Abstimmbare DPSS-Laser der NT250-Serie für den UV-NIR-Bereich
- Technologie
- DPSS-Laser
Das abstimmbare Nanosekunden-DPSS-Lasersystem der NT250-Serie kombiniert einen gütegeschalteten 532-nm-Pumplaser und einen optisch-parametrischen Oszillator in einem gemeinsamen Lasergehäuse. Es ist für abstimmbare Anregungs- und Messaufgaben in der photoakustischen Bildgebung, laserinduzierten Fluoreszenzspektroskopie, Pump-Probe-Spektroskopie, Photobiologie, Fernerkundung und Messtechnik ausgelegt. Der NT252 liefert Signalausgänge von 670 bis 1064 nm und Idler-Ausgänge von 1065 bis 2600 nm, während die Option -SH den Betrieb auf den UV-Vis-Bereich erweitert. Motorisierte Abstimmung und programmierbares Wellenlängenscannen ermöglichen einen automatisierten Betrieb ohne manuelle Anpassung zwischen den Sollwerten.
Eine Wiederholrate von 1000 Hz und eine OPO-Pulsdauer von 1–4 ns eignen sich für Experimente, die eine Nanosekunden-Anregung mit wiederholter Datenerfassung erfordern. Die Bedienung erfolgt über ein beleuchtetes Tastenfeld oder per PC; USB-, RS232-, LAN- und WLAN-Schnittstellen erleichtern die Integration in bestehende Systeme. Dank Luftkühlung ist keine Kühlung mit Leitungswasser erforderlich. Fasergekoppelte Strahlführung, Dämpfung und separate harmonische Ausgänge sind als Konfigurationsoptionen verfügbar.

Eigenschaften
- Integrierter DPSS-Pumplaser und OPO: Reduziert die Anzahl separat untergebrachter Laserkomponenten.
- Konfigurierter Abstimmbereich von 335–2600 nm: Unterstützt UV-, sichtbare und NIR-Experimente mit nur einem Lasersystem.
- Motorisierte lückenlose Abstimmung: Macht eine manuelle Wellenlängenanpassung überflüssig.
- Programmierbares Wellenlängenscannen: Unterstützt automatisierte Abläufe zur Spektrenerfassung.
- Pulswiederholrate von 1000 Hz: Liefert bis zu 1000 Anregungspulse pro Sekunde.
- OPO-Pulsdauer von 1–4 ns: Unterstützt Spektroskopie, Bildgebung und Pump-Probe-Anwendungen im Nanosekundenbereich.
- Minimale Abstimmsschritte von 1–2 cm⁻¹: Ermöglicht eng beieinanderliegende Spektralmessungen.
- Luftgekühlte Bauweise: Macht eine Leitungswasserkühlung überflüssig.
- USB-, RS232-, LAN- und WLAN-Schnittstellen: Unterstützen lokale, serielle und netzwerkbasierte Steuerung.
- Optionen für Faserkopplung und Dämpfung: Bieten alternative Möglichkeiten zur Führung und Steuerung des Ausgangsstrahls.
Verfügbare Modellvariationen
Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen
NT252-Spezifikationen
| Kategorie | Spezifikation | NT252 |
|---|---|---|
OPO | Signal-Wellenlängenbereich | 670–1064 nm |
OPO | Idler-Wellenlängenbereich | 1065–2600 nm |
OPO | SH-Wellenlängenbereich | 335–669 nm |
OPO | OPO-Pulsenergie | 1100 µJ |
OPO | SH-Pulsenergie | 200 µJ |
OPO | Pulsdauer | 1–4 ns |
OPO | Pulswiederholrate | 1000 Hz |
OPO | Linienbreite | <10 cm⁻¹ |
OPO | Minimale Signal-Abstimmschrittweite | 1 cm⁻¹ |
OPO | Minimale Idler-Abstimmschrittweite | 1 cm⁻¹ |
OPO | Minimale SH-Abstimmschrittweite | 2 cm⁻¹ |
OPO | Polarisation des Signals | Horizontal |
OPO | Polarisation des Idlers | Vertikal |
OPO | SH-Polarisation | Horizontal |
OPO | Typischer Strahldurchmesser | 3 × 6 mm |
Pumplaser | Pumplaser-Wellenlänge | 532 nm |
Pumplaser | Typische Pulsenergie des Pumplasers | 4 mJ |
Pumplaser | Pulsdauer | 2–5 ns |
Pumplaser | Stabilität der Pulsenergie | <2,5 % StdAbw |
Physikalische Daten | Abmessungen der Lasereinheit, B × L × H | 456 × 1040 × 297 mm |
Physikalische Daten | Abmessungen des Netzteils, B × L × H | 520 × 400 × 286 mm |
Physikalische Daten | Länge des Verbindungskabels | 2,5 m |
Betriebsanforderungen | Kühlung | Luftgekühlt |
Betriebsanforderungen | Raumtemperatur | 18–27 °C |
Betriebsanforderungen | Relative Luftfeuchtigkeit | 20–80 %, nicht kondensierend |
Betriebsanforderungen | Elektrischer Eingang | 100–240 V AC, einphasig, 50/60 Hz |
Betriebsanforderungen | Leistungsaufnahme | <1,5 kW |
Betriebsanforderungen | Raumreinheit | ISO-Klasse 9 oder besser |
Hinweise zu den Spezifikationen
- Sofern nicht anders angegeben, gelten die Spezifikationen bei 750 nm für das Basissystem ohne Optionen.
- Die OPO-Pulsenergie wird als Maximalwert im Bereich von 700–750 nm gemessen.
- Die SH-Pulsenergie wird bei 400 nm gemessen.
- Die Pulsdauern werden als FWHM mit einer Photodiode mit 1 ns Anstiegszeit und einem Oszilloskop mit 300 MHz gemessen.
- Die Angabe zur Linienbreite gilt für die Signal- und Idler-Bereiche.
- Die manuelle PC-Steuerung ermöglicht Abstimmschritte von 1 cm⁻¹ für Signal- und Idler-Ausgang sowie 2 cm⁻¹ für den SH-Ausgang. Die Auflösung des Tastenfelds beträgt 0,1 nm für Signal, 1 nm für Idler und 0,05 nm für SH.
- Der Strahldurchmesser wird auf dem 1/e²-Niveau gemessen und kann mit der Pump-Pulsenergie variieren.
- Die Pump-Pulsenergie ist für den OPO-Betrieb optimiert und kann zwischen einzelnen Geräten variieren.
Zubehör und optionale Ausstattungen
| Option | Funktion |
|---|---|
-SH | Erweitert den Abstimmbereich mithilfe der zweiten Harmonischen auf 335–670 nm |
-H, -2H | Stellt separate 1064-nm- oder 532-nm-Ausgangsports bereit |
-FC | Stellt fasergekoppelten Ausgang über 350–2000 nm bereit |
-ATTN | Stellt eine Ausgangsdämpfung über 335–2600 nm bereit |
Bestellkonfiguration
Das dokumentierte Beispiel für den Bestellcode lautet NT252-SH-2H. NT252 kennzeichnet das Lasermodell, -SH ergänzt die UV-Vis-Abstimmerweiterung und -2H fügt einen separaten 532-nm-Ausgang hinzu. Die Bezeichnung -H kann für einen separaten 1064-nm-Ausgang verwendet werden.
Vergleich des abstimmbaren Nanosekunden-Laserportfolios
| Serie | Ausgangswellenlängenbereich | Wiederholrate, bis zu | Pumptechnologie | Besonderes Merkmal |
|---|---|---|---|---|
NT260 | 192–2600 nm | 10 kHz | Diodengepumpter Festkörperlaser | Betrieb mit schmaler Linienbreite bei kHz-Raten |
NT230 | 192–2600 nm | 100 Hz | Diodengepumpter Festkörperlaser | OPO-Pulsenergie bis zu 15 mJ |
NT240 | 210–2600 nm | 1000 Hz | Diodengepumpter Festkörperlaser | Breit abstimmbare gepulste kHz-Ausgabe |
NT250 | 335–2600 nm | 1000 Hz | Diodengepumpter Festkörperlaser | UV–NIR-Bereichskonfiguration |
NT270 | 2500–4475 nm | 1000 Hz | Diodengepumpter Festkörperlaser | IR-Abstimmung bei kHz-Wiederholraten |
NT340 | 192–4400 nm | 20 Hz | Blitzlampengepumpt | Mehrere anwendungsspezifische Konfigurationsoptionen |
Der Vergleich zeigt die wichtigsten Leistungsmerkmale der Produktreihen. Nicht jeder angegebene Maximalwert oder Ausgangsbereich ist innerhalb einer einzelnen Konfiguration gleichzeitig verfügbar.
FAQs
für Abstimmbare DPSS-Laser der NT250-Serie für den UV-NIR-Bereich
Der gesamte Bereich von 335–2600 nm wird durch die Kombination von drei benachbarten Ausgangsbereichen erreicht und nicht über einen einzigen Konversionszweig. Mit der Option -SH deckt die zweite Harmonische 335–669 nm ab, das OPO-Signal 670–1064 nm und der Idler 1065–2600 nm; in der Optionsbeschreibung wird die obere UV-Grenze auf 670 nm gerundet. Motorisierte Steuerung und programmierbares Scannen ermöglichen es dem System, den konfigurierten Bereich ohne manuelle Wellenlängenanpassung zu durchlaufen. In der Praxis deckt ein NT252 in der Basisausführung 670–2600 nm ab, während für Anwendungen unterhalb von 670 nm die Konfiguration -SH erforderlich ist. Filter, Detektoren und Laserschutzmaßnahmen müssen dennoch für jeden Spektralbereich passend ausgewählt werden.
Der OPO-Wert von 1100 µJ und der SH-Wert von 200 µJ sind als Referenzpunkte bei definierten Wellenlängen zu verstehen, nicht als konstanter Ausgang über den gesamten Abstimmbereich. Der OPO-Wert wird als Maximum zwischen 700 und 750 nm gemessen, während der SH-Wert bei 400 nm gemessen wird; in anderen Bereichen des Spektrums ändert sich die typische Pulsenergie. Die bei einer gewählten Wellenlänge verfügbare Energie muss daher auf die Empfindlichkeit des Detektors, die Schadensschwelle der Probe und das erforderliche Signal-Rausch-Verhältnis abgestimmt werden. Bei der Systemauslegung sollten Reserven für die wellenlängenabhängige Konversionseffizienz und Schwankungen zwischen einzelnen Geräten eingeplant werden. Bevor optische Dämpfung, Faserkopplung oder Belichtungseinstellungen festgelegt werden, empfiehlt sich eine Bestätigung der Energie bei der jeweiligen Wellenlänge.
Bei 1000 Hz liegen zwischen den Pulsen 1 ms, was schnelles Mitteln und Scannen ermöglicht, wenn sich Probe und Detektor innerhalb dieses Intervalls erholen. Die OPO-Pulsdauer beträgt 1–4 ns, wodurch sich das System für Anregung im Nanosekundenbereich, photoakustische Erzeugung und Pump-Probe-Anordnungen eignet, die keine Pikosekundenauflösung erfordern. Die Stabilität der Pump-Pulsenergie ist mit einer Standardabweichung von weniger als 2,5 % angegeben, zur zeitlichen Jitter wird jedoch keine Angabe gemacht. Vor Nutzung der vollen Rate sollte das Experiment daher im Hinblick auf thermische Akkumulation, Totzeit des Detektors und Relaxation der Probe geprüft werden. Wenn ein absolutes Trigger-Timing entscheidend ist, sollten die erforderlichen Angaben zu Jitter und Synchronisation für die gewählte Konfiguration eingeholt werden.
Bei der manuellen Wellenlängeneingabe per PC betragen die minimalen Abstimmsschritte 1 cm⁻¹ für Signal- und Idler-Ausgang sowie 2 cm⁻¹ für den SH-Ausgang. Die Steuerung über das Tastenfeld ist anders angegeben: mit Auflösungen von 0,1 nm für das Signal, 1 nm für den Idler und 0,05 nm für SH. Da Wellenzahl und Wellenlänge umgekehrt zueinander verlaufen, entspricht ein fester Schritt in cm⁻¹ nicht über das gesamte Spektrum hinweg demselben Inkrement in nm. Die PC-Steuerung ist daher vorteilhaft, wenn ein spektroskopisches Verfahren über Wellenzahlabstände definiert ist, während die Eingabe über das Tastenfeld für die direkte Auswahl einer Wellenlänge praktisch ist. Die Steuerungsmethode sollte passend zu Scanabstand, Monochromatorbandbreite und der Linienbreite von weniger als 10 cm⁻¹ gewählt werden.
Für die Installation werden ein einphasiger Anschluss mit 100–240 V AC, 50/60 Hz sowie eine Auslegung für eine Leistungsaufnahme von unter 1,5 kW benötigt. Der Laser ist luftgekühlt und für 18–27 °C, 20–80 % relative Luftfeuchtigkeit ohne Kondensation sowie eine Raumreinheit nach ISO-Klasse 9 oder besser spezifiziert. Es muss Platz für die Lasereinheit mit 456 × 1040 × 297 mm, das Netzteil mit 520 × 400 × 286 mm und die 2,5 m lange Verbindungsleitung vorgesehen werden. Rund um das luftgekühlte Gerät sind Lüftungsabstände einzuplanen; die angegebenen Abmessungen sollten nicht als vollständiger Installationsraum betrachtet werden. Das System sollte dauerhaft mit dem Stromnetz verbunden bleiben; eine Unterbrechung von mehr als einer Stunde kann vor dem Betrieb mehrere Stunden Aufwärmzeit erforderlich machen. Diese Anforderungen sollten in die Planung von Stromversorgung, Thermik und Inbetriebnahme im Labor einfließen.
Die Auswahl der Optionen sollte mit dem benötigten Spektralbereich und der Art der Strahlführung beginnen. Die Option -SH erweitert den Abstimmbereich in den UV- und sichtbaren Bereich, -H stellt einen separaten 1064-nm-Ausgang bereit und -2H einen separaten 532-nm-Ausgang; das dokumentierte Codebeispiel NT252-SH-2H kombiniert die UV-Erweiterung mit dem 532-nm-Port. Die Option -FC bietet fasergekoppelten Ausgang von 350 bis 2000 nm, während -ATTN eine Dämpfung über 335–2600 nm ergänzt. Diese Bereiche bedeuten, dass die Faserkopplung nicht den gesamten Idler-Bereich bis 2600 nm abdeckt. Vor der Bestellung sollte geprüft werden, ob die benötigten Ausgangsports, Faserkopplung und Dämpfung in derselben Ausführung kombiniert werden können und ob alle Ausgänge gleichzeitig benötigt werden.
Der Freistrahlausgang hat einen typischen Strahldurchmesser von 3 × 6 mm, gemessen auf dem 1/e²-Niveau, wobei der Wert mit der Pump-Pulsenergie variieren kann. Signal- und SH-Ausgänge sind horizontal polarisiert, während der Idler vertikal polarisiert ist; nachgeschaltete Optiken müssen daher für den aktiven Wellenlängenbereich passend ausgewählt und ausgerichtet werden. USB-, RS232-, LAN- und WLAN-Schnittstellen unterstützen die Integration in Steuerungssysteme, während der PC-Betrieb über mitgelieferte LabVIEW-Treiber möglich ist. Das System ist als Laserprodukt der Klasse IV eingestuft und erfordert einen gekapselten oder kontrollierten Strahlengang, Verriegelungen, für die Wellenlänge geeignete Schutzbrillen und den sicheren Umgang mit spiegelnden Reflexionen. Bei der Integration sollten Strahlgeometrie, Polarisation, Fernsteuerung und Lasersicherheit daher als eine gemeinsame Konstruktionsaufgabe betrachtet werden und nicht als getrennte Installationsdetails.







