LWIR-Kameramodule
Langwellige Infrarotmodule für Thermalsensorik und OEM-Integration
Langwellige Infrarotkameramodule (LWIR) ermöglichen Wärmebildgebung ohne sichtbares Licht, indem sie Temperaturunterschiede direkt im langwelligen Infrarotspektrum erfassen. Damit sind sie ideal für Anwendungen, bei denen Wärme statt reflektiertem Licht sichtbar gemacht werden muss. In der Praxis liefern sie auch bei wechselnden Umgebungsbedingungen einen stabilen thermischen Kontrast und lassen sich zuverlässig in Embedded-Systeme integrieren.
Wichtige Auswahlkriterien für ein LWIR-Modul sind der Detektortyp – in der Regel ungekühlte Mikrobolometer –, die thermische Empfindlichkeit sowie systemseitige Randbedingungen wie Stromversorgung und Schnittstellenkompatibilität. Im Vergleich zu MWIR- oder SWIR-Modulen stehen bei LWIR-Kameras der passive Betrieb und die einfachere Integration im Vordergrund. So bieten sie eine zuverlässige Wärmebildgebung ohne die Komplexität einer höheren spektralen Selektivität.
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Darum ist unser Portfolio die richtige Wahl für Sie
Unser Portfolio umfasst eine sorgfältig ausgewählte Reihe von LWIR-Kameramodulen, die die Integration von Wärmebildgebung einfacher, zuverlässiger und effizienter machen. Auf Basis ungekühlter Mikrobolometer-Technologie liefern diese Module eine präzise Wärmebildgebung bei geringem Stromverbrauch und in kompakten, integrationsfreundlichen Bauformen.
Das Sortiment unterstützt eine Vielzahl von Anwendungen – von der industriellen Automatisierung und kontinuierlichen Zustandsüberwachung bis hin zu Embedded Vision und intelligenter Sensorik. Mit Optionen für unterschiedliche NETD-Werte, Optikkonfigurationen und Leistungsanforderungen können Entwickler die passende Balance aus Empfindlichkeit, Baugröße und Kosten für ihre jeweilige Anwendung wählen.
Zusätzlich zur Hardware selbst bieten wir kompetenten technischen Support bei Modulauswahl, Integration und kundenspezifischer Anpassung. So helfen wir dabei, Entwicklungsrisiken zu senken und die Markteinführung zu beschleunigen.
Wichtige Auswahlfaktoren
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Detektorarchitektur: Ungekühlte Mikrobolometer dominieren bei LWIR-Modulen. Gegenüber gekühlten MWIR-Alternativen vereinfachen sie die Integration, weisen jedoch andere Reaktionszeiten und Rauscheigenschaften auf.
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Thermische Empfindlichkeit (NETD): Ein niedrigerer NETD-Wert verbessert die Erkennung kleiner Temperaturunterschiede, was insbesondere bei Inspektions- oder Überwachungsanwendungen entscheidend ist.
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Bauform und Integrationsgrad: Kompakte OEM-Module unterscheiden sich von kombinierten EOIR-Modulen, bei denen zusätzliche sichtbare Sensoren die Systemgröße und Komplexität erhöhen.
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Spektrale Eignung im Vergleich zu Alternativen: LWIR wird für die passive Wärmebildgebung bevorzugt, während SWIR-Module zum Einsatz kommen, wenn reflektierte IR-Strahlung oder Materialinspektion erforderlich sind.
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Optikkompatibilität: Linsenmaterial und Auswahl des Sichtfelds (FOV) beeinflussen die Bildqualität direkt; eine häufige Fehlerquelle ist die Unterschätzung von Transmissionsverlusten in der IR-Optik.
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Leistungs- und Wärmemanagement: Obwohl sie ungekühlt sind, erfordern LWIR-Module dennoch eine sorgfältige thermische Auslegung, um Drift und Kalibrierungsinstabilität in geschlossenen Systemen zu vermeiden.
Technischer Überblick
LWIR-Kameramodule arbeiten im langwelligen Infrarotbereich, in dem sich der Großteil der natürlich abgestrahlten Wärmeenergie alltäglicher Objekte erfassen lässt. Im Gegensatz zu MWIR-Kameramodulen verwenden sie in der Regel ungekühlte Focal Plane Arrays und benötigen daher keine komplexen kryogenen Kühlsysteme. Das reduziert den Stromverbrauch, die Systemgröße und die Komplexität der Integration insgesamt.
Deshalb werden LWIR-Module in vielen Anwendungen eingesetzt, die eine zuverlässige, kontinuierliche thermische Überwachung erfordern – etwa in der industriellen Automatisierung, der Zustandsüberwachung, der Sicherheitstechnik und in Embedded-Vision-Systemen. Ihr Fokus liegt in der Regel auf kompakter Integration, Langzeitstabilität und wirtschaftlichem Einsatz statt ausschließlich auf maximaler Leistung.
Diese Module werden häufig mit Linsen aus Germanium oder Chalkogenid kombiniert. Diese Materialien werden ausgewählt, weil sie Infrarotwellenlängen effizient übertragen und zugleich eine hohe Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen bieten.
Integrationsaspekte
LWIR-Kameramodule werden üblicherweise über digitale Standard-Videoschnittstellen wie MIPI, LVDS oder USB integriert – abhängig von der OEM-Plattform und den Anforderungen der Anwendung. Aus mechanischer Sicht hängt eine erfolgreiche Integration von einer präzisen Linsenausrichtung, einer wirksamen Abdichtung und dem Schutz des Moduls vor Umwelteinflüssen wie Staub und Feuchtigkeit ab.
In den meisten Systemen lässt sich die EMV-Leistung vergleichsweise einfach beherrschen. In kompakten Embedded-Designs mit eng gepackter Mixed-Signal-Elektronik kann eine Abschirmung jedoch wichtiger werden. Ein oft unterschätzter Integrationsaspekt ist die thermische Stabilisierungszeit. Nach dem Einschalten kann der Sensor Zeit benötigen, um eine stabile Betriebstemperatur zu erreichen, bevor er vollständig konsistente Messwerte liefert.
Im Vergleich zu MWIR-Kameramodulen lassen sich LWIR-Systeme im Allgemeinen einfacher integrieren, da sie keine komplexe Kühlhardware benötigen. Allerdings können sie empfindlicher auf thermische Gradienten reagieren, die durch das Gehäuse selbst entstehen. Werden diese nicht sorgfältig berücksichtigt, kann dies die Bildkonsistenz oder Temperaturgenauigkeit beeinträchtigen. In Systemen, die sichtbare und thermische Bildgebung kombinieren, etwa auf EOIR-Plattformen, gewinnen zudem Synchronisation und Kalibrierung zwischen den beiden Bildkanälen auf Systemebene an Bedeutung.
FAQ’s
LWIR-Kameramodule werden häufig für die Zustandsüberwachung, thermische Inspektionen und Sicherheitssysteme eingesetzt, bei denen Temperaturunterschiede auf Fehler oder Anomalien hinweisen. Sie sind besonders nützlich in Umgebungen mit wenig oder keinem sichtbaren Licht. Typische Anwendungsfälle sind die vorausschauende Wartung und die Prozessüberwachung.
Die Hauptunterschiede betreffen die Detektortechnologie, die Kühlanforderungen und den Anwendungsschwerpunkt:
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LWIR: ungekühlt, einfachere Integration, kontinuierliche Überwachung
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MWIR: gekühlt, höhere Empfindlichkeit, schnellere Reaktion
LWIR wird im Allgemeinen für kostensensitive und Embedded-Systeme bevorzugt.
SWIR-Kameramodule kommen zum Einsatz, wenn die Bildgebung auf reflektiertem Infrarotlicht statt auf emittierter Wärmestrahlung basiert. Das ist beispielsweise bei der Materialsortierung, der Feuchtigkeitserkennung oder der Bildgebung unter bestimmten atmosphärischen Bedingungen relevant. Für reine Thermalsensorik bleibt LWIR die bessere Wahl.
LWIR-Module sind einfacher und kompakter aufgebaut und auf reine Wärmebildgebung ausgelegt. EOIR-Kameramodule (VIS/LWIR) kombinieren sichtbare und thermische Sensoren. Das ist für die Lageerfassung nützlich, erhöht jedoch die Systemkomplexität, den Kalibrieraufwand und den Integrationsaufwand.
Ja, sie sind grundsätzlich für den Einsatz im Außenbereich geeignet, da sie auf emittierter Wärmestrahlung und nicht auf Umgebungslicht basieren. Allerdings müssen Linsenmaterial, Gehäusedesign und Umgebungsabdichtung sorgfältig ausgewählt werden, um eine langfristige Stabilität sicherzustellen.
Typische Herausforderungen sind:
- die Aufrechterhaltung der thermischen Stabilität im Gehäuse
- die Auswahl kompatibler IR-Optiken
- der Umgang mit Kalibrierungsdrift im Zeitverlauf Diese Faktoren beeinflussen die Zuverlässigkeit der Messungen direkt.
Die Optik bestimmt das Sichtfeld, die Transmissionseffizienz und die Bildschärfe. Germaniumlinsen werden aufgrund ihrer hohen Transmission im LWIR-Bereich häufig eingesetzt. Eine ungeeignete Optikauswahl kann die Vorteile eines hochwertigen Detektors zunichtemachen.
Ja, sie werden häufig in Multisensor-Plattformen mit sichtbaren oder SWIR-Systemen kombiniert. Dadurch stehen ergänzende Daten zur Verfügung, etwa wenn thermische Detektion mit visuellem Kontext verknüpft wird. Der Nachteil sind eine höhere Systemkomplexität sowie der zusätzliche Bedarf an Synchronisation und Kalibrierung.




