AIH03ZPFC-Modulserie zur Leistungsfaktorkorrektur
- Technologie
- Modulare / konfigurierbare Stromversorgungen
- Partner
- Advanced Energy
Der AIH03ZPFC-01L ist ein AC/DC-Eingangsmodul zur Leistungsfaktorkorrektur im Half-Brick-Format, ohne galvanische Trennung und mit einer Nennleistung von bis zu 1.100 W. Er arbeitet mit Eingangsspannungen von 90 bis 264 VAC und 127 bis 373 VDC und liefert eine typische Ausgangsspannung von 390 VDC, die sich von 350 bis 420 VDC einstellen lässt. Sein standardisiertes Half-Brick-Format eignet sich für platzkritische Stromversorgungsarchitekturen, die einen Hochvolt-DC-Zwischenkreis vor einer nachgeschalteten, galvanisch getrennten Wandlerstufe benötigen. Der spezifizierte Volllastwirkungsgrad beträgt 97,3 % bei 230 VAC Eingangsspannung und 96,0 % bei 115 VAC. Damit stehen definierte Werte für die thermische Auslegung bei unterschiedlichen Netzbedingungen zur Verfügung. Interne Einschaltstrombegrenzung, PMBus®-Kommunikation, Freigabefunktionen, Stromüberwachung und Hilfsversorgung reduzieren den Bedarf an separaten Überwachungsschaltungen. Die Grundplatte ermöglicht Kontaktkühlung oder die Montage eines Kühlkörpers und ist für einen Betriebstemperaturbereich von -40 bis 100 °C ausgelegt. Die Serie kommt für Stromversorgungssysteme in Industrie, Medizintechnik, Verteidigung, Telekommunikation, Robotik und Prüftechnik sowie für kabelgebundene Drohnen infrage, sofern die Anforderungen an galvanische Trennung, Sicherheit und thermische Auslegung auf Systemebene erfüllt werden.

Eigenschaften
- Eingangsspannung von 90 bis 264 VAC und 127 bis 373 VDC: Ermöglicht den Betrieb an einphasigen Wechselspannungsnetzen weltweit und an Hochvolt-Gleichspannungsquellen.
- 1.100 W Nennausgangsleistung: Liefert bis zu 2,82 A bei einer typischen Ausgangsspannung von 390 VDC.
- Einstellbereich von 350 bis 420 VDC: Ermöglicht die Anpassung des Hochvolt-Zwischenkreises an die Anforderungen nachgeschalteter Wandlerstufen.
- 97,3 % Wirkungsgrad bei 230 VAC und Volllast: Begrenzt die Wandlungsverluste und erleichtert die thermische Auslegung unter den angegebenen Bedingungen.
- 383 W/in³ Leistungsdichte: Bietet eine 1.100-W-PFC-Stufe im standardisierten Half-Brick-Format.
- Interne Einschaltstrombegrenzung: Reduziert die externe Beschaltung zur Begrenzung des Anlaufstroms.
- PMBus®-Kommunikation und Steuerschnittstellen: Ermöglicht die digitale Überwachung sowie logikgesteuerte Freigabe- und Stromüberwachungsfunktionen.
- Kühlschnittstelle an der Grundplatte: Ermöglicht Kontaktkühlung oder die direkte Montage eines Kühlkörpers in kompakten Baugruppen.
- 20 ms Überbrückungszeit: Hält die Spannung am Hauptausgang während des spezifizierten Wechselspannungsausfalls oberhalb der Ansprechschwelle des Unterspannungsschutzes.
- Integrierte Schutzfunktionen: Umfasst Überspannungs-, Überstrom- und Übertemperaturschutz.
- Anlauf bei vorhandener Ausgangsspannung: Ermöglicht einen kontrollierten Betrieb, wenn am Ausgangsbus bereits eine Spannung anliegt.
- Sicherheits- und Umwelterklärungen: Deckt die Anforderungen von UL 62368-1, CSA C22.2 No. 62368-1, CE EN 62368-1 und RoHS 6 auf Komponentenebene ab.
Downloads
für AIH03ZPFC-Modulserie zur Leistungsfaktorkorrektur
Verfügbare Modellvariationen
Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen
Technische Daten
| Kenngröße | Wert |
|---|---|
Serie | AIH03ZPFC-Serie |
Modell | AIH03ZPFC-01L |
Wandlertyp | Modul zur Leistungsfaktorkorrektur ohne galvanische Trennung |
Bauform | Standard-Half-Brick |
Nennausgangsleistung | 1.100 W; 1.000 W bei 100 °C Grundplattentemperatur |
AC-Eingangsspannung | 90 bis 264 VAC |
DC-Eingangsspannung | 127 bis 373 VDC |
Kurzzeitige Eingangsüberspannung | 300 VAC für 100 ms; 420 VDC für 100 ms |
AC-Eingangsfrequenz | 47 bis 63 Hz, einphasig |
Typische Ausgangsspannung | 390 VDC |
Einstellbereich der Ausgangsspannung | 350 bis 420 VDC |
Maximaler Nennausgangsstrom | 2,82 A bei 390 VDC |
Wirkungsgrad | 97,3 % bei Volllast und 230 VAC; 96,0 % bei Volllast und 115 VAC |
Leistungsdichte | 383 W/in³ |
Leistungsfaktor | Mindestens 0,95 bei 230 VAC und über 50 % Last; mindestens 0,95 bei 115 VAC und über 20 % Last |
Gesamtoberschwingungsverzerrung | Maximal 10 % bei 20 % bis 100 % Last, 240 VAC Eingangsspannung und 390 VDC Ausgangsspannung; EN 61000-3-2 Klasse A bei Volllast |
Gesamtabweichung der Ausgangsspannung | Maximal 2 % bei 390 VDC, einschließlich Sollwertabweichung, Einflüssen von Eingangsspannung, Last und Temperatur sowie Aufwärmdrift, mit einem Ausgangskondensator von mindestens 560 µF |
Überspannungsschutz | Maximal 440 VDC |
Überstromschutz | Typisch 3,5 A, Bereich 3,2 bis 3,8 A; fünf Wiederanlaufversuche, danach verriegelte Abschaltung bei weiterhin bestehendem Fehler |
Übertemperaturschutz | Maximal 108 °C am internen Messpunkt; automatischer Wiederanlauf |
Dynamisches Regelverhalten | 390 VDC ±12,5 %; 1 ms Ausregelzeit; Lastsprung um 25 % des maximalen Ausgangsstroms; Stromänderungsrate 1 A/µs; 50 Hz bis 5 kHz |
Mindestlast | 0 % |
Empfohlene Ausgangskapazität | Elektrolytkondensator mit 560 bis 1.000 µF, niedrigem ESR, hoher Rippelstrombelastbarkeit und einer Nennspannung von 475 VDC, ergänzt durch drei X7R-Mehrschichtkeramikkondensatoren (MLCCs) mit jeweils 220 nF und 630 V für eine 1.100-W-Anwendung |
Hilfsausgang | 11,6 V bei 20 mA |
Restwelligkeit und Rauschen am Ausgang | 30 V Spitze-Spitze bei 20 MHz Bandbreite, 115 oder 230 VAC Eingangsspannung, 390 VDC Ausgangsspannung und 2,82 A Laststrom mit den angegebenen externen Kondensatoren |
Netzausfallüberbrückungszeit | Bei dem spezifizierten Netzausfall bleibt die Spannung am Hauptausgang 20 ms lang über der Unterspannungsschutzschwelle des Ausgangs |
Einschaltzeit | Maximal 1 Sekunde von der Aktivierung von PF_ENABLE bis zum Erreichen von 390 VDC, geprüft mit einem Kondensator mit 475 V und 1.000 µF |
Überschwingen der Ausgangsspannung | 12,5 % des Nennwerts, geprüft mit einem Kondensator mit 475 V und 1.000 µF |
Stromüberwachungsausgang | 0,6 V/A |
LD-Freigabe | Ausgangsansteuerung über einen Optokoppler |
PF-Freigabe | TTL- und CMOS-kompatibel |
Kommunikation | PMBus® |
Umgebungstemperatur im Betrieb | -40 bis 85 °C; bei einem Kaltstart bei -40 °C können die Werte während der Aufwärmphase außerhalb der Spezifikation liegen; zusätzlicher Betriebshinweis für -25 °C |
Grundplattentemperatur im Betrieb | -40 bis 100 °C |
Lagertemperatur | -40 bis 105 °C |
Maximale Höhe im Betrieb | 5.000 m |
Maximale Höhe außer Betrieb | 12.192 m |
Luftfeuchtigkeit im Betrieb | 5 % bis 90 % relative Luftfeuchtigkeit mit temperaturabhängigen Grenzwerten; erfüllt die Anforderungen der ASHRAE-Klasse 2 |
Stoßfestigkeit im Betrieb | 30 G, Halbsinusimpuls mit 11 ms Dauer, jeweils dreimal entlang jeder der drei Achsen |
Stoßfestigkeit außer Betrieb | 40 G, Halbsinusimpuls mit 15 ms Dauer, jeweils dreimal auf jede der sechs Seiten |
Vibrationsfestigkeit im Betrieb | 2,4 grms für jeweils 30 Minuten entlang jeder der drei zueinander senkrechten Achsen |
Vibrationsfestigkeit außer Betrieb | 3,8 grms für jeweils 30 Minuten entlang jeder der drei zueinander senkrechten Achsen |
Abmessungen | 2,3 Zoll Länge × 2,4 Zoll Breite × 0,52 Zoll Höhe |
Gewicht | Typisch 140 g; maximal 160 g |
Maximales Anzugsdrehmoment der Befestigungsschrauben | 8 kgf·cm |
Ebenheit der Grundplattenoberfläche | Maximal 0,2 mm konkave Wölbung nach innen; maximal 0,38 mm konvexe Wölbung nach außen |
Sicherheitsnormen | CSA C22.2 No. 62368-1, CE EN 62368-1 und UL 62368-1 |
Einhaltung von Umweltvorschriften | RoHS 6 |
Garantie | Zwei Jahre; längere Laufzeiten nach Vereinbarung |
FAQs
für AIH03ZPFC-Modulserie zur Leistungsfaktorkorrektur
Nein. Der AIH03ZPFC-01L ist eine Leistungsfaktorkorrekturstufe ohne galvanische Trennung. Sein 390-VDC-Ausgang darf daher nicht als sicher getrennte Versorgung oder SELV-Versorgung betrachtet werden. Geräte, die einen berührbaren Niederspannungsausgang benötigen, erfordern in der Regel einen nachgeschalteten, galvanisch getrennten Wandler sowie ein geeignetes Isolations-, Erdungs- und Schutzkonzept. Die aufgeführten Sicherheitsnormen der Reihe 62368-1 gelten auf Komponentenebene und ersetzen nicht die Zertifizierung des gesamten Stromversorgungssystems. In der Praxis sollte das Modul als Hochvolt-Eingangsstufe integriert werden. Dabei sind am DC-Zwischenkreis geeignete Kriech- und Luftstrecken sowie Vorkehrungen zur Entladung und zur sicheren Freischaltung bei Wartungsarbeiten vorzusehen.
Die Grundplatte sollte thermisch an eine kontaktgekühlte Struktur oder einen Kühlkörper angebunden werden, damit ihre Temperatur im Betriebsbereich von -40 bis 100 °C bleibt. Bei 1.100 W Ausgangsleistung entsprechen die angegebenen Wirkungsgrade einer Wandlungsverlustleistung von etwa 31 W bei 230 VAC und 46 W bei 115 VAC. Die tatsächliche Verlustleistung hängt jedoch von Netzspannung, Last und Temperatur ab. Erreicht die Grundplatte 100 °C, reduziert sich die Nennausgangsleistung auf 1.000 W. An der oberen Temperaturgrenze darf daher nicht von den vollen 1.100 W ausgegangen werden. Der thermische Übergangswiderstand, der Anpressdruck bei der Montage, der Luftstrom und die Kühlkörpertemperatur müssen deshalb gemeinsam bewertet werden. Bei Kaltstarts mit -40 °C ist außerdem eine Warmlaufphase zu berücksichtigen, in der möglicherweise nicht alle spezifizierten Leistungsdaten eingehalten werden.
Die empfohlene externe Beschaltung für eine 1.100-W-Anwendung besteht aus einem Low-ESR-Elektrolytkondensator mit 475 VDC Nennspannung und 560 bis 1.000 µF, ergänzt durch drei X7R-Mehrschicht-Keramikkondensatoren mit jeweils 220 nF und 630 V. Die Gesamtregelabweichung wird mit mindestens 560 µF geprüft, während für die Messungen des Anlaufverhaltens und des Überschwingens ein Kondensator mit 1.000 µF verwendet wird. Diese Beschaltung liegt auch der angegebenen Restwelligkeit von 30 V Spitze-Spitze und der Überbrückungszeit von 20 ms zugrunde. Kondensatoren sollten daher nicht allein nach ihrer Kapazität ausgewählt werden, sondern auch nach Rippelstrombelastbarkeit, Betriebstemperatur, erwarteter Lebensdauer und Spannungsreserve. Jede alternative Beschaltung sollte hinsichtlich Einschaltstromverhalten, Regelkreisstabilität, Transientenverhalten und Entladezeit validiert werden.
Das Modul kombiniert PMBus®-Kommunikation mit analogen Überwachungsfunktionen und Steuerfunktionen mit Logikpegeln. Der Stromüberwachungsausgang liefert 0,6 V/A, PF_ENABLE akzeptiert TTL- oder CMOS-Pegel, und LD_ENABLE steuert den Ausgang über einen Optokoppler. Ein Hilfsausgang mit 11,6 V und 20 mA kann interne Versorgungs- und Überwachungsfunktionen mit geringem Leistungsbedarf versorgen. Die interne Einschaltstrombegrenzung unterstützt einen kontrollierten Anlauf. Bei einer Prüfung mit einem 1.000-µF-Kondensator beträgt die spezifizierte Einschaltzeit von der Aktivierung über PF_ENABLE bis zum Erreichen von 390 VDC am Ausgang höchstens eine Sekunde. Eine detaillierte PMBus-Registerübersicht ist nicht angegeben. Der verfügbare Kommunikationsbefehlssatz sollte daher geklärt werden, bevor Firmware und Fehlermanagementfunktionen endgültig festgelegt werden.
Ja. Die zulässigen Eingangsbereiche liegen bei 90 bis 264 VAC und 127 bis 373 VDC. Die Wechselspannungsversorgung muss einphasig sein und eine Frequenz von 47 bis 63 Hz aufweisen. Bei Wechselspannungsversorgung beträgt der Leistungsfaktor unter den angegebenen Lastbedingungen mindestens 0,95. Der Gesamtoberschwingungsgehalt ist unter den definierten Prüfbedingungen bei 240 VAC auf 10 % begrenzt. Die Angaben zum Leistungsfaktor und zu den Oberschwingungsströmen lassen sich nicht in gleicher Weise auf eine Gleichspannungsquelle übertragen. Eine Gleichspannungsinstallation sollte daher gesondert bewertet werden. Unter den angegebenen Überspannungsbedingungen hält der Eingang für 100 ms einer Spannung von 300 VAC oder 420 VDC stand. Die interne Einschaltstrombegrenzung reduziert den Aufwand für die externe Beschaltung, ersetzt jedoch weder die Systemabsicherung noch Überspannungsschutz, Erdung oder EMV-Filterung.
Das Modul verfügt über Überspannungs-, Überstrom- und Übertemperaturschutz. Der Überspannungsschutz am Ausgang ist mit maximal 440 VDC spezifiziert. Der Überstromschutz spricht bei typisch 3,5 A innerhalb eines Bereichs von 3,2 bis 3,8 A an. Bei Überstrom führt der Wandler fünf Neustartversuche durch. Besteht der Fehler danach weiterhin, schaltet er dauerhaft ab. Der Übertemperaturschutz spricht spätestens bei 108 °C an der internen Messstelle an. Sobald die Übertemperatur nicht mehr vorliegt, nimmt das Modul den Betrieb automatisch wieder auf. Nachgeschaltete Schaltungen müssen außerdem kurzzeitige Ausgangsspannungsabweichungen von bis zu ±12,5 % um 390 VDC sowie das spezifizierte Überschwingen von 12,5 % beim Anlauf tolerieren.
Das Modul bietet spezifizierte Umweltkennwerte, die einen Einsatz in industriellen und mobilen Geräten ermöglichen können. Die tatsächliche Eignung hängt jedoch vom Gehäuse, der Kühlung und der Montage ab. Der Umgebungstemperaturbereich reicht von -40 bis 85 °C, der Temperaturbereich der Grundplatte von -40 bis 100 °C und der Lagertemperaturbereich von -40 bis 105 °C. Für Kaltstarts an der unteren Temperaturgrenze gelten Einschränkungen. Die spezifizierten Betriebsbelastungen umfassen Stöße bis 30 G, Vibrationen von 2,4 grms und den Betrieb in Höhen bis 5.000 m. Das Modul wiegt typisch 140 g und hat Half-Brick-Abmessungen von 2,3 × 2,4 × 0,52 Zoll. Bei Systemprüfungen sollten die Belastung der Steckverbinder, die Kühlkörpermasse, die Anzugsdrehmomente der Befestigungselemente und über die Grundplatte übertragene Vibrationen berücksichtigt werden.
Der Parallelbetrieb wird als unterstützte Funktion angegeben. Allerdings sind weder das Verfahren zur Stromaufteilung noch die Grenzen der Verschaltung, die Anforderungen an die Einschaltreihenfolge oder die Gesamtnennleistung definiert. PMBus®-Kommunikation, Freigabesteuerungen und Überwachungsfunktionen können eine übergeordnete Steuerung unterstützen, belegen für sich genommen jedoch keine aktive oder kennlinienbasierte Stromaufteilung nach dem Droop-Prinzip. Die Ausgänge sollten daher nicht ohne ein validiertes Konzept für die Parallelschaltung verbunden werden. Bevor Sie sich auf eine Architektur mit mehreren Modulen festlegen, sollten Sie die erforderliche externe Beschaltung klären und die Stromaufteilung beim Anlauf, im stationären Betrieb und bei Lastsprüngen prüfen. Auch die Fehlerisolierung und die thermische Wechselwirkung zwischen den Modulen sollten Teil der Validierung sein.







