CT-0622TSP-MB5L-E 1310 nm FP 15 km 622 Mb/s SFP-Transceiver mit DDMI

Technologie
Optische Transceiver
Partner
Coretek

Der SFP-Transceiver CT-0622TSP-MB5L-E ist für optische ATM/SONET-OC-12- und SDH-STM-4-Verbindungen mit 622 Mb/s ausgelegt. Sein 1310-nm-Fabry–Pérot-Laser ermöglicht die Übertragung über 9/125-µm-Singlemode-Fasern über eine spezifizierte Entfernung von 15 km. Das Modul verfügt über eine Duplex-LC-Buchse und entspricht dem SFP Multi-Source Agreement zur Integration in kompatible steckbare Hostschnittstellen. Die digitale Diagnoseüberwachung ist über die in SFF-8472 definierte Zweidraht-I²C-Schnittstelle zugänglich. Der Betriebsspannungsbereich von 3,1 bis 3,5 V eignet sich für Geräte mit einer nominalen Versorgungsspannung von 3,3 V. Der Gehäusetemperaturbereich von −40 °C bis +85 °C ermöglicht den Einsatz in Geräten mit starken internen Temperaturschwankungen. Typische Anwendungen sind Tele­kommunikations-Transportgeräte, Singlemode-Glasfaserverbindungen und die Wandlung optischer in elektrische Schnittstellensignale.

CT-0622TSP-MB5L-E 1310 nm FP 15 km 622 Mb/s SFP-Transceiver mit DDMI

Eigenschaften

  • NRZ-Betrieb mit 622 Mb/s: Passend für ATM/SONET-OC-12- und SDH-STM-4-Schnittstellen.
  • 1310-nm-FP-Laser mit 15 km Reichweite: Unterstützt Verbindungen über mittlere Entfernungen mit 9/125-µm-Singlemode-Fasern.
  • −28 dBm Empfängerempfindlichkeit: Ermöglicht zusammen mit der minimalen Einkoppelleistung von −15 dBm ein optisches Leistungsbudget von 13 dB im ungünstigsten Fall.
  • SFP-MSA-Formfaktor: Ermöglicht die Integration in kompatible SFP-Aufnahmekäfige des Hostsystems.
  • Duplex-LC-Buchse: Bietet getrennte Sende- und Empfangsanschlüsse in einer kompakten optischen Schnittstelle.
  • SFF-8472-DDMI über I²C: Ermöglicht dem Hostsystem den Zugriff auf Modulidentifikations- und Diagnoseinformationen.
  • Gehäusetemperaturbereich von −40 °C bis +85 °C: Eignet sich für Geräte mit einem weiten internen Betriebstemperaturbereich.
  • Versorgungsspannungsbereich von 3,1 bis 3,5 V: Lässt sich in Hostsysteme mit einer nominalen Versorgungsspannung von 3,3 V integrieren.
  • Signale TX Disable, TX Fault und RX_LOS: Unterstützen die Sendersteuerung, Fehlermeldung und Überwachung des optischen Verbindungsstatus.
  • Laser der Klasse 1 und bleifreie Ausführung: Erfüllt die angegebenen Anforderungen an Augensicherheit und Materialien.

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CT-0622TSP-MB5L-E Product Datasheet
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Technische Daten

KategorieParameterWertBedingung oder Norm

Allgemein

Produktkennung

CT-0622TSP-MB5L-E

Optischer SFP-Transceiver

Allgemein

Datenrate

622 Mb/s

NRZ-Signalisierung

Allgemein

Spezifizierte Übertragungsreichweite

15 km

Singlemode-Faser

Allgemein

Fasertyp

9/125 µm Singlemode

Optische Leistung bei Einkopplung in diesen Fasertyp gemessen

Allgemein

Optischer Anschluss

Duplex-LC

Getrennte Sende- und Empfangspfade

Allgemein

Bauform

SFP

Kompatibel mit dem Multi-Source Agreement

Allgemein

Elektrische Schnittstelle

AC/AC, differenziell

Sende- und Empfangsdatenpfade

Allgemein

Signalerkennungsausgang

TTL

Angaben zur Produktcodierung

Anwendungen

Netzwerkschnittstellen

ATM/SONET OC-12; SDH STM-4

Verbindungen mit 622 Mb/s

Diagnose

Digitale Diagnose

SFF-8472 DDMI

Serielle I²C-Zweidrahtschnittstelle

Betriebsbedingungen

Gehäusetemperatur im Betrieb, TA

−40 bis +85 °C

Erweiterter Temperaturbereich

Betriebsbedingungen

Versorgungsspannung, VCC

3,1 bis 3,5 V

System mit 3,3 V Nennspannung

Betriebsbedingungen

Spannungshub am Dateneingang, VID

400 bis 1.660 mV

Differenzieller Eingang

Absolute Grenzwerte

Lagertemperatur, TS

−40 bis +85 °C

Absoluter Grenzwert

Absolute Grenzwerte

Versorgungsspannung, VCC

0 bis 6 V

Absoluter Grenzwert

Absolute Grenzwerte

Dateneingangsspannung

0 V bis VCC

Absoluter Grenzwert

Elektrische Kenndaten des Senders

Stromaufnahme, ICCT

Maximal 200 mA

Sendeteil

Elektrische Kenndaten des Senders

Low-Pegel am Eingang TX Disable, VIL

0 bis 0,8 V

Logisch Low

Elektrische Kenndaten des Senders

High-Pegel am Eingang TX Disable, VIH

2,0 V bis VCC

Logisch High

Elektrische Kenndaten des Senders

Low-Pegel am Ausgang TX Fault, VOL

0 bis 0,8 V

Logisch Low

Elektrische Kenndaten des Senders

High-Pegel am Ausgang TX Fault, VOH

2,0 V bis VCC

Logisch High

Elektrische Kenndaten des Empfängers

Stromaufnahme, ICCR

Maximal 100 mA

Empfangsteil

Elektrische Kenndaten des Empfängers

Differenzielle Datenausgangsspannung, VOD

0,4 bis 1,3 V

Differenzieller Ausgang

Elektrische Kenndaten des Empfängers

Low-Pegel am Ausgang RX_LOS, VOL

0 bis 0,8 V

Logisch Low

Empfänger – elektrische Eigenschaften

RX_LOS-Ausgangspegel High, VOH

2,0 V bis VCC

Logisch High

Serielle Schnittstelle

MOD_DEF-Low-Pegel, VIL

−0,6 V bis 0,3 × VCC

MOD_DEF(1) und MOD_DEF(2)

Serielle Schnittstelle

MOD_DEF-High-Pegel, VIH

0,7 × VCC bis VCC + 0,5 V

MOD_DEF(1) und MOD_DEF(2)

Sender – optische Eigenschaften

Lasertyp

Fabry–Pérot-Laserdiode

Nennwellenlänge 1310 nm

Sender – optische Eigenschaften

Mittlere optische Ausgangsleistung, PO

−15 bis −8 dBm

Eingekoppelt in eine 9/125-µm-Singlemode-Faser

Sender – optische Eigenschaften

Extinktionsverhältnis, ER

Mindestens 8,2 dB

Sender – optische Eigenschaften

Zentralwellenlänge, λC

1275 bis 1355 nm

Typisch 1310 nm

Sender – optische Eigenschaften

Spektralbreite (RMS)

Maximal 2,5 nm

Sender – optische Eigenschaften

Optische Anstiegszeit

Maximal 1,2 ns

Gemessen von 20 % bis 80 %

Sender – optische Eigenschaften

Optische Abfallzeit

Maximal 1,2 ns

Gemessen von 20 % bis 80 %

Sender – optische Eigenschaften

Augendiagramm des Ausgangssignals

Konform mit ITU-T G.957

Empfänger – optische Eigenschaften

Maximale optische Eingangsleistung

−3 dBm

Übersteuerungsgrenze des Empfängers

Empfänger – optische Eigenschaften

Empfängerempfindlichkeit

−28 dBm

PRBS 2²³−1 bei einer BER unter 10⁻¹⁰

Optische Empfängerparameter

Betriebswellenlänge

1.100 bis 1.600 nm

Optische Empfängerparameter

Einschaltschwelle der Signalverlusterkennung, PA

−42 dBm

RX_LOS aktiviert

Optische Empfängerparameter

Ausschaltschwelle der Signalverlusterkennung, PD

−27 dBm

RX_LOS deaktiviert

Optische Empfängerparameter

Hysterese der Signalverlusterkennung

0,5 dB

PD minus PA

Zeitverhalten

Aktivierungszeit von TX_DISABLE, t_off

Maximal 10 µs

Abschalten des Senders

Zeitverhalten

Deaktivierungszeit von TX_DISABLE, t_on

Maximal 1 ms

Aktivierung des Senders

Zeitverhalten

Initialisierungszeit, t_init

Maximal 300 ms

Einschließlich Zurücksetzen von TX_FAULT

Zeitverhalten

Aktivierungszeit von TX_FAULT, t_fault

Maximal 100 µs

Zeit von der Fehlererkennung bis zur Aktivierung

Zeitverhalten

TX_DISABLE-Dauer zum Einleiten des Resets, t_reset

10 µs

Erforderliche Deaktivierungsdauer zum Starten des Resets

Zeitverhalten

Aktivierungszeit von RX_LOS

Maximal 100 µs

Übergang von vorhandenem zu fehlendem Signal

Zeitverhalten

Deaktivierungszeit von RX_LOS

Maximal 100 µs

Übergang von fehlendem zu vorhandenem Signal

Sicherheit

Laserklassifizierung

Klasse 1

Auf die Einhaltung von EN 60825-1 ausgelegt

Materialien

Stoffliche Anforderungen

RoHS-konform und bleifrei

Zuverlässigkeit

Grundlage der Charakterisierung

GR-468-CORE

Telcordia-Spezifikation

EMV

Auslegungsziel für Störaussendungen

Grenzwerte gemäß FCC Klasse B

Die Konformität des Gesamtsystems hängt von der Installation ab

Pinbelegung

PinSymbolFunktion

1

VeeT

Sendermasse

2

TX Fault

Anzeige einer Senderstörung

3

TX Disable

Senderabschaltung; ein High-Pegel oder ein offener Eingang deaktiviert das Modul

4

MOD-DEF(2)

Serielle Zweidrahtschnittstelle zur Identifikation

5

MOD-DEF(1)

Serielle Zweidrahtschnittstelle zur Identifikation

6

MOD-DEF(0)

Modulintern mit Masse verbunden

7

Rate Select

Nicht angeschlossen

8

LOS

Anzeige eines Signalverlusts

9

VeeR

Empfängermasse

10

VeeR

Empfängermasse

11

VeeR

Empfängermasse

12

RD−

Invertierter Empfangsdatenausgang

13

RD+

Empfangsdatenausgang

14

VeeR

Empfängermasse

15

VccR

Spannungsversorgung des Empfängers

16

VccT

Spannungsversorgung des Senders

17

VeeT

Sendermasse

18

TD+

Sendedateneingang

19

TD−

Invertierter Sendedateneingang

20

VeeT

Sendermasse

FAQs

für CT-0622TSP-MB5L-E 1310 nm FP 15 km 622 Mb/s SFP-Transceiver mit DDMI

Ja, der Transceiver ist für Singlemode-Verbindungen über 15 km mit 622 Mb/s spezifiziert. Aus der minimalen Einkoppelleistung von −15 dBm und der Empfängerempfindlichkeit von −28 dBm ergibt sich im ungünstigsten Fall ein optisches Leistungsbudget von 13 dB, noch ohne Planungsreserve. Steck­verbinder- und Spleißverluste, Faserdämpfung sowie alterungs- und temperaturbedingte Einbußen müssen zusammen innerhalb dieses Budgets bleiben. Bei einer Streckendämpfung nahe null liegt die maximale Einkoppelleistung von −8 dBm dagegen noch 5 dB unter der Übersteuerungsgrenze des Empfängers von −3 dBm. Vor dem Einsatz sollte die tatsächliche Glasfaserstrecke daher sowohl im Hinblick auf die Empfindlichkeit als auch auf die Übersteuerungsgrenze geprüft werden.

Das Hostsystem muss eine geregelte Versorgungsspannung zwischen 3,1 und 3,5 V bereitstellen. Die maximale Stromaufnahme beträgt 200 mA für den Sender und 100 mA für den Empfänger. Die Versorgungsschiene und die Stromführung über den Steck­verbinder sollten daher für einen Gesamtmodulstrom von bis zu 300 mA ausgelegt sein. Der Sendeeingang akzeptiert einen differenziellen Spannungshub von 400 bis 1.660 mV, während der Empfänger eine differenzielle Ausgangsspannung zwischen 0,4 und 1,3 V liefert. Für TX Disable, TX Fault und RX_LOS gelten definierte Low- und High-Spannungsbereiche relativ zu VCC. Leiterplattenlayout, AC-Kopplung, Versorgungsfilterung und Anschlüsse des SFP-Aufnahmekäfigs sollten den einschlägigen Vorgaben für SFP-Schnittstellen entsprechen.

Der Zugriff auf die digitale Diagnoseüberwachung erfolgt über die Zweidraht-I²C-Schnittstelle gemäß SFF-8472. An Pin 4 und 5 liegen MOD-DEF(2) beziehungsweise MOD-DEF(1) an. MOD-DEF(0) an Pin 6 ist dagegen innerhalb des Transceivers mit Masse verbunden. Die vorliegende Spezifikation enthält keine genauen Angaben zu den überwachten Parametern, zum Kalibrierverfahren, zu den EEPROM-Inhalten oder zu den Alarmschwellen. Die Firmware sollte deshalb das eingesetzte Modul identifizieren und die implementierte Speicherbelegung im Rahmen der Hardwarequalifizierung validieren. Dies ist besonders wichtig, wenn das Hostsystem Diagnosewerte für Wartungsalarme, die Anzeige optischer Pegel oder die Fernüberwachung von Anlagen nutzt.

Der spezifizierte Betriebstemperaturbereich des Modulgehäuses reicht von −40 °C bis +85 °C. Für die Lagerung gelten dieselben Grenzwerte. Diese Vorgabe bezieht sich auf die Gehäusetemperatur und ist keine allgemeine Zusicherung für die Umgebungstemperatur. Daher müssen Luftströmung, Temperatur im Gerätegehäuse und Wärmeübertragung über den SFP-Aufnahmekäfig berücksichtigt werden. Das Hostsystem sollte sicherstellen, dass die Gehäusetemperatur des Transceivers auch bei maximaler Last und unter den ungünstigsten Umgebungsbedingungen innerhalb dieser Grenzen bleibt. Die Stabilität der Strom­versorgung und die optische Leistungsreserve sollten ebenfalls an beiden Enden des Temperaturbereichs geprüft werden. Grenzwerte für Feuchtigkeit, Vibration, Stoß und IP-Schutzart sind nicht definiert. Projekte mit entsprechenden Anforderungen benötigen deshalb eine gesonderte Qualifizierung auf Systemebene.

Das Modul ist für 9/125-µm-Singlemode-Fasern ausgelegt und nutzt einen Duplex-LC-Anschluss mit getrennten Sende- und Empfangspfaden. Der Sender hat eine typische Zentralwellenlänge von 1.310 nm; der zulässige Bereich reicht von 1.275 bis 1.355 nm. Der Empfangspfad arbeitet im Bereich von 1.100 bis 1.600 nm. Die Gegenstelle muss dennoch die Anforderungen an die NRZ-Signalübertragung mit 622 Mb/s und die optischen Leistungsgrenzen erfüllen. Da zwei optische Pfade genutzt werden, handelt es sich nicht um eine bidirektionale Einfaser-Schnittstelle. Entwickler sollten außerdem die Steck­verbinderpolarität, die Faserdämpfung sowie die Empfindlichkeit und die Übersteuerungsgrenze des Empfängers an der Gegenstelle prüfen.

Das Hostsystem sollte für die Initialisierung einschließlich des Zurücksetzens von TX Fault bis zu 300 ms vorsehen. TX Disable kann den Sender innerhalb von 10 µs abschalten; das erneute Aktivieren der Übertragung kann dagegen bis zu 1 ms dauern. Ein Senderfehler kann innerhalb von 100 µs signalisiert werden. Um die Fehlerbehebung einzuleiten, muss TX Disable für das spezifizierte Rücksetzintervall von 10 µs aktiv bleiben. Das Aktivieren und Deaktivieren von RX_LOS kann jeweils bis zu 100 µs dauern. Diese Zeiten sollten in Startsequenzen, Schutzumschaltungen, Routinen zur Wiederherstellung der Verbindung und allen Software-Zeitlimits berücksichtigt werden, mit denen die Betriebsbereitschaft des optischen Pfads ermittelt wird.

Der Transceiver entspricht dem SFP Multi-Source Agreement und nutzt die digitale Diagnoseschnittstelle gemäß SFF-8472. Das Augendiagramm des optischen Ausgangssignals ist nach ITU-T G.957 spezifiziert. Der Laser ist für die Augensicherheit der Klasse 1 nach EN 60825-1 ausgelegt. Die Ausführung ist als RoHS-konform und bleifrei angegeben; die Ermittlung der Bauteilkennwerte erfolgt laut Angabe in Anlehnung an GR-468-CORE. Die EMV-Auslegung zielt auf die Grenzwerte der FCC-Klasse B ab. Für das fertige Hostgerät müssen Störaussendung und Störfestigkeit dennoch auf Systemebene bewertet werden. Nach der Integration von Modul, Leiterplatte, SFP-Aufnahmekäfig und Gerätegehäuse sollte die Einhaltung regionaler, projektspezifischer und gerätebezogener Anforderungen bestätigt werden.