SWIR-Infrarotkameras
Kurzwellige Infrarotbildgebung für die Analyse mit reflektiertem Licht
SWIR-Kameras erfassen kurzwellige Infrarotstrahlung, um Informationen sichtbar zu machen, die mit konventionellen Kameras möglicherweise nicht erkennbar sind. Im Gegensatz zu MWIR- und LWIR-Kameras, die Wärmestrahlung detektieren, arbeiten SWIR-Systeme in erster Linie mit reflektiertem oder extern erzeugtem Licht. Dadurch eignen sie sich für die Analyse von Materialien, Beschichtungen, Feuchtigkeit, Halbleitern und laserbasierten Anwendungen.
SWIR-Bildgebung wird häufig für Inspektionen, Materialforschung, Laserausrichtung und Halbleiteranalysen eingesetzt, bei denen spektrale Informationen wichtiger sind als die direkte Temperaturmessung.
Bei der Auswahl einer SWIR-Kamera sind Wellenlängenbereich, Detektorempfindlichkeit, Beleuchtung, Optik, Bildrate und Schnittstellenanforderungen wichtige Faktoren. Welche Kombination die richtige ist, hängt vom zu messenden Material oder Merkmal und von der Beleuchtung der Szene ab.
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Warum unser SWIR-Portfolio die richtige Wahl für Sie ist
Unsere SWIR-Kameralösungen erweitern die Bildgebung über das sichtbare Spektrum hinaus und helfen Ingenieurinnen und Ingenieuren dabei, Materialeigenschaften und Merkmale zu erkennen, die konventionelle Kameras möglicherweise nicht sichtbar machen.
Mit Lösungen für Anwendungen wie Halbleiterinspektion, Materialforschung, Feuchtigkeitserkennung, Laserausrichtung und industrielle Inspektion bietet unser Portfolio die Flexibilität, Detektorleistung, Spektralbereich, Optik und Beleuchtung optimal auf Ihre Anwendung abzustimmen.
Wichtige Auswahlkriterien
- Wellenlängenbereich: Stellen Sie sicher, dass die Kamera die für das Material oder die Anwendung relevanten Wellenlängen abdeckt.
- Detektorempfindlichkeit: InGaAs und andere Detektortechnologien bieten unterschiedliche Spektralbereiche und Leistungsmerkmale.
- Beleuchtung: Die Leistung von SWIR hängt stark von Lichtquelle, Intensität, Geometrie und Stabilität ab.
- Optik: Prüfen Sie, ob Objektive, Beschichtungen, Filter und Fenster über den erforderlichen SWIR-Bereich hinweg eine ausreichende Transmission bieten.
- Bildkontrast: Der SWIR-Kontrast basiert in der Regel auf Unterschieden in Reflexion, Absorption oder Transmission und nicht auf Temperatur.
- Anwendungsanforderungen: Wenn eine direkte Temperaturmessung erforderlich ist, kann MWIR oder LWIR die geeignetere Wahl sein.
Technischer Überblick
SWIR-Kameras arbeiten typischerweise im Bereich von 0,9–1,7 µm und verwenden häufig InGaAs-Detektoren. Statt emittierte Wärme zu messen, erfassen sie reflektierte oder transmittierte kurzwellige Infrarotstrahlung. Daher sind Auswahl und Kontrolle der Beleuchtung ein wichtiger Bestandteil des Bildgebungssystems.
SWIR-Kameras lassen sich oft einfacher in konventionelle Machine-Vision-Hardware integrieren als langwelligere Infrarotsysteme. Allerdings müssen Objektive, Beschichtungen, Filter und andere optische Komponenten bei den erforderlichen Wellenlängen weiterhin eine geeignete Transmission gewährleisten.
Im Vergleich zu Breitband-Infrarotkameras decken SWIR-Systeme einen klarer definierten Spektralbereich ab. Dadurch lassen sie sich für bestimmte Anwendungen oft einfacher steuern und analysieren. Sie eignen sich besonders für die Halbleiterinspektion, Feuchtigkeitserkennung, Materialidentifikation und laserbasierte Messungen.
Hinweise zur Integration
SWIR-Kameras lassen sich häufig über standardisierte mechanische und digitale Schnittstellen in bestehende Machine-Vision-Systeme integrieren. Da sie in der Regel ungekühlt arbeiten, kann das die Systemauslegung im Vergleich zu gekühlten MWIR-Kameras zusätzlich vereinfachen.
Die Beleuchtung ist einer der wichtigsten Aspekte bei der Integration. Änderungen der Lichtintensität, des Winkels oder der Positionierung können den Bildkontrast und die Wiederholbarkeit von Messungen beeinflussen. Die Kalibrierung konzentriert sich daher eher auf Faktoren wie Detektorverhalten, spektrale Leistung und konstante Beleuchtung als allein auf die Temperatur.
FAQ
SWIR-Kameras werden typischerweise für Anwendungen mit reflektiertem Licht eingesetzt, etwa für die Halbleiterinspektion, Laserprofiling und Materialanalyse. Sie machen Merkmale sichtbar, die in der Standard-RGB-Bildgebung nicht erkennbar sind. Sie sind nicht für die direkte Temperaturmessung ausgelegt.
SWIR-Kameras erfassen reflektiertes Licht, während MWIR- und LWIR-Kameras emittierte Wärmestrahlung messen. Das bedeutet, dass SWIR für die optische Inspektion geeignet ist, während MWIR und LWIR für wärmebezogene Analysen eingesetzt werden. Dieser Unterschied beeinflusst sowohl den Aufbau als auch die Interpretation.
Ja, in den meisten Fällen. Übliche Optionen sind: • Breitband-Halogenlichtquellen • Laserbeleuchtung • gefilterte Lichtquellen Ohne geeignete Beleuchtung kann der Kontrast unzureichend sein.
Nicht direkt. Sie sind nicht für die radiometrische Temperaturmessung wie MWIR- oder LWIR-Kameras ausgelegt. Jede thermische Interpretation wäre indirekt und anwendungsspezifisch.
Teilweise, aber nicht alle Objektive übertragen SWIR-Wellenlängen effizient. Es ist wichtig, das Linsenmaterial und die Leistungsfähigkeit der Beschichtung zu prüfen. Ungeeignete Optiken können die Bildqualität erheblich beeinträchtigen.
SWIR-Kameras sind die bevorzugte Wahl, wenn Sie einen kontrollierten, schmalen Spektralbereich benötigen. Breitband-IR-Kameras eignen sich besser für die Untersuchung von Materialien mit komplexem spektralem Verhalten. In vielen Fällen vereinfacht SWIR die Analyse.
Ein häufiges Problem ist, SWIR-Kameras wie Wärmebildkameras zu behandeln. Ohne die richtige Beleuchtung und ein Verständnis der Reflexionseigenschaften können die Ergebnisse irreführend sein. Eine sorgfältige Einrichtung ist entscheidend.



