CT-0155TBP-MB5L-E SFP-Bi-Di-Transceiver mit DDMI, 1310 nm FP/1550 nm PIN, 20 km, 155 Mb/s

Technologie
Optische Transceiver
Partner
Coretek

Der CT-0155TBP-MB5L-E ist ein kompaktes optisches Modul für bidirektionale Verbindungen über Singlemode-Fasern. Es sendet bei nominell 1310 nm und empfängt bei nominell 1550 nm. In Kombination mit einem optischen Gegenstück mit komplementärer Wellenlängenzuordnung können so beide Übertragungsrichtungen eine einzige Faser nutzen. Der NRZ-Datenratenbereich von 125 bis 155 Mb/s unterstützt Fast Ethernet sowie ausgewählte FDDI-, ATM-, SONET-OC-3- und SDH-STM-1-Anwendungen. Typische Einsatzbereiche sind Zugangsgeräte, die optisch-elektrische Schnittstellenwandlung und Glasfaserverbindungen mittlerer Reichweite von bis zu 20 km. Das 3,3-V-Modul entspricht dem SFP MSA und verfügt über einen einzelnen optischen LC-Anschluss. Die digitale Diagnose nach SFF-8472 steht über eine serielle I²C-Schnittstelle zur Überwachung des Moduls durch den Host bereit. Mit einem zulässigen Gehäusetemperaturbereich von −40 °C bis +85 °C im Betrieb eignet sich das Modul für Geräte, die größeren Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.

CT-0155TBP-MB5L-E SFP-Bi-Di-Transceiver mit DDMI, 1310 nm FP/1550 nm PIN, 20 km, 155 Mb/s

Eigenschaften

  • FP-Sender mit 1310 nm und PIN-Empfänger mit 1550 nm: Ermöglicht Senden und Empfangen auf getrennten Wellenlängen über einen einzigen optischen LC-Anschluss.
  • 20 km Reichweite über Singlemode-Faser: Bietet eine Lösung für kompatible optische Verbindungen mittlerer Reichweite.
  • NRZ-Betrieb mit 125 bis 155 Mb/s: Deckt Fast Ethernet sowie ausgewählte FDDI-, ATM-, OC-3- und STM-1-Datenraten ab.
  • Optisches Leistungsbudget von 18 dB im ungünstigsten Fall: Kombiniert eine Einkoppelleistung von −14 bis −8 dBm mit einer Empfängerempfindlichkeit von −32 dBm oder besser, bevor Streckenverluste und Systemreserve berücksichtigt werden.
  • Digitale Diagnose nach SFF-8472: Ermöglicht die Identifikation und den Zugriff auf Diagnosedaten über die I²C-Schnittstelle des Hosts.
  • Einzelner LC-Bi-Di-Anschluss: Ermöglicht das Senden und Empfangen über eine einzige Singlemode-Faser.
  • Betriebsspannung von 3,1 bis 3,5 V: Lässt sich in kompatible 3,3-V-SFP-Host-Schnittstellen integrieren.
  • Gehäusetemperatur im Betrieb von −40 °C bis +85 °C: Eignet sich für Geräte, die für Umgebungen mit erweitertem Temperaturbereich vorgesehen sind.
  • Schnittstelle gemäß SFP MSA: Nutzt das standardmäßige mechanische SFP-Format, die elektrische Schnittstelle und die Pinbelegung.
  • Optische Auslegung der Klasse 1: Unterstützt die Integration gemäß den Lasersicherheitsanforderungen nach EN 60825-1.
  • RoHS-konforme, bleifreie Ausführung: Unterstützt die Einhaltung von Stoffbeschränkungen für elektronische Baugruppen.

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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Technische Daten

KategorieParameterSymbolSpezifikation

Allgemein

Produkttyp

—

Optischer SFP-Bi-Di-Transceiver

Allgemein

Datenrate

—

125 bis 155 Mb/s, NRZ

Allgemein

Übertragungsreichweite

—

20 km

Allgemein

Fasertyp

—

Singlemode-Faser; optische Leistung bezogen auf eine 9/125-µm-Faser

Allgemein

Optischer Steck­verbinder

—

LC-Simplex

Allgemein

Nennversorgungsspannung

VCC

3,3 V

Allgemein

Betriebsspannungsbereich

VCC

3,1 bis 3,5 V

Allgemein

Elektrische Datenschnittstelle

—

Differenziell, AC/AC-gekoppelt

Allgemein

Signalerkennungsausgang

—

TTL

Allgemein

Digitale Diagnose

—

SFF-8472-Schnittstelle über I²C

Umgebungsbedingungen

Gehäusetemperatur im Betrieb

TA

−40 °C bis +85 °C

Absolute Grenzwerte

Lagertemperatur

TS

−40 °C bis +85 °C

Absolute Grenzwerte

Versorgungsspannung

VCC

0 bis 6 V

Absolute Grenzwerte

Dateneingangsspannung

—

0 V bis VCC

Sender

Emittertyp

—

FP-Laserdiode

Sender

Nennwellenlänge

—

1310 nm

Sender

Zentralwellenlänge

λc

1260 nm minimal, 1310 nm typisch, 1360 nm maximal

Sender

Mittlere optische Ausgangsleistung

Po

−14 bis −8 dBm, gemessen an einer 9/125-µm-Singlemode-Faser

Sender

Extinktionsverhältnis

ER

Mindestens 8,2 dB

Sender

Spektrale Breite (RMS)

Δλ

Maximal 4 nm

Sender

Optische Anstiegszeit, 10 % bis 90 %

tr

Maximal 2,0 ns

Sender

Optische Abfallzeit, 10 % bis 90 %

tf

Maximal 2,0 ns

Sender

Augendiagramm des Ausgangssignals

—

IEEE 802.3ah und ITU-T G.957

Empfänger

Detektortyp

—

PIN-Fotodiode

Empfänger

Nennwellenlänge

—

1550 nm

Empfänger

Betriebswellenlänge

λ

1480 bis 1600 nm

Empfänger

Maximale optische Eingangsleistung

Pmax

−3 dBm

Empfänger

Empfindlichkeit

Pmin

−32 dBm oder besser bei 155 Mb/s, einer PRBS der Länge 2²³−1 und einer BER unter 10⁻¹⁰

Empfänger

Optische Rückflussdämpfung

ORL

Mindestens 14 dB

Empfänger

Schwellwert für die Aktivierung der Signalverlustmeldung

PA

−45 dBm

Empfänger

Pegel zum Rücksetzen der Signalverlustmeldung

PD

PA + 0,5 dB bis −31 dBm

Empfänger

Hysterese der Signalverlustmeldung

PD − PA

0,5 bis 4 dB

Elektrische Kenndaten

Stromaufnahme des Senders

ICCT

Maximal 200 mA

Elektrische Kenndaten

Stromaufnahme des Empfängers

ICCR

Maximal 100 mA

Elektrische Kenndaten

Spannungshub am Dateneingang

VID

400 bis 1600 mV

Elektrische Kenndaten

Differenzielle Ausgangsspannung des Empfängers

VOD

0,4 bis 1,3 V

Elektrische Kenndaten

Low-Eingangspegel für TX Disable

VIL

0 bis 0,8 V

Elektrische Kenndaten

High-Eingangspegel für TX Disable

VIH

2,0 V bis VCC

Elektrische Kenndaten

Low-Ausgangspegel für TX Fault

VOL

0 bis 0,8 V

Elektrische Kenndaten

High-Ausgangspegel für TX Fault

VOH

2,0 V bis VCC

Elektrische Kenndaten

Low-Ausgangspegel für RX LOS

VOL

0 bis 0,8 V

Elektrische Kenndaten

High-Ausgangspegel für RX LOS

VOH

2,0 V bis VCC

Elektrische Kenndaten

Low-Pegel für MOD-DEF(1) und MOD-DEF(2)

VIL

−0,6 V bis 0,3 × VCC

Elektrische Kenndaten

High-Pegel an MOD-DEF(1) und MOD-DEF(2)

VIH

0,7 × VCC bis VCC + 0,5 V

Zeitverhalten

Aktivierungszeit von TX Disable

t_off

Maximal 10 µs

Zeitverhalten

Deaktivierungszeit von TX Disable

t_on

Maximal 1 ms

Zeitverhalten

Initialisierungszeit einschließlich Zurücksetzen von TX Fault

t_init

Maximal 300 ms

Zeitverhalten

Zeit vom Auftreten eines Fehlers bis zur Aktivierung von TX Fault

t_fault

Maximal 100 µs

Zeitverhalten

Zeit bis zum Reset-Start über TX Disable

t_reset

Maximal 10 µs

Zeitverhalten

Aktivierungszeit von RX LOS

tA,RX_LOS

Maximal 100 µs

Zeitverhalten

Deaktivierungszeit von RX LOS

tD,RX_LOS

Maximal 100 µs

Standards

SFP-Schnittstelle

—

SFP MSA

Standards

Digitale Diagnoseschnittstelle

—

SFF-8472

Standards

Ethernet-Referenzstandard

—

IEEE 802.3ah 100BASE-BX10-U

Standards

Weitere Protokollreferenzen

—

FDDI PMD und ATM

Normen

Referenz für Zuverlässigkeit

—

Telcordia GR-468-CORE

Normen

Augensicherheit

—

Klasse 1, EN 60825-1

Normen

EMV-Referenzen

—

FCC Klasse B und CENELEC EN 55022 (CISPR 22)

Materialien

Stoffbeschränkungen

—

RoHS-konform und bleifrei

SFP-Pinbelegung

PinSignalFunktion

1

VeeT

Sendermasse

2

TX Fault

Senderfehleranzeige

3

TX Disable

Sender deaktivieren; aktiv bei High-Pegel oder offenem Eingang

4

MOD-DEF(2)

Datenleitung der seriellen Zweidrahtschnittstelle

5

MOD-DEF(1)

Taktleitung der seriellen Zweidrahtschnittstelle

6

MOD-DEF(0)

Modulintern mit Masse verbunden

7

Rate Select

Nicht angeschlossen

8

LOS

Anzeige für Signalverlust am Empfänger

9

VeeR

Empfängermasse

10

VeeR

Empfängermasse

11

VeeR

Empfängermasse

12

RD−

Invertierter Empfangsdatenausgang

13

RD+

Nicht invertierter Empfangsdatenausgang

14

VeeR

Empfängermasse

15

VccR

Spannungsversorgung des Empfängers

16

VccT

Versorgungsspannung des Senders

17

VeeT

Sendermasse

18

TD+

Nicht invertierender Sendedateneingang

19

TD−

Invertierender Sendedateneingang

20

VeeT

Sendermasse

FAQs

für CT-0155TBP-MB5L-E SFP-Bi-Di-Transceiver mit DDMI, 1310 nm FP/1550 nm PIN, 20 km, 155 Mb/s

Die Gegenstelle muss die komplementäre Wellenlängenzuordnung verwenden: Sie muss bei etwa 1550 nm senden und bei etwa 1310 nm empfangen. Zwei identische CT-0155TBP-MB5L-E-Module sollten nicht an den beiden Enden installiert werden, da beide bei 1310 nm senden und im 1550-nm-Band empfangen würden. Das Modul an der Gegenstelle sollte außerdem dieselbe NRZ-Datenrate von 125 bis 155 Mb/s, Singlemode-Fasern und eine Bi-Di-Architektur mit einem einzelnen LC-Anschluss unterstützen sowie ein ausreichendes optisches Leistungsbudget bieten. Bei der Prüfung der Kombination müssen der Zustand der Steck­verbinder, die Streckendämpfung und eine mögliche Übersteuerung des Empfängers berücksichtigt werden. Wählen Sie ein SFP-Modul mit umgekehrter Wellenlängenzuordnung sowie kompatibler Host-Signalisierung und passendem Timing, statt sich nur an der Nennreichweite zu orientieren.

Das Leistungsbudget zwischen Sender und Empfänger beträgt im ungünstigsten Fall 18 dB. Es ergibt sich aus der minimalen Einkoppelleistung von −14 dBm und der Empfindlichkeitsgrenze des Empfängers von −32 dBm. Von diesem Ausgangsbudget müssen Steck­verbinder- und Spleißverluste, Faserdämpfung, Alterungs- und Temperatureffekte sowie eine Auslegungsreserve abgezogen werden. Die Empfindlichkeit ist bei 155 Mb/s mit einer PRBS der Länge 2²³−1 und einer BER unter 10⁻¹⁰ spezifiziert. Unter anderen Testbedingungen können die Ergebnisse daher abweichen. Der maximal zulässige Eingangspegel des Empfängers beträgt −3 dBm und muss auch bei kurzen oder ungewöhnlich dämpfungsarmen Strecken eingehalten werden. Eine Auslegung für 20 km sollte deshalb erst nach einer vollständigen Dämpfungsberechnung über die gesamte Strecke und einer messtechnischen Überprüfung der optischen Leistung freigegeben werden.

Das Modul deckt NRZ-Datenraten von 125 bis 155 Mb/s ab und ist für Fast Ethernet, FDDI, ATM/SONET OC-3 und SDH STM-1 ausgelegt. Es ist als kompatibel mit IEEE 802.3ah 100BASE-BX10-U, FDDI PMD und ATM ausgewiesen; das Augendiagramm am Ausgang ist gemäß IEEE 802.3ah und ITU-T G.957 spezifiziert. Dieser Datenratenbereich garantiert nicht, dass jeder Host-Port alle aufgeführten Protokolle unterstützt. Host-Controller, Taktung, Rahmenstruktur und elektrische Schnittstelle müssen zum vorgesehenen Dienst passen. Das optische Modul verwendet eine differenzielle AC/AC-Datenschnittstelle und die standardmäßige SFP-Pinbelegung. Vor der Qualifizierung sollten sowohl die Leitungsdatenrate als auch die Protokollunterstützung des Host-Geräts geprüft werden.

Der Host sollte eine geregelte 3,3-V-Versorgung bereitstellen, deren Spannung an den Modulpins innerhalb von 3,1 bis 3,5 V bleibt. Der maximale Senderstrom beträgt 200 mA, der maximale Empfängerstrom 100 mA. Treten beide Maximalwerte gleichzeitig auf, sind 300 mA beziehungsweise etwa 1,05 W bei 3,5 V für die Versorgung einzuplanen. Dieser berechnete Wert ist eine konservative Schätzung für die Leistungsplanung des Hosts und keine spezifizierte Leistungsaufnahme des Moduls. Der zulässige Gehäusetemperaturbereich im Betrieb beträgt −40 °C bis +85 °C. Dennoch muss die Geräteauslegung die lokale Luftströmung, die Erwärmung des SFP-Käfigs und die Verlustleistung benachbarter Komponenten berücksichtigen. Der absolute Grenzbereich der Versorgungsspannung von 0 bis 6 V beschreibt lediglich die Grenzen, innerhalb derer das Modul keinen Schaden nimmt, und darf nicht als Betriebsbereich verstanden werden.

Der Zugriff auf die digitale Diagnose erfolgt über die SFF-8472-Zweidrahtschnittstelle an MOD-DEF(1) und MOD-DEF(2). MOD-DEF(0) ist im Modul mit Masse verbunden. Der Host kann diese I²C-Verbindung zur Identifikation und zum Abruf von Diagnosedaten nutzen. TX Fault, TX Disable und RX LOS stellen die wesentlichen Hardware-Steuer- und Alarmfunktionen bereit. TX Disable ist bei High-Pegel aktiv; der Sender wird auch bei offenem Eingang deaktiviert. Dies sollte beim Anlauf und bei der Fehlerbehandlung berücksichtigt werden. Die maximale Initialisierungszeit einschließlich des Zurücksetzens von TX Fault beträgt 300 ms. Nach dem Aufheben von TX Disable kann es bis zu 1 ms dauern, bis der Sender wieder aktiv ist. Die Host-Firmware sollte diese Zeitspannen berücksichtigen, bevor sie einen Ausfall des Moduls oder der optischen Verbindung meldet.

Der Sendeeingang akzeptiert einen differenziellen Spannungshub von 400 bis 1600 mV, während der Empfänger einen differenziellen Ausgangspegel von 0,4 bis 1,3 V bereitstellt. TD+ und TD− bilden das Sendepaar an den Pins 18 und 19; RD+ und RD− bilden das Empfangspaar an den Pins 13 und 12. Der Datenpfad ist als differenzielle AC/AC-Schnittstelle spezifiziert. Die Host-Auslegung sollte daher die für einen SFP-Port erforderliche Kopplung, Terminierung und impedanzkontrollierte Leiterbahnführung vorsehen. Differenzielle Leitungspaare sollten kurz und symmetrisch geführt werden und von störbehafteten Versorgungs- oder Taktknoten getrennt bleiben. Die Versorgungsfilterung sollte nahe am SFP-Käfig angeordnet sein. Die Prüfung der Signalintegrität sollte auch eine Messung des Augendiagramms bei der vorgesehenen Betriebsdatenrate von 125 bis 155 Mb/s umfassen.

Das Modul ist als optisches Produkt der Klasse 1 gemäß EN 60825-1 ausgelegt und als RoHS-konform und bleifrei ausgewiesen. Es entspricht zudem der SFP MSA und nennt EMV-Entwicklungsziele, darunter FCC Klasse B und CENELEC EN 55022, die CISPR 22 entspricht. Diese Angaben ersetzen nicht die Prüfung des fertigen Geräts, da Störaussendungen, Störfestigkeit, Erdung, Gehäusegestaltung und Kabelführung vom Hostsystem abhängen. Laut Beschreibung werden die optischen Eigenschaften gemäß Telcordia GR-468-CORE bewertet. Die Überprüfung von EMV, elektrischer Sicherheit und Lasersicherheit auf Systemebene sollte daher weiterhin Teil des Qualifizierungsplans für das Gerät sein.