Alecs Smart-Kameras

Die Alecs Smart-Kameraserie ist eine offene Embedded-Vision-Plattform für Inspektions-, Robotik-, Identifikations- und Spektralbildanwendungen. Jedes System vereint ein industrielles Kameramodul, NVIDIA Jetson Orin Rechenleistung und 128 GByte NVMe-Speicher in einem einzigen Gehäuse. Je nach benötigtem Wellenlängenbereich, Auflösung und Bildrate können Entwickler zwischen sichtbaren und nahinfraroten CMOS-Modellen sowie VSWIR-InGaAs-Modellen wählen. Anwendungen lassen sich in C#, C++ oder Python entwickeln, während GenICam für CSI-2, V4L2 und der direkte Registerzugriff unterschiedliche Wege zur Bildaufnahme bieten.

Zu den verfügbaren Software-Workflows gehören kunden­spezifischer Code, eVision-Bibliotheken und kompatible Machine-Vision-Pakete von Drittanbietern wie HALCON. Opto-isolierte I/O, RS485 sowie Trigger- und Strobe-Anschlüsse unterstützen die Integration mit SPS, Beleuchtung und automatisierten Maschinen. Typische Einsatzbereiche sind die Inline-Qualitätsprüfung, Roboterführung, Barcode- und OCR-Verarbeitung, landwirtschaftliche Analysen, Wafer-Inspektion und Materialsortierung.

Alecs Smart-Kameras

Eigenschaften

  • Integrierte NVIDIA Jetson Orin Verarbeitung – Führt Erfassung, Vorverarbeitung, Bildanalyse und Entscheidungslogik direkt auf der Kamera aus.
  • Modellreihe von 0,3 bis 12,4 MP – Unterstützt Anwendungen von der hochauflösenden Spektralanalyse bis zur detailgenauen Inspektion im sichtbaren Licht.
  • Bildgebung im sichtbaren Bereich, Nahinfrarot und VSWIR – Ermöglicht konventionelle Inspektion und wellenlängenabhängige Materialanalyse innerhalb einer einzigen Plattformfamilie.
  • Global-Shutter-Sensoren – Erfassen bewegte Teile, Förderbänder und Roboterprozesse mit reduzierter Bewegungsverzerrung.
  • Prozessoroptionen NX16 und Nano8 – Erlauben die Anpassung von Rechenleistung und Speicher an die Anforderungen der Anwendung.
  • 128 GByte NVMe-Speicher – Bietet lokalen Speicherplatz für Anwendungen, KI-Modelle, Bilddaten und Konfigurationsdateien.
  • GenICam für CSI-2 und V4L2-Zugriff – Gibt Entwicklern die Wahl zwischen funktionsorientierter Kamerasteuerung und etablierten Linux-Video-Workflows.
  • Offene, Linux-kompatible Architektur – Unterstützt kunden­spezifische Anwendungen in C#, C++ oder Python sowie die Integration von Bibliotheken von Drittanbietern.
  • 1000BASE-T-Netzwerkschnittstelle – Verbindet die Kamera mit industriellen Netzwerken für Konfiguration, Ergebnisübertragung und Bild-Streaming.
  • Opto-isolierte I/O und RS485 – Unterstützt die Integration von Trigger, Strobe, SPS und Peripherie bei gleichzeitiger elektrischer Trennung der Steuersignale.
  • Programmierbare Statusanzeigen an der Seite – Zeigt Betriebszustände und anwendungsspezifische Bedingungen direkt am Gerät an.
  • Dedizierter Beleuchtungsanschluss – Unterstützt ein externes Ringlicht oder separat versorgte Industriebeleuchtung.
  • IP67-Gehäusekonfiguration – Schützt das montierte System vor Staub und Wasser, wenn Objektivtubus, Kabel und Anschlusskappen korrekt montiert sind.
  • Auf Schock und Vibration getestet – Eignet sich für den Einbau in Maschinen mit mechanischer Bewegung und wiederholten Betriebszyklen.
  • Passives wärmeableitendes Gehäuse – Unterstützt Prozessorleistungsmodi bis 25 W, wenn Einbau- und Wärmebedingungen geeignet sind.

Downloads

für Alecs Smart-Kameras

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Alecs User Guide V1.3.0
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Alecs Quickstart Guide V1.1.0
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Alecs Image Data Flow V1.0.0
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Alecs Features Reference V1.1.0
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Getting Started with eVision on Alecs
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Getting Started with HALCON on Alecs
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Image Acquisition and Processing Options with Alecs
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Flashing the BSP on Alecs
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Avoiding Ground Loops in Vision Systems
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Optical Cleaning for Industrial Cameras
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Alecs 2026 Product Flyer
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Spezifikationen

SpezifikationWert

Verarbeitungsplattform

NVIDIA Jetson Orin NX16 oder Orin Nano8, je nach Modell

Flüchtiger Speicher

16 GByte mit NX16; 8 GByte mit Nano8

Nichtflüchtiger Systemspeicher

128 GByte NVMe SSD

Sensortechnologien

CMOS für sichtbare und nahinfrarote Bildgebung; InGaAs für VSWIR-Bildgebung

Auflösungsbereich

656 × 520 bis 4128 × 3008; 0,3 bis 12,4 MP

Spektralbereich über die gesamte Produktreihe

300 bis 1700 nm, modellabhängig

Spektralbereich sichtbarer Modelle

300 bis 1100 nm für G1-510 und G1-1242

Verschluss

Global Shutter über den gesamten aufgeführten Bereich

Interne Bildrate bei voller Auflösung

40 bis 249 fps, abhängig von Modell und Zugriffsart

Sensor-ADC

12-Bit bei sichtbaren Modellen; 8-Bit-, 10-Bit-, 12-Bit- und adaptive Modi bei VSWIR-Modellen über GenICam

Kamerazugriff

GenICam für CSI-2 Access, Video4Linux2 und Direct Register Access

Interne Kameraschnittstelle

MIPI CSI-2, bis zu 5,7 Gbit/s

Externes Netzwerk

IEEE 802.3 1000BASE-T, bis zu 1 Gbit/s

Unterstützte Entwicklungssprachen

C#, C++ und Python

Betriebssystemumgebung

Linux mit JetPack-basiertem Board Support Package

Kamera-Bildpuffer

256 KByte

Kamera-Flash-Speicher

1024 KByte

Strom­versorgung

24 VDC ±10%

NX16-Leistungsmodi

15 W und 25 W Zielleistung

Nano8-Leistungsmodi

7 W und 15 W Zielleistung

Leerlaufverbrauch

8,5 W ohne angeschlossene Beleuchtung

Zusätzliche Leistungsaufnahme der Elektronik

Trägerplatine ca. 2,0 W; Kameramodul unter 5,0 W, abhängig vom Sensor

Digitale I/O

2 optisch isolierte Eingänge, 2 optisch isolierte Ausgänge, 1 Trigger-Eingang und 1 Strobe-Ausgang

Serielle Schnittstelle

RS485, Gleichtaktbereich bis ±25 VDC

Opto-Eingangspegel

High: 3,0 bis 24,0 VDC; Low: 0 bis 1,0 VDC

Belastbarkeit des Opto-Ausgangs

Open-Emitter-Ausgang, maximal 10 mA

Beleuchtungsschnittstelle

Separater Anschluss für externe Beleuchtung oder RMX140-Ringlicht

Grenzwert für den Beleuchtungsausgang

VCC-Light unter 5,9 A; über 700 mA ist der Strobe-Betrieb auf 50 ms und 10 % Tastverhältnis begrenzt

Objektivanschluss

C-Mount, 1 in–32 tpi UNS-2B-Gewinde

Auflagemaß des Objektivs

17,526 mm

Maximaler Objektivüberstand

13,6 mm

Schutzart

IP67 gemäß IEC 60529 bei Montage und Abdichtung nach Vorgabe

Betriebstemperatur der Visible-Modelle

−20 bis +65 °C Gehäusetemperatur

Betriebstemperatur der VSWIR-Modelle

−20 bis +55 °C Gehäusetemperatur

Lagertemperatur

−20 bis +85 °C Umgebungstemperatur

Relative Luftfeuchtigkeit

0 % bis 95 %, nicht kondensierend

Vibrations- und Schockprüfungen

IEC 60068-2-6, IEC 60068-2-27 und IEC 60068-2-64

GenICam-Kompatibilität

Standard Document 2.1.1, GenAPI Schema 1.1, GenAPI 3.1, SFNC 2.7 und PFNC 2.2

US-EMV-Konformität

FCC Part 15, digitales Gerät der Klasse B

Sortimentsvergleich

SpezifikationAlecs G1-030 VSWIRAlecs G1-130 VSWIRAlecs G1-320 VSWIRAlecs G1-510m/cAlecs G1-530 VSWIRAlecs G1-1242m/c

Bildgebungskategorie

VSWIR-Monochrom

VSWIR Monochrom

VSWIR Monochrom

Sichtbar/NIR Mono oder Farbe

VSWIR Monochrom

Sichtbar/NIR Mono oder Farbe

Sensor

IMX991

IMX990

IMX993

IMX548

IMX992

IMX545

Sensortyp

InGaAs

InGaAs

InGaAs

CMOS

InGaAs

CMOS

Auflösung

656 × 520; 0,3 MP

1296 × 1032; 1,3 MP

2080 × 1544; 3,2 MP

2464 × 2064; 5,1 MP

2592 × 2056; 5,3 MP

4128 × 3008; 12,4 MP

SoM-Optionen

NX16

NX16

NX16

NX16 oder Nano8

NX16

NX16 oder Nano8

RAM

16 GByte

16 GByte

16 GByte

16 oder 8 GByte

16 GByte

16 oder 8 GByte

Sensorgröße

Typ 1/4

Typ 1/2

Typ 1/1.8

Typ 1/1.8

Typ 1/1.4

Typ 1/1.1

Pixelgröße

5 × 5 µm

5 × 5 µm

3,45 × 3,45 µm

2,74 × 2,74 µm

3,45 × 3,45 µm

2,74 × 2,74 µm

Maximale interne Rate bei voller Auflösung

249 fps mit GenICam; 132 fps mit anderen Zugriffsmodi

130 fps mit GenICam; 69 fps mit anderen Zugriffsmodi

131 fps mit GenICam; 87 fps mit anderen Zugriffsmodi

81 fps

84 fps mit GenICam; 58 fps mit anderen Zugriffsmodi

40 fps

Belichtungsbereich

15 µs bis 10 s

15 µs bis 10 s

33 µs bis 10 s

8 µs bis 10 s

36 µs bis 10 s

11 µs bis 10 s

Verstärkungsbereich

0 bis 42 dB

0 bis 42 dB

0 bis 42 dB

0 bis 48 dB

0 bis 42 dB

0 bis 48 dB

Betriebstemperatur

−20 bis +55 °C

−20 bis +55 °C

−20 bis +55 °C

−20 bis +65 °C

−20 bis +55 °C

−20 bis +65 °C

Benennungsschema und Bestellschlüssel der Modelle

NamensformatProduktserieSchnittstelleAuflösungFarbausführungSpektrumSoMSoM RAMObjektivanschlussObjektivtubus

Kurzname

Alecs

G1

510

c

NX

16

Langer Name

LXB

G1

510

c

VIS

NX

16

C

LT4649

Bedeutung des Codes

Alecs- oder LXB-Serie

1000BASE-T

510: 5,1 MP; 1242: 12,4 MP

m: monochrom; c: Farbe

VIS: sichtbar; VSWIR: sichtbares Licht und SWIR

NX: Orin NX; NA: Orin Nano

16 oder 8 GByte

C-Mount

LT4649: 46 × 49 mm; LT4670: 46 × 70 mm

Mechanische Konfigurationen

AbmessungHauptgehäuseMit LT4632Mit LT4649Mit LT4670 und Ringlicht

Auflagemaß

17.526 mm

17.526 mm

17.526 mm

17.526 mm

Objektivgewinde

1 in–32 tpi UNS-2B

1 in–32 tpi UNS-2B

1 in–32 tpi UNS-2B

1 in–32 tpi UNS-2B

Maximaler Überstand

13.6 mm

13.6 mm

13.6 mm

13.6 mm

Maximale Objektivlänge

Nicht zutreffend

32 mm

49 mm

70 mm

Maximale Objektivbreite

Nicht zutreffend

46 mm

46 mm

46 mm

Gehäuseabmessungen ohne Steck­verbinder

49.6 × 72 × 111.75 mm

85.2 × 72 × 111.75 mm

102.3 × 72 × 111.75 mm

122.7 × 140 × 149 mm

Gewicht ohne Objektiv

650 g

805 g

810 g

1270 g

Bestellbeispiel: Alecs G1-510c NX16 wird durch die detaillierte Bestellbezeichnung LXB-G1-510c-VIS-NX16-C-LT4649 dargestellt.

FAQs

für Alecs Smart-Kameras

Die Auswahl sollte mit dem erforderlichen Spektralbereich, der räumlichen Auflösung und der Bildrate bei voller Auflösung beginnen. Für Inspektionsaufgaben im sichtbaren oder nahinfraroten Bereich bietet der G1-510 5,1 MP mit bis zu 81 fps, während der G1-1242 12,4 MP mit bis zu 40 fps liefert. Für VSWIR-Anwendungen stehen bei GenICam-Zugriff Auflösungen von 0,3 MP mit bis zu 249 fps bis 5,3 MP mit bis zu 84 fps zur Verfügung. Alle aufgeführten Modelle arbeiten mit Global Shutter und eignen sich damit für bewegte Objekte, bei denen Rolling-Shutter-Verzerrungen unerwünscht sind. Die endgültige Auswahl sollte anhand von Sichtfeld, minimal erkennbarer Merkmalsgröße, Belichtungszeit, Wellenlänge der Beleuchtung und der Verarbeitungslast des vorgesehenen Algorithmus überprüft werden.

Die NX16-Option bietet 16 GByte RAM und umfasst sowohl einen Deep Learning Accelerator als auch einen Programmable Vision Accelerator. Sie unterstützt Zielleistungsmodi mit 15 W und 25 W und ist damit die passendere Wahl für anspruchsvolle neuronale Netze, parallele Verarbeitung oder rechenintensive Bildverarbeitungspipelines. Nano8 bietet 8 GByte RAM, nutzt CPU- und GPU-Ressourcen ohne dedizierte DLA- oder PVA-Hardware und unterstützt Zielleistungsmodi mit 7 W und 15 W. Die Nano8-Konfiguration ist für die sichtbaren Modellfamilien G1-510 und G1-1242 verfügbar, während die aufgeführten VSWIR-Modelle NX16 verwenden. Vor der Auswahl der Prozessorkonfiguration sollten Entwickler Modellgröße, Speichernutzung, Inferenz-Framework und thermische Bedingungen miteinander vergleichen.

GenICam für CSI-2 eignet sich für Anwendungen, die einen strukturierten Zugriff auf Kamerafunktionen wie Belichtung, Verstärkung, Binning, Bildkorrektur, Trigger, Zähler und Benutzersets erfordern. V4L2 ist sinnvoll, wenn die Softwarearchitektur bereits auf Linux-Videotools, GStreamer oder OpenCV basiert und nicht den vollständigen Funktionsumfang von GenICam benötigt. Die Zugriffsart kann sich bei VSWIR-Modellen auch auf die verfügbare interne Bildrate auswirken; so erreicht das G1-030 beispielsweise über GenICam bis zu 249 fps und über andere Zugriffsarten 132 fps. Direct Register Access bietet eine weitere Möglichkeit für eine Integration auf niedrigerer Ebene. Die Zugriffsmethode sollte daher früh festgelegt werden, da sie Leistung, Funktionsumfang und Anwendungsarchitektur beeinflusst.

Der IP67-Schutz gilt, wenn die Kamera mit korrekt montiertem Objektivtubus aufgebaut ist und jeder Anschluss mit einer geeigneten Schutzkappe verschlossen oder mit einem korrekt gesicherten Kabel versehen ist. Die Verriegelungshülsen müssen innerhalb des angegebenen Drehmomentbereichs angezogen werden, und Kabel von Drittanbietern sollten hinsichtlich der erforderlichen Schutzart geprüft werden. Der Objektivtubus ist Teil des Dichtungskonzepts. Daher bietet der Betrieb der Kamera mit offenem C-Mount nicht die vollständige IP67-Konfiguration. Auch die Objektivabmessungen müssen innerhalb der Grenzen des gewählten Tubus von 32, 49 oder 70 mm Länge und 46 mm Breite bleiben. Bei der Installationsplanung sollten deshalb Objektiv, Objektivtubus, Kabelabdichtung und Anschlusszugang als ein zusammenhängendes mechanisches System betrachtet werden.

Die Kamera verfügt über zwei optisch isolierte Eingänge, zwei optisch isolierte Ausgänge, einen dedizierten Trigger-Eingang, einen Strobe-Ausgang und eine RS485-Schnittstelle. Die Opto-Eingänge erkennen einen High-Pegel von 3,0 bis 24,0 VDC und einen Low-Pegel von 0 bis 1,0 VDC, während die Open-Emitter-Ausgänge auf 10 mA begrenzt sind. Die Kamera selbst benötigt eine Versorgung mit 24 VDC bei einer Toleranz von ±10 %, daher dürfen Signalspannungen und Versorgungsspannung nicht als austauschbare Grenzwerte behandelt werden. Ein separater Beleuchtungsanschluss kann ein kompatibles Ringlicht steuern und versorgen oder über eine geeignete Kabelkonfiguration separat versorgte Beleuchtung ansteuern. Wenn der Beleuchtungsstrom 700 mA überschreitet, ist der Strobe-Betrieb auf 50 ms und einen Tastgrad von 10 % begrenzt.

Die Plattform unterstützt kunden­spezifische Linux-Anwendungen in C#, C++ oder Python sowie Software auf Basis von eVision oder kompatiblen Machine-Vision-Paketen von Drittanbietern. Auf den vorinstallierten eVision Web Demonstrator kann über einen Browser zugegriffen werden. Er umfasst Werkzeuge für Barcode-Lesen, QR-Code-Verarbeitung, OCR und die Auswertung von Deep Learning, ohne dass zunächst Anwendungscode geschrieben werden muss. Eine 30-tägige Evaluierungslizenz wird aktiviert, sobald erstmals ein eVision-Verarbeitungstool verwendet wird. HALCON 26.05 oder höher kann für die aarch64-Architektur ebenfalls installiert werden, vorbehaltlich der jeweiligen Paket- und Lizenzanforderungen. Bei der Planung der Bereitstellung sollten Entwickler Bibliotheksversionen, Remote-Entwicklung, Lizenzmanagement, BSP-Updates und Wiederherstellungsverfahren berücksichtigen.

Alle aufgeführten Modelle verwenden einen C-Mount mit einem Auflagemaß von 17,526 mm und einem maximal zulässigen Objektivüberstand von 13,6 mm. Die Konfigurationen LT4632, LT4649 und LT4670 sind für Objektive mit einer Länge von bis zu 32, 49 bzw. 70 mm bei einer maximalen Breite von 46 mm ausgelegt. Filter, Zwischenringe, Feststellschrauben und Änderungen der Objektivlänge beim Fokussieren müssen bei der Prüfung dieser Grenzwerte berücksichtigt werden. Bei Weitwinkelobjektiven kann hinter einem Objektivtubus Vignettierung auftreten. Deshalb sollte die optische Validierung die komplette Einheit aus Objektiv und Schutzfenster einbeziehen. Der gewählte Tubus muss außerdem zur erforderlichen Schutzart, zum Sensorformat, zur Objektivauflösung und zu einer gegebenenfalls geplanten Ringlichtmontage passen.

Sie kann einen externen PC ersetzen, wenn die erforderlichen Erfassungs-, Verarbeitungs- und Entscheidungsaufgaben innerhalb der gewählten Jetson Orin Konfiguration umgesetzt werden können. Bilder lassen sich lokal erfassen, vorverarbeiten und analysieren; Entscheidungen oder reduzierte Ergebnisdaten werden anschließend über das 1000BASE-T-Netzwerk oder digitale I/O übertragen. Das ist besonders relevant, da der interne CSI-2-Pfad bis zu 5,7 Gbit/s unterstützt, während die externe Übertragung über Ethernet auf 1 Gbit/s begrenzt ist. Die Verarbeitung der Bilder vor der Netzwerkübertragung kann daher die Datenmenge reduzieren, die das Gerät verlassen muss. Bei der Machbarkeitsbewertung sollten Ausführungszeit des Algorithmus, Modellspeicher, Speichernutzung, thermische Last, Netzwerkverkehr und die vom Maschinencontroller geforderte Reaktionszeit berücksichtigt werden.