HVA Breitband-Spannungsverstärker

Die HVA Serie umfasst Breitband-Spannungsverstärker zum Messen und Aufzeichnen kleiner, sich schnell ändernder Spannungssignale. Sie ist für den Einsatz vor Oszilloskopen, Transientenrekordern und anderen 50-Ω-Messgeräten ausgelegt. Fünf Varianten decken obere Grenzfrequenzen von 10, 200 und 500 MHz ab. Das 10-MHz-Paar bietet schaltbare Verstärkungen von 40 und 60 dB, während das 200-MHz-Paar Einstellungen mit 20 und 40 dB bereitstellt. Das 500-MHz-Modell arbeitet mit einer festen Verstärkung von 20 dB und bietet echte DC-Kopplung für Puls- und Digitalsignalmessungen. Entwickler können zwischen 50-Ω-Bipolareingängen für impedanzangepasste, rauscharme Signalketten und 1-MΩ-FET-Eingängen wählen, wenn eine geringere Belastung der Signalquelle und niedrige Bias-Ströme erforderlich sind.

Der einstellbare Ausgangsoffset erleichtert die Ausrichtung der Basislinie und hilft, den verfügbaren Ausgangsbereich zu erhalten. Typische Anwendungen sind die Verstärkung von Signalen aus Photomultipliern und Mikrokanalplatten, die Verstärkung von Signalen optischer Empfänger sowie zeitaufgelöste Puls- oder Transientenmessungen.

HVA Breitband-Spannungsverstärker

Eigenschaften

  • Bandbreitenoptionen mit 10, 200 und 500 MHz: Stimmen Sie die Verstärkerbandbreite auf das Signal ab, ohne unnötiges Breitbandrauschen einzubringen.
  • Verstärkungseinstellungen von 20 bis 60 dB: Unterstützen Spannungsverstärkungen von ×10 bis ×1.000 für Signale mit unterschiedlichen Amplitudenpegeln.
  • Varianten mit 50-Ω-Bipolareingang: Bieten Impedanzanpassung und Eingangs-Spannungsrauschen von nur 0,9 nV/√Hz.
  • Varianten mit 1-MΩ-FET-Eingang: Reduzieren die Belastung hochohmiger Quellen und bieten Eingangsbiasströme bis hinunter zu 2 pA.
  • Echte DC-Kopplung über die gesamte Produktreihe: Erhält Pulsbasislinien, lange Transienten und digitale Signalpegel.
  • Umschaltbare AC-/DC-Kopplung bei den 10- und 200-MHz-Modellen: Unterdrückt bei Bedarf niederfrequente oder DC-Anteile.
  • Konstante Bandbreite zwischen umschaltbaren Verstärkungseinstellungen: Erhält das Zeitverhalten des Verstärkers beim Umschalten der Verstärkung.
  • Einstellbarer Ausgangsoffset: Positioniert die Basislinie und steuert den verfügbaren Ausgangshub.
  • 50-Ω-Ausgang mit Kurzschlussschutz: Unterstützt den direkten Anschluss an impedanzangepasste Messgeräte.
  • BNC-Signalanschlüsse: Vereinfachen die Integration in gängige Labor- und Testgeräte.
  • Verstärkungsgenauigkeit von ±0,2 dB: Sorgt bei allen fünf Varianten für eine vorhersagbare Spannungsskalierung.

Downloads

für HVA Breitband-Spannungsverstärker

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HVA-10M-60-B 10 MHz Low-Noise Voltage Amplifier Datasheet
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HVA-10M-60-F 10 MHz High-Input-Impedance Voltage Amplifier Datasheet
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HVA-200M-40-B 200 MHz Low-Noise Voltage Amplifier Datasheet
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HVA-200M-40-F 200 MHz High-Input-Impedance Voltage Amplifier Datasheet
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HVA-500M-20-B True DC-Coupled 500 MHz Voltage Amplifier Datasheet
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Technische Daten der Produktreihe

SpezifikationDetails zur Produktreihe

Produkttyp

Breitband-Spannungsverstärker

Verfügbare Modelle

HVA-10M-60-B, HVA-10M-60-F, HVA-200M-40-B, HVA-200M-40-F, HVA-500M-20-B

Testbedingungen

±15-V-Versorgung, 25 °C Umgebungstemperatur

Obere Grenzfrequenzen

10 MHz, 200 MHz oder 500 MHz

Untere Grenzfrequenz

DC bei jedem Modell; umschaltbar auf 1 kHz bei 10- und 200-MHz-Modellen mit B-Eingang bzw. 1 Hz bei 10- und 200-MHz-Modellen mit F-Eingang

Verstärkungsoptionen

20, 40 oder 60 dB; entsprechend ×10, ×100 oder ×1.000

Verstärkungsgenauigkeit

±0,2 dB

Eingangsstufenoptionen

50-Ω-Bipolareingang oder 1-MΩ-FET-Eingang

Eingangsspannungsrauschen

0,9 bis 5,5 nV/√Hz, abhängig von Modell und Verstärkungseinstellung

Drift der Eingangsspannung

1 bis 10 µV/°C, abhängig vom Modell

Absoluter Maximalwert der Eingangsspannung

±5 V

Transientenfestigkeit des F-Eingangs

200 V aus einer 200-pF-Quelle

Ausgangsimpedanz

50 Ω; eine 50-Ω-Last wird empfohlen

Linearer Ausgangsspannungsbereich

±3,5 V für 10-MHz-Modelle; ±1 V für 200- und 500-MHz-Modelle, gemessen an einer 50-Ω-Last

Maximaler Ausgangsstrom

60 oder 100 mA, abhängig vom Modell

Einstellung des Ausgangsoffsets

±500 mV für 10-MHz-Modelle; ±100 mV für 200- und 500-MHz-Modelle

Ausgangsschutz

Kurzschlussgeschützt

Versorgungsspannung

±15 V DC

Empfohlene Versorgungskapazität

Mindestens ±150 mA

Maximale Versorgungsspannung (Grenzwert)

±20 V

Betriebstemperatur

0 bis +60 °C

Lagertemperatur

−40 bis +100 °C

Signalanschlüsse

BNC-Eingang und BNC-Ausgang

Stromanschluss

Fest montierte 3-polige Strombuchse; passender Steck­verbinder im Lieferumfang enthalten

Gehäusegewicht

200 g

Gehäusematerial

Vernickeltes AlMg4.5Mn

Optionales Netzteil

PS-15

Variantenvergleich

SpezifikationHVA-10M-60-BHVA-10M-60-FHVA-200M-40-BHVA-200M-40-FHVA-500M-20-B

Untere Grenzfrequenz

DC oder 1 kHz

DC oder 1 Hz

DC oder 1 kHz

DC oder 1 Hz

DC

Obere Grenzfrequenz

10 MHz

10 MHz

200 MHz

200 MHz

500 MHz ±10 %

Verstärkung

40 oder 60 dB

40 oder 60 dB

20 oder 40 dB

20 oder 40 dB

20 dB

Anstiegs-/Abfallzeit, 10–90 %

35 ns

35 ns

1,8 ns

1,8 ns

750 ps

Eingangsimpedanz

50 Ω parallel zu 12 pF

1 MΩ parallel zu 15 pF

50 Ω parallel zu 12 pF

1 MΩ parallel zu 15 pF

50 Ω parallel zu 3 pF

Eingangsspannungsrauschen

0,9 nV/√Hz bei 60 dB; 1,8 nV/√Hz bei 40 dB, gemessen bei 2 MHz

4,7 nV/√Hz bei 2 MHz

1,2 nV/√Hz bei 40 dB; 3,5 nV/√Hz bei 20 dB, gemessen bei 50 MHz

4,5 nV/√Hz bei 40 dB; 5,5 nV/√Hz bei 20 dB, gemessen bei 50 MHz

3,0 nV/√Hz bei 200 MHz

Integriertes Eingangsrauschen, Spitze-Spitze

20 µV bei 60 dB; 50 µV bei 40 dB

100 µV

150 µV bei 40 dB; 400 µV bei 20 dB

450 µV bei 40 dB; 600 µV bei 20 dB

0,5 mV

Eingangsbiasstrom

18 µA

2 pA

20 µA

10 pA

typisch 15 µA

Eingangsoffsetspannung

typisch 500 µV

maximal 250 µV

typisch 500 µV

typisch 500 µV

typisch 1 mV

Drift der Eingangsspannung

1 µV/°C

2 µV/°C

1 µV/°C

5 µV/°C

10 µV/°C

Linearer Ausgangsspannungsbereich an 50 Ω

±3,5 V

±3,5 V

±1 V

±1 V

±1 V

Maximaler Ausgangsstrom

100 mA

100 mA

60 mA

60 mA

100 mA

Einstellbereich des Ausgangsoffset-Trimmers

±500 mV

±500 mV

±100 mV

±100 mV

±100 mV

Anstiegsrate an 50 Ω

500 V/µs

500 V/µs

500 V/µs bei 20 dB; 1.000 V/µs bei 40 dB

600 V/µs bei 20 dB; 1.100 V/µs bei 40 dB

2.600 V/µs

Typischer Versorgungsstrom

±70 mA

±70 mA

±70 mA

±70 mA

±40 mA

Zusätzliche Bewertung für transiente Eingangssignale

200 V aus einer 200 pF-Quelle

200 V aus einer 200 pF-Quelle

FAQs

für HVA Breitband-Spannungsverstärker

Wählen Sie das schmalbandigste Modell, das die höchste Frequenz und Flankensteilheit noch durchlässt, die für die Messung erhalten bleiben müssen. Die 10-MHz-Varianten haben eine Anstiegs-/Abfallzeit von 35 ns und eignen sich für langsamere Pulse, Detektorausgänge und Transientenmessungen, die keine Bandbreite im Bereich mehrerer hundert Megahertz erfordern. Die 200-MHz-Modelle reduzieren die Anstiegs-/Abfallzeit auf 1,8 ns, während der HVA-500M-20-B eine obere Grenzfrequenz von 500 MHz und eine Anstiegs-/Abfallzeit von 750 ps bietet. Wer 500 MHz wählt, obwohl 10 MHz ausreichen, setzt die Messkette zusätzlichem Breitbandrauschen aus. In der Praxis sollten Sie benötigte Anstiegszeit, Signalharmonische und Instrumentenbandbreite vergleichen und dann eine passende Reserve einplanen, statt automatisch das breitbandigste Modell zu wählen.

Wählen Sie ein Modell mit B-Eingang für impedanzangepasste 50-Ω-Systeme und ein Modell mit F-Eingang, wenn die Signalquelle nicht stark belastet werden darf. Die B-Varianten bieten geringere Spannungsrauschdichten, darunter 0,9 nV/√Hz beim 10-MHz-Modell mit 60 dB und 1,2 nV/√Hz beim 200-MHz-Modell mit 40 dB. Die F-Varianten haben einen 1-MΩ-Eingang und deutlich niedrigere Eingangsbiasströme von 2 pA bzw. 10 pA, ihre Spannungsrauschdichten liegen jedoch höher, nämlich bei 4,7 bzw. 4,5 nV/√Hz. Zusätzlich sind sie für transiente Eingangssignale bis 200 V ausgelegt, wenn das transiente Signal aus einer 200-pF-Quelle stammt. Die richtige Wahl hängt daher von Quellenimpedanz, zulässiger Belastung, Empfindlichkeit gegenüber Biasstrom und der geforderten Rauschperformance ab.

Verwenden Sie DC-Kopplung, wenn der absolute Signalpegel, die Pulsbasislinie oder niederfrequente Signalanteile erhalten bleiben müssen. Die 10- und 200-MHz-Modelle lassen sich außerdem auf AC-Kopplung umschalten, mit einer unteren Grenzfrequenz von 1 kHz bei den Versionen mit B-Eingang und 1 Hz bei den Versionen mit F-Eingang. AC-Kopplung kann einen konstanten DC-Anteil entfernen, kann aber zu Basislinienverschiebungen oder Pulsunterschwingen führen, wenn das Signal lange Pulse oder wechselnde digitale Muster enthält. Das 500-MHz-Modell ist ausschließlich DC-gekoppelt und unterstützt damit Flankenmessungen im Subnanosekundenbereich ohne Hochpassverhalten durch AC-Kopplung. Der einstellbare Ausgangsoffset sollte genutzt werden, um die Basislinie zu positionieren und gleichzeitig ausreichend Aussteuerungsreserve am Ausgang für die erwartete Signalauslenkung zu erhalten.

Ja, die Verstärker verfügen über einen 50-Ω-Ausgang und sind für den Betrieb an einer 50-Ω-Last ausgelegt, um die spezifizierte Leistung zu erreichen. Die 10-MHz-Modelle bieten an 50 Ω einen linearen Ausgangsbereich von ±3,5 V, die 200- und 500-MHz-Modelle dagegen ±1 V. Der maximale Ausgangsstrom beträgt 100 mA bei den 10- und 500-MHz-Versionen und 60 mA bei den 200-MHz-Versionen. Ein korrekt abgeschlossener 50-Ω-Koaxial-Signalweg reduziert außerdem Reflexionen bei der Messung schneller Flanken und kurzer Pulse. Das Oszilloskop kann seinen internen 50-Ω-Abschluss oder einen geeigneten externen Abschlusswiderstand verwenden, die resultierende Last und Signalamplitude sollten jedoch vor dem Anschluss geprüft werden.

Die ungefähre Eingangsgrenze lässt sich abschätzen, indem der lineare Ausgangsbereich durch die gewählte Spannungsverstärkung geteilt wird. Bei einem 10-MHz-Modell liegen die nominalen Grenzwerte auf Basis des Ausgangsbereichs von ±3,5 V bei etwa ±35 mV bei 40 dB Verstärkung und ±3,5 mV bei 60 dB Verstärkung. Bei den 200-MHz-Varianten ergeben sich aufgrund ihres Ausgangsbereichs von ±1 V ungefähr ±100 mV bei 20 dB und ±10 mV bei 40 dB. Beim 500-MHz-Modell ergeben sich bei der festen Verstärkung von 20 dB ebenfalls ungefähr ±100 mV. Diese berechneten Werte sind ideale Grenzwerte; in der Praxis sollte das Design daher Reserve für Eingangsoffset, DC-Signalanteile, Rauschen, Überschwingen und die Einstellung des Ausgangsoffsets vorsehen.

Jedes Modell benötigt eine geregelte bipolare Versorgung von ±15 V über einen 3-poligen Stromanschluss. Pin 1 führt +15 V, Pin 2 führt −15 V und Pin 3 ist Masse; daher sollten Polarität und Erdung geprüft werden, bevor die Versorgungsspannung angelegt wird. Der typische Strom beträgt bei den 10- und 200-MHz-Modellen ±70 mA und beim 500-MHz-Modell ±40 mA; empfohlen wird jedoch eine Mindestlieferfähigkeit der Versorgung von ±150 mA. Die absolute Maximalangabe von ±20 V ist eine Schutzgrenze und keine alternative Betriebsspannung. Eine rauscharme Versorgung und kurze, sauber geführte Verbindungen helfen dabei, Störungen auf den Versorgungsschienen aus der Kleinsignalmessung fernzuhalten.

Die Eingangs-Spannungsrauschdichte ist für den Vergleich von Frontends nützlich, sollte jedoch nicht losgelöst von Bandbreite, Quellenimpedanz und integriertem Rauschen betrachtet werden. Bei höheren Verstärkungseinstellungen spezifizieren die 10- und 200-MHz-Modelle mit B-Eingang 0,9 nV/√Hz bzw. 1,2 nV/√Hz, während die hochohmigen F-Versionen 4,7 bzw. 4,5 nV/√Hz angeben. Das integrierte Eingangsrauschen steigt von 20 µV Spitze-Spitze beim 10-MHz-B-Modell mit 60 dB auf 150 µV beim 200-MHz-B-Modell mit 40 dB und 0,5 mV beim 500-MHz-Modell. Das zeigt, warum ungenutzte Bandbreite das insgesamt in die Messung eingebrachte Rauschen erhöhen kann. Bei der Modellauswahl sollten daher Bandbreite, Verstärkung, Quellenbelastung und das kleinste noch aufzulösende Signal gegeneinander abgewogen werden.