FE50MKxR 650 nm DC-50 MBd 50 m OptoLock® POF Transceiver
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- Glasfaser-Transceiver
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- Firecomms
Die FE50MKxR-Serie (einschließlich der Modellvarianten FE50MKIR und FE50MKNR) ist ein industrieller optischer Duplex-Transceiver für Verbindungen über Kunststoff-Lichtwellenleiter (POF). Er vereint einen sichtbaren 650-nm-RCLED-Sender und einen Fotodioden-Empfänger in einem kompakten Gehäuse und ermöglicht so eine bidirektionale Datenverbindung über zwei POF-Kabel. Ein wesentliches Merkmal ist die patentierte OptoLock® Schnittstelle: Ein standardmäßiges 2,2-mm-POF-Kabel kann einfach auf die passende Länge zugeschnitten und ohne Steckverbinder direkt in das Modul eingeführt werden. Das vereinfacht Installation und Wartung erheblich.
Der Transceiver unterstützt Datenraten von DC (kontinuierliche Signale) bis 50 MBd und deckt damit eine Reihe serieller Protokolle ab, die in der Automatisierung häufig eingesetzt werden, z. B. RS-485, CAN, MODBUS und Profibus. Er arbeitet mit einer Versorgungsspannung von 3,3 V oder 5 V DC und lässt sich direkt an TTL/CMOS-Logikpegel anbinden. Dabei stehen zwei Varianten der Ausgangslogik zur Verfügung (nicht invertierend oder invertierend), passend für unterschiedliche Systemanforderungen. Das Bauteil ist für einen robusten Betrieb ausgelegt, arbeitet in einem weiten Temperaturbereich von -40 °C bis +85 °C und verwendet eine sichtbare rote Lichtquelle der augensicheren Klasse 1, was Ausrichtung und Fehlersuche erleichtert. Typische Einsatzbereiche sind Netzwerke in der Fabrikautomatisierung, industrielle Steuerungen, Robotik sowie alle Systeme, die von EMV-unempfindlichen, galvanisch getrennten Datenverbindungen über kurze POF-Strecken profitieren.

Eigenschaften
Die FE50MKxR-Serie bietet die folgenden wichtigsten Merkmale und Vorteile:
- Direkte OptoLock Faserkonfektionierung – Das patentierte steckerlose Design ermöglicht das direkte Einrasten einer blanken 2,2-mm-POF, sodass separate Steckverbinder entfallen und Installationszeit sowie -kosten sinken.
- Datenrate von DC bis 50 MBd – Unterstützt einen breiten Bereich an Signalgeschwindigkeiten, von niederfrequenter serieller Kommunikation bis 50 Mbaud, geeignet für Protokolle wie CAN, RS-232/485, MODBUS und weitere.
- Bis zu 50 m Reichweite über POF – Ermöglicht Datenverbindungen über kurze Distanzen von rund 50 Metern (unter typischen Bedingungen) mit standardmäßiger Stufenindex-POF; selbst unter ungünstigsten Bedingungen sind etwa 30 m erreichbar, was für die meisten lokalen Vernetzungsanforderungen ausreicht.
- Duale Versorgungsspannung (3,3 V oder 5 V) – Ermöglicht eine flexible Spannungsversorgung sowohl mit modernen 3,3-V-Logiksystemen als auch mit bestehenden 5-V-Systemen, ohne zusätzliche Regler oder Pegelwandler.
- TTL/CMOS-Logikschnittstelle – Sender-Eingang und Empfänger-Ausgang sind TTL/CMOS-kompatibel (Push-Pull), sodass sich der Transceiver ohne zusätzliche Schnittstellenschaltung direkt an Mikrocontroller-I/O oder digitale Schnittstellen anschließen lässt.
- Industrieller Temperaturbereich – Ausgelegt für den Betrieb von -40 °C bis +85 °C und damit für zuverlässige Leistung in rauen Industrieumgebungen, Außeninstallationen oder Maschinen mit hohen Temperaturen.
- Sichtbarer 650-nm-LED-Sender – Verwendet eine rote RCLED-Lichtquelle, die augensicher (Klasse 1) und sichtbar ist. Das vereinfacht die Ausrichtung und Fehlerprüfung, da das Licht bei Einrichtung und Fehlersuche sichtbar ist.
- Integriertes Transceivermodul – Vereint optischen Sender und Empfänger in einem kompakten Modul, spart Leiterplattenfläche und vereinfacht das Design im Vergleich zu getrennten Sende- und Empfangskomponenten.
- Invertierende und nicht invertierende Varianten – In zwei Versionen erhältlich: eine mit nicht invertiertem Empfängerausgang und eine mit invertiertem Ausgang. So können Entwickler die passende Logikpolarität für ihre Anwendung wählen.
- RSSI-Diagnoseausgang – Enthält einen Pin für den Received Signal Strength Indicator, der einen analogen Signalpegel bereitstellt und sich zur Überwachung der Verbindungsqualität oder zum Erkennen von Faserproblemen in Echtzeit eignet.
- Voloptische Verbindung (EMV-unempfindlich) – Die Glasfaserverbindung bietet eine inhärente galvanische Trennung und ist unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen. Das sorgt selbst in elektrisch störbelasteten Umgebungen für eine zuverlässige Datenübertragung und verhindert Erdschleifenprobleme.
Downloads
für FE50MKxR 650 nm DC-50 MBd 50 m OptoLock® POF Transceiver
Verfügbare Modellvariationen
Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen
| Specification | FE50MKNR (Non-inverting) | FE50MKIR (Inverting) |
|---|---|---|
Data rate | DC to 50 MBd | DC to 50 MBd |
Wavelength | 650 nm (visible red) | 650 nm (visible red) |
Optical fibre interface | OptoLock® port for 2.2 mm POF (duplex) | OptoLock® port for 2.2 mm POF (duplex) |
Distance over POF | Up to ~50 m (typical); ~30 m in worst case | Up to ~50 m (typical); ~30 m in worst case |
Supply voltage | 3.3 V or 5 V DC | 3.3 V or 5 V DC |
Receiver output polarity | Non-inverting logic | Inverting logic |
Output driver | Push-pull, TTL/CMOS levels | Push-pull, TTL/CMOS levels |
RSSI (signal strength) | Yes (analog output pin) | Yes (analog output pin) |
Operating temperature | -40 °C to +85 °C | -40 °C to +85 °C |
Compliance | RoHS (lead-free); IEC 60825-1 Class 1 eye-safe LED | RoHS (lead-free); IEC 60825-1 Class 1 eye-safe LED |
FAQs
für FE50MKxR 650 nm DC-50 MBd 50 m OptoLock® POF Transceiver
Die beiden Varianten sind elektrisch identisch, mit Ausnahme der Logikpolarität am Empfängerausgang. FE50MKNR bietet einen nicht invertierten TTL/CMOS-Ausgang (der Ausgang ist HIGH, wenn Licht empfangen wird), während FE50MKIR einen invertierten Ausgang besitzt (der Ausgang ist LOW, wenn Licht empfangen wird). So können Sie das Bauteil wählen, das zur Logikkonvention Ihres Systems passt, ohne zusätzliche Inverter einsetzen zu müssen.
Mit der OptoLock® Schnittstelle lässt sich eine Faser sehr einfach konfektionieren. Schneiden Sie das Kunststoff-Lichtwellenleiterkabel (typischerweise 1 mm Kern mit 2,2 mm Mantel) sauber auf die gewünschte Länge zu und führen Sie das blanke Ende dann direkt in den OptoLock-Port des Moduls ein. Der integrierte Verriegelungsmechanismus des Transceivers verriegelt die Faser sicher an ihrem Platz. Spezielle Steckverbinder, Polieren oder Crimpen sind nicht erforderlich – die Faser wird durch das OptoLock Gehäuse sicher gehalten und korrekt zur internen Optik ausgerichtet. Bei Bedarf lässt sich die Faser durch Drücken der Verriegelung wieder lösen, um sie zu entfernen oder neu zu positionieren.
Die FE50MKxR-Transceiver können wahlweise mit 5 V DC oder 3,3 V DC betrieben werden und lassen sich dadurch flexibel in unterschiedliche Systeme integrieren. Ein- und Ausgang des Moduls sind TTL/CMOS-logikkompatibel und können daher ohne Pegelwandler direkt an Standardschaltungen für digitale Signale angeschlossen werden, etwa an GPIO-Pins von Mikrocontrollern, UART/USART usw. Das bedeutet: Wenn Ihr System bereits mit 3,3-V- oder 5-V-Logik arbeitet, lässt sich der Transceiver nahtlos auf diesen Pegeln anbinden.
Ja. Der Datenratenbereich des Transceivers von DC bis 50 MBd deckt viele gängige industrielle Kommunikationsprotokolle ab. Er unterstützt langsame serielle Verbindungen (z. B. RS-232) ebenso wie Feldbusnetzwerke mittlerer Geschwindigkeit, etwa RS-485/MODBUS, CAN bus (typischerweise bis 1 Mbps) und sogar Profibus (mit bis zu 12 Mbps). Solange die Baudrate des Protokolls 50 Mbaud oder weniger beträgt, kann der FE50MKxR die Daten über POF übertragen. Damit eignet er sich gut für die galvanische Trennung und Verlängerung solcher Kommunikationsverbindungen in elektrisch störbelasteten Umgebungen, ohne die Protokollleistung zu beeinträchtigen. Bitte beachten Sie, dass sehr schnelle Protokolle wie 100 Mb Ethernet ein schnelleres OptoLock Modell benötigen (die 250-Mbps-Version). Für alle hier aufgeführten Protokolle ist dieser 50-MBd-Transceiver jedoch ausreichend.
Unter typischen Bedingungen lässt sich mit einer Standard-POF mit 1 mm Kern und Stufenindex bei der vollen Datenrate von 50 MBd eine Verbindungsstrecke von etwa 50 Metern erreichen. Voraussetzung dafür sind eine hochwertige Faser, eine fachgerechte Konfektionierung (sauberer Schnitt) und nominale Betriebsbedingungen. Im ungünstigsten Fall – zum Beispiel bei extremen Temperaturen oder einer Faserdämpfung am oberen Ende der Spezifikation – kann sich die zuverlässige Reichweite auf etwa 20–30 Meter verringern. Wenn Sie eine größere Reichweite benötigen, kann eine niedrigere Datenrate die mögliche Distanz unter Umständen erhöhen, oder es ist der Wechsel auf eine leistungsfähigere Glasfaserlösung erforderlich. Für die meisten industriellen Anwendungen in Gebäuden und im Automotive-Bereich sind 50 m jedoch ausreichend und liegen innerhalb der Leistungsfähigkeit der FE50MKxR-Serie.
Ja. Der Sender verwendet eine Resonator-Leuchtdiode (RCLED) mit 650 nm, die rotes Licht abstrahlt, das für das menschliche Auge sichtbar ist (ein schwaches rotes Leuchten). Wichtig ist: Nach IEC 60825-1 ist sie als Class 1 eye-safe eingestuft, das heißt, unter normalen Betriebsbedingungen besteht keine Gefahr für die Augen. Dadurch können Sie mit der Faser und dem Transceiver ohne besondere Laserschutzmaßnahmen arbeiten. Das sichtbare rote Licht ist bei der Inbetriebnahme sogar von Vorteil: Sie können Licht am Ende der Faser oder durch den OptoLock-Port sehen und so prüfen, ob die Verbindung aktiv ist und korrekt ausgerichtet wurde.
Ja. Der Transceiver verfügt auf der Empfängerseite über einen RSSI-Ausgangspin (Received Signal Strength Indicator). Dieser analoge Ausgang liefert ein Maß für den empfangenen optischen Signalpegel. Durch Überwachung der RSSI-Spannung kann ein System erkennen, ob eine Faserverbindung vorhanden ist, und ihre Signalreserve bzw. Qualität beurteilen. So könnte zum Beispiel der ADC eines Mikrocontrollers den RSSI-Wert auslesen und eine Warnung auslösen, wenn das Signal abfällt – etwa bei einer unterbrochenen Faserverbindung, starker Biegung oder Alterung. Diese Funktion ist für Diagnose und Wartung sehr nützlich, da sich damit Ausfälle oder Fehljustierungen in der optischen Verbindung frühzeitig erkennen lassen.
Transceiver für Kunststoff-Lichtwellenleiter kommen in industriellen und kommerziellen Systemen zum Einsatz, in denen elektrische Isolation und Störfestigkeit wichtig sind. Typische Beispiele sind Netzwerke in der Fabrikautomatisierung – etwa zur Verbindung von Sensoren, Aktoren, SPSen und Motorantrieben in elektromagnetisch belasteten Produktionsumgebungen –, die Industrierobotik, bei der bewegliche Achsen von flexiblen, leichten Faserkabeln profitieren, sowie leistungselektronische Systeme oder Anlagen für erneuerbare Energien, bei denen die Kommunikation zwischen Hochspannungsbereichen und Steuereinheiten galvanisch getrennt werden muss. Auch in Transportsystemen, etwa in Fahrzeugen oder Zügen, werden sie eingesetzt, wenn Vibrationen und EMI eine Rolle spielen. Generell werden diese Module überall dort gewählt, wo eine zuverlässige Datenverbindung über kurze Distanzen benötigt wird, die unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen ist und bei der Kupferverkabelung Masseschleifen oder Sicherheitsprobleme verursachen könnte. Mit einem POF-Transceiver erhalten Sie die Robustheit der Glasfasertechnik kombiniert mit dem Vorteil eines einfach vor Ort konfektionierbaren Anschlusses.







