0,3 Hz und 0,1 Hz zur Verfügung, entsprechend Anstiegs- und Abfallzeiten von 0,2 s, 1 s und 5 s. Das äquivalente Eingangsrauschen beträgt 0,18 fA/√Hz bei 0,2 Hz, während der maximale lineare Eingang bei ±10 pA bei 10^12 V/A bzw. ±1 pA bei 10^13 V/A liegt. Am Ausgang ist eine Last von mindestens 1 MΩ erforderlich. Diese Variante eignet sich daher für sehr kleine Gleichströme oder langsam veränderliche Ströme, bei denen Empfindlichkeit wichtiger ist als Reaktionsgeschwindigkeit.
Der Ausgang stellt einen Signalbereich von ±10 V bei einer Quellenimpedanz von 50 Ω und einem maximalen linearen Ausgangsstrom von ±10 mA bereit. Standardvarianten benötigen eine angeschlossene Last von mehr als 10 kΩ, während der LCA-2-10T mindestens 1 MΩ erfordert. Ein 50-Ω-Abschluss würde die Ausgangsspannung verringern und läge außerhalb der angegebenen Betriebsbedingungen. Deshalb sollte das angeschlossene Messgerät in der Regel auf hochohmigen Eingangsbetrieb eingestellt werden. Konfigurieren Sie den ADC- oder Oszilloskopbereich so, dass sowohl die Signalpolarität als auch ein verbleibender DC-Offset erfasst werden können. Ein gut geschirmtes Ausgangskabel kann außerdem dazu beitragen, elektromagnetische Störungen vom nachgeschalteten Erfassungssystem fernzuhalten.
Eingangsruhestrom, Dunkelstrom des Detektors und externe Leckströme müssen vollständig in das DC-Fehler- und Übersteuerungsbudget einbezogen werden. Varianten mit Bandbreiten bis 200 Hz spezifizieren einen typischen Eingangsruhestrom von 20 fA und maximal 30 fA, während Modelle ab 1 kHz typisch 2 pA aufweisen. Der Bereich der einstellbaren Offsetkompensation variiert je nach Modell von ±50 fA bis ±300 nA. Die Justierung sollte nach der thermischen Stabilisierung erfolgen, wobei der vorgesehene Detektor, die Verkabelung und die Erdungsanordnung angeschlossen sein müssen. Nähert sich der Hintergrundstrom dem maximalen linearen Eingangsstrom des Modells, sollte eine niedrigere Transimpedanz gewählt werden, anstatt sich auf die Offsetkompensation zu verlassen, um Übersteuerungsreserve zurückzugewinnen.
Der photovoltaische Betrieb ist sinnvoll, wenn ein niedriger Dunkelstrom Priorität hat und nur eine moderate Ansprechgeschwindigkeit erforderlich ist. Beim photoleitenden Betrieb wird der Detektor mit einer Sperrvorspannung betrieben, was die Detektorkapazität verringern kann. Dadurch eignet sich dieser Modus für Anwendungen, die eine schnellere Reaktion erfordern und bei denen zusätzlicher Dunkelstrom tolerierbar ist. Die dargestellte Anordnung mit vorgespanntem Detektor verwendet einen zusätzlichen keramischen Bypass-Kondensator von etwa 100 nF in Detektornähe. Rauschen der Vorspannungsquelle, Isolationsleckströme und Erdung werden bei Messungen von Picoampere- oder Femtoampere-Strömen zunehmend wichtiger. Die endgültige Wahl sollte daher anhand der gewählten Verstärkerbandbreite, der Detektorkapazität und des zulässigen DC-Hintergrundstroms überprüft werden.
Alle Varianten werden mit einer DC-Versorgung von ±15 V betrieben, die über eine dreipolige LEMO-Buchse angeschlossen wird. Dabei ist Pin 1 +15 V, Pin 2 −15 V und Pin 3 Masse zugeordnet. Je nach Variante liegt der typische Versorgungsstrom zwischen ±15 mA und ±45 mA, daher sollte das Netzteil mit ausreichender Reserve ausgelegt sein. Für den LCA-2-10T ist ausdrücklich eine Versorgung mit mindestens ±50 mA erforderlich. Der Betriebstemperaturbereich reicht von 0 bis +60 °C, die Lagertemperatur von −40 bis +100 °C. Eine saubere symmetrische Versorgung und eine gezielt ausgelegte Erdung sind wichtig, da Störungen auf der Versorgung oder Erdschleifen das gemessene Signal mit niedrigem Pegel überdecken können.
Ein rauscharme Eingangsleitung ist zu bevorzugen, wenn sich das Kabel bewegen kann oder Vibrationen ausgesetzt ist, da triboelektrische Ladungen in herkömmlichen Koaxialkabeln Stromimpulse im Picoampere- oder Nanoampere-Bereich erzeugen können. Wenn die Eingangsleitung länger als ein Meter sein muss und die Installation mechanisch ruhig ist, kann ein kapazitätsarmes Kabel kapazitiv eingekoppeltes Rauschen reduzieren. Die Verbindung zwischen Quelle und Verstärker sollte dennoch so kurz wie möglich gehalten werden, da das Modul für die Platzierung nahe am Detektor ausgelegt ist. Für den Ausgang eignet sich ein geschirmtes 50-Ω-HF-Kabel, das hilft, elektromagnetische Einstreuungen zu begrenzen. Die Kabelimpedanz von 50 Ω bedeutet jedoch nicht, dass am Verstärkerausgang ein 50-Ω-Abschluss verwendet werden sollte.






