Analytische Instrumente

Stanford Research Systems (SRS) entwickelt und produziert eine Reihe analytischer Instrumente für Wissenschaftler, Forscher und Ingenieure in den Bereichen Chemie, Materialwissenschaft, Elektrochemie, Oberflächenwissenschaft und Gasanalyse.

Das analytische Sortiment von SRS kombiniert spezialisierte Messtechnik mit praxisgerechter Laborinstrumentierung und deckt Anwendungen von der Messung von Gaskonzentration und Reinheit über die Schmelzpunktbestimmung und Oberflächen- und Dünnschichtanalyse bis hin zu Elektrochemie und gepulsten UV-Experimenten ab.

Zum Sortiment gehören der BGA244 Binary Gas Analyzer, das automatisierte Schmelzpunktgerät OptiMelt MPA100, die DigiMelt Schmelzpunktsysteme für Ausbildungslabore MPA160/MPA161, die QCM200 Quartz Crystal Microbalance, der NL100 Nitrogen Laser und der EC301 Potentiostat/Galvanostat.

Die SRS-Instrumente sind sowohl für routinemäßige Laborarbeiten als auch für anspruchsvolle Forschung konzipiert und bieten präzise Messungen, eine einfache Bedienung sowie Computeranbindung; für viele Produkte der Reihe stehen passende Software und Schnittstellen zur Verfügung.

Analytische Instrumentierung für anspruchsvolle Laboranwendungen

Unterschiedliche analytische Aufgaben erfordern unterschiedliche Messverfahren. Das analytische Portfolio von SRS vereint sich ergänzende Instrumente zur Charakterisierung von Gasen, Materialien, Oberflächen, chemischen Verbindungen und elektrochemischen Systemen.

Ob Sie die Zusammensetzung eines binären Gasgemischs bestimmen, den Schmelzpunkt einer Verbindung ermitteln, Veränderungen im Nanometerbereich an einer Oberfläche überwachen, elektrochemisches Verhalten untersuchen oder gepulste UV-Strahlung für Fluoreszenz- und massenspektrometrische Anwendungen erzeugen möchten – SRS bietet dafür die passende Instrumentierung.

Analytische Instrumente

Eigenschaften

  • Breites Spektrum analytischer Verfahren SRS bietet Instrumente für Gasanalyse, Schmelzpunktmessung, Quarzkristallmikrowaage-Messungen, Elektrochemie und gepulste UV-Laseranwendungen. Damit eignet sich das analytische Sortiment für unterschiedlichste Forschungs- und Laborumgebungen.

  • Messleistung auf Forschungsniveau Die Instrumente sind für anspruchsvolle wissenschaftliche Messaufgaben ausgelegt und bieten Funktionen wie hochauflösende Frequenzmessung, präzise Temperaturregelung, elektrochemische Messungen kleiner Ströme und genaue Analyse der Gaszusammensetzung.

  • Auto­mati­sierung, wo sie zählt Mehrere Instrumente verfügen über automatisierte Mess- und Regelfunktionen. So erkennt das OptiMelt das Schmelzverhalten mithilfe einer integrierten Digitalkamera und Bildverarbeitung automatisch, während der EC301 automatisierte elektrochemische Messroutinen über die SRSLab-Software unterstützt.

  • Leistungsstarke Software und Computeranbindung SRS-Instrumente lassen sich je nach Gerät über Schnittstellen wie USB, RS-232, RS-422, Ethernet und GPIB in computergestützte Messabläufe integrieren. Spezielle Windows-Software ist unter anderem für den BGA244, QCM200, MPA100 und EC301 verfügbar.

  • Für flexible Forschungsanforderungen entwickelt Insbesondere der EC301 bietet einen offenen Befehlssatz und die Möglichkeit zur Erzeugung beliebiger Signalformen. So können Forschende kunden­spezifische Experimente entwickeln und das Instrument mit eigener Software steuern.

  • Praxisgerechter Laborbetrieb SRS verbindet fortschrittliche Messfunktionen mit Merkmalen, die den Arbeitsalltag im Labor erleichtern. Beispiele sind die Touchscreen-Bedienung des MPA100, die automatische Probenverdichtung beim DigiMelt, die Datenprotokollierung in Echtzeit beim BGA244 und die Windows-basierte Erfassungssoftware für das QCM200.

  • Anwendungen in Forschung und Industrie Das Sortiment unterstützt Anwendungen in pharmazeutischen und chemischen Laboren, der Elektrochemie, Materialwissenschaft, Halbleiterfertigung, Oberflächenwissenschaft, Biotechnologie, Gasüberwachung und analytischen Forschung.

  • Komplementäre Instrumentierung Mehrere SRS-Instrumente lassen sich gemeinsam einsetzen. So kann das QCM200 beispielsweise für elektrochemische Quarzkristallmikrowaage-Messungen (EQCM) mit dem EC301 kombiniert werden, sodass sich elektrochemisches Verhalten und Änderungen der Oberflächenmasse gleichzeitig untersuchen lassen.

Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

ProduktInstrumententypPrimäre Messgröße / FunktionWichtige Anwendungen

BGA244

Binary Gas Analyzer

Gaskonzentration, Reinheit und physikalische Gasmessungen

Gasmischung, Reinheitsüberwachung, MOCVD, Heliumrückgewinnung, Ozon, industrielle Gasprozesse

MPA100 OptiMelt

Automatisches Schmelzpunktmessgerät

Schmelzpunkt und Schmelzbereich

Pharmazeutische, chemische und Forschungslabore

MPA160 / MPA161 DigiMelt

Schmelzpunktmessgerät für Ausbildungslabore

Manuelle/visuelle Schmelzpunkt- bestimmung mit kontrollierter Temperaturrampe

Lehrlabore und Chemie im Grundstudium

QCM200

Quarzkristall-Mikrowaage

Messung von Oberflächenmasse und Viskosität über Frequenz/Widerstand des Quarzkristalls

Oberflächenwissenschaft, Dünnschichten, Biosensoren, Elektrochemie

NL100

Stickstofflaser

Erzeugung gepulster UV-Strahlung bei 337 nm

Fluoreszenz, MALDI-TOF, gepulste UV- Experimente

EC301

Potentiostat / Galvanostat

Messung und Regelung von elektrochemischem Potenzial/Strom

Elektrochemie, EIS, Korrosion, Batterien, Sensoren und Materialforschung

BGA244 Binary Gas Analyzer

Schnelle, präzise Messung binärer Gasgemische

Der BGA244 Binary Gas Analyzer bestimmt das Verhältnis von Gasen und Dämpfen in einem binären Gemisch durch die Messung der Schallgeschwindigkeit und der Gastemperatur.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärmeleitfähigkeitsanalysatoren arbeitet der BGA244 ohne Laser, Filamente, chemische Sensoren, optische Quellen, Trennsäulen, Referenzgase oder Reagenzien. Laut SRS ist das Instrument praktisch wartungsfrei und enthält thermodynamische Daten sowie Molmassedaten für nahezu 500 Gase.

Der BGA244 bietet drei primäre Messmodi:

-Binary Gas Analyzer — bestimmt das Verhältnis zweier Gase -Gas Purity Analyzer — misst die Reinheit eines einzelnen Gases -Physical Measurements Analyzer — gibt Schallgeschwindigkeit, Temperatur und Druck aus

Zu den Anwendungen gehören die Überwachung der Gaskonzentration, das Mischen von Gasen, PSA-Systeme, Heliumrückgewinnung, Ozonreinheit, MOCVD-Überwachung, industrielle Gasverarbeitung und allgemeine Forschung.

ModellBeschreibungWesentliche Konfiguration

BGA244

Standard Binary Gas Analyzer

1/8"-27 NPT-Gasanschlüsse, Innengewinde

BGA244HP

Prozessgasanalysator für hochreine Gase

Geschweißte 1/4"-VCR-Gasanschlüsse mit Außengewinde; auf Heliumleckagen geprüft

BGA244E

Umgebungsausführung

IP66-/NEMA-4X-Gehäuse aus Polycarbonat

OEM- Konfigurationen

OEM-Integration

Konfigurationen für spezifische Anwendungen verfügbar

MPA100 OptiMelt Automated Melting Point Apparatus

Automatisierte, bildbasierte Schmelzpunktanalyse

Das MPA100 OptiMelt ist ein automatisiertes Schmelzpunktgerät zur Bestimmung von Schmelzpunkten und Schmelzbereichen chemischer Substanzen.

Eine integrierte hochauflösende Digitalkamera erfasst die Probe während des Erwärmens kontinuierlich, während die digitale Bildverarbeitung Phasenübergänge erkennt. Dadurch können Messungen automatisch durchgeführt werden, und zugleich entsteht eine dauerhafte visuelle Dokumentation des Schmelzvorgangs.

Das Instrument arbeitet mit geschlossener PID-Temperaturregelung und einem Platin-RTD-Sensor, mit programmierbaren Heizrampen von 0,1°C/min bis 20°C/min und Messungen bis 400°C.

Für regulierte Labore bietet die optionale Software MeltView 2 Pro Funktionen zur Unterstützung von 21 CFR Part 11, darunter elektronische Signaturen, Audit-Trails, PDF-Berichte und eine berechtigungsbasierte Bedienung.

SpezifikationMPA100

Messung

Schmelzpunkt und Schmelzbereich

Temperaturbereich

Start: Umgebungstemperatur +10 °C bis 396 °C; Ende bis 400 °C

Temperaturauflösung

0,1 °C

Aufheizrate

0,1–20 °C/min

Temperaturgenauigkeit

±0,3 °C bis 100 °C; ±0,5 °C bis 250 °C; ±0,8 °C bis 400 °C

Reproduzierbarkeit

0,2 °C

Temperatur­sensor

Integrierter Pt-RTD

Temperaturregelung

Geschlossener PID-Regelkreis

Aufheizzeit

Ca. 10 min, 50–350 °C

Abkühlzeit

Ca. 10 min, 350–50 °C

Probenkapazität

Bis zu 3 Kapillaren

Display

5,8" hintergrundbeleuchtetes Touchscreen-LCD

Computer- Schnittstelle

USB

Drucker- Schnittstelle

RS-232

Strom­versorgung

90–264 VAC, 47–63 Hz, 125 W

Betriebs- temperatur

0–40 °C

Gewicht

9 lb

Abmessungen

7,5" × 10" × 8,5"

MPA160 & MPA161 DigiMelt Student Melting Point Systems

Sichere, unkomplizierte Schmelzpunktmessung für Ausbildungslabore

Die DigiMelt MPA160 und MPA161 sind digitale Schmelzpunktsysteme, die speziell für Studentenlabore entwickelt wurden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen mit Quecksilberthermometer verwendet DigiMelt einen integrierten Platin-RTD und eine geschlossene PID-Temperaturregelung. Studierende können Starttemperatur, Rampenrate und Endtemperatur einstellen, während das Instrument den Ofen automatisch regelt.

Das System nimmt bis zu drei Kapillarröhrchen auf und verfügt über einen integrierten Röhrchenklopfer zur Probenverdichtung.

SpezifikationMPA160MPA161

Anwendung

Ausbildungslabor

Ausbildungslabor

Temperaturbereich

50–260 °C

50–260 °C

Temperaturauflösung

0,1 °C

0,1 °C

Typische Genauigkeit

±0,6 °C unter 200 °C; ±1,0 °C ≥200 °C

Wie MPA160

Reproduzierbarkeit

0,2 °C

0,2 °C

Heizraten

0,5–20 °C/min

0,5–20 °C/min

Temperatur- sensor

Pt-RTD

Pt-RTD

Regelung

PID-Regelung mit geschlossenem Regelkreis

PID-Regelung mit geschlossenem Regelkreis

Kapazität

Bis zu 3 Röhrchen

Bis zu 3 Röhrchen

Proben- verdichtung

Automatischer Röhrchenklopfer

Automatischer Röhrchenklopfer

Versorgung

100–132 VAC

200–250 VAC

Leistung

75 W nominal

75 W nominal

Abmessungen

6,5" × 9,5" × 5,25"

6,5" × 9,5" × 5,25"

Gewicht

2 lb

2 lb

QCM200 Quartz Crystal Microbalance

Hochauflösende Messungen an Oberflächen und Dünnschichten

Die QCM200 Quartz Crystal Microbalance misst Änderungen von Masse und Viskosität an oder nahe Oberflächen sowie innerhalb von Dünnschichten.

Das System arbeitet mit einem 5-MHz-Quarzkristall und erfasst sowohl Frequenz als auch Widerstand. Frequenzänderungen lassen sich mit der Massenbeladung an der Kristalloberfläche in Beziehung setzen, während Widerstandsmessungen zusätzliche Informationen über die Wechselwirkung zwischen dem Kristall und dem untersuchten Material liefern.

Die QCM200 wird als komplettes Messsystem geliefert, bestehend aus Controller, Quarzoszillator-Elektronik, Kristallhalter, drei Quarzkristallen und Windows-Software.

Zu den Anwendungen gehören:

-Oberflächenwissenschaft -Dünnschichtforschung -Biosensoren -Proteinadsorption -DNA-/RNA-Hybridisierung -Antigen-Antikörper-Studien -Biomaterialien -Korrosionsuntersuchungen -Polymerforschung -Elektrochemie -Biofouling-Untersuchungen -Selbstorganisierte Monoschichten -MEMS und Nanomaterialien

SpezifikationQCM200

Kristallfrequenz

5 MHz nominal

Kristalltyp

AT-Cut, plano-plano

Frequenzauflösung

0,01 Hz / 0,1 Hz / 1 Hz je nach Gate

Gate-Zeiten

0,1 s, 1 s, 10 s

Frequenzgenauigkeit

±1,5 ppm

Frequenzstabilität

<4 × 10⁻⁹ Allan-Varianz typisch

Frequenzausgang

5 MHz TTL

Externe Zeitbasis

10 MHz

Widerstandsbereich

0–5000 Ω

Widerstandsauflösung

0,001 Ω bis 0,1 Ω je nach Bereich

Kapazitätskompensation

10–40 pF

Analoger Frequenzausgang

±10 V, 20-Bit

Schnittstellen

RS-232

Kristalldurchmesser

1 Zoll

Elektrodenoptionen

Cr/Au; Ti/Au; Ti/Pt optional

Betriebstemperatur

0–40 °C

Leistung

15 W

Abmessungen

10,625" × 2" × 7"

Gewicht

2 lb

NL100 Nitrogen Laser

Kompakte gepulste UV-Quelle für Fluoreszenz und Massenspektrometrie

Der NL100 Nitrogen Laser liefert hochenergetische gepulste Ultraviolettstrahlung bei 337 nm und eignet sich damit für Fluoreszenzmessungen, MALDI-TOF-Massenspektrometrie und andere gepulste UV-Experimente.

Er erzeugt Pulse von 3,5 ns bei 337 nm mit Pulsenergien von bis zu 170 µJ und Wiederholraten von bis zu 20 Hz. Das entspricht einer Spitzenleistung von etwa 45 kW und einer durchschnittlichen Leistung von etwa 3 mW.

Der NL100 verwendet eine austauschbare, versiegelte Laserkartusche, die die Hoch­spannungs-Speicherkondensatoren, das Schaltelement und die Laserröhre enthält. Die Kartusche ist werkseitig justiert, sodass im Normalbetrieb keine Spiegelausrichtung erforderlich ist.

SpezifikationNL100

Lasertyp

Stickstofflaser

Wellenlänge

337 nm

Puls- dauer

3.5 ns

Puls- energie

170 µJ

Spitzenleistung

45 kW

Durchschnittsleistung

3 mW

Wiederholrate

Bis zu 20 Hz

Triggerung

Intern oder extern

Laserkartusche

Austauschbare versiegelte Kartusche

Optische Ausrichtung

Werkseitig ausgerichtet; keine Spiegelausrichtung erforderlich

Typische Anwendungen

Fluoreszenz, MALDI-TOF, gepulste UV-Experimente

EC301 Potentiostat / Galvanostat

Elektrochemische Messung und Regelung auf Forschungsniveau

Der EC301 Potentiostat/Galvanostat ist eine elektrochemische Workstation mit hoher Compliance, die für Forschungsanwendungen wie elektrochemische Impedanzspektroskopie, zyklische Voltammetrie, Korrosionsuntersuchungen und Materialforschung entwickelt wurde.

Er bietet eine Compliance-Spannung von ±30 V, einen maximalen Strom von ±1 A und eine Polarisation von ±15 V sowie integrierte EIS- und GPIB/Ethernet-Konnektivität.

Der EC301 wurde insbesondere für die elektrochemische Impedanzspektroskopie (EIS) ausgelegt. Eigenständige EIS-Messungen sind von 1 mHz bis 100 kHz möglich; über analoge Anschlüsse kann mit einem externen Frequenzganganalysator bis 1 MHz gemessen werden.

Wichtige Funktionen des EC301 -Potentiostatischer Betrieb -Galvanostatischer Betrieb -Zero-resistance ammeter (ZRA)-Modus -Elektrochemische Impedanzspektroskopie -Zyklische Voltammetrie -Lineare Sweep-Voltammetrie -Zyklische Treppen-Voltammetrie -Rechteckpuls-Voltammetrie -Differenzielle Puls-Voltammetrie -Differenzielle Normalpuls-Voltammetrie -Zeitgesteuerte Haltefunktionen -Erzeugung beliebiger Signalformen -Steuerung rotierender Elektroden -EQCM-Messungen mit QCM200

SpezifikationEC301

Compliance- Spannung

±30 V

Maximaler Strom

±1 A

Polarisations- bereich

±15 V

Potentiostat- Strombereiche

±1 nA bis ±1 A

Galvanostat- Strombereiche

±1 nA bis ±1 A

Spannungsgenauigkeit des Potentiostaten

±0,2 % des Sollwerts ±5 mV

Differenzieller Elektrometereingang

±15 V

Elektrometer- Impedanz

1 TΩ

Elektrometer- Bandbreite

10 MHz

Abtast- rate

250 kS/s

EIS- Frequenzbereich

1 mHz–100 kHz

EIS- Dynamikbereich

120 dB

EIS-Modi

Potentiostatisch / galvanostatisch

EIS-Sweep

Linear oder logarithmisch

Strom- Unterbrechungsumschaltung

<5 µs

IR- Kompensation

3 Ω–3 GΩ, abhängig vom Strom- bereich

Temperatur- messung

100 Ω Pt-RTD

Temperatur- genauigkeit

±1 °C, -100 °C bis +200 °C

Kommunikation

IEEE-488.2 / TCP/IP

Software

SRSLab, Windows

Abmessungen

17" × 5.25" × 19.5"

Gewicht

26 lb

FAQs

für Analytische Instrumente

Nein. Das Programm vereint fünf klar voneinander abgegrenzte Instrumentenkategorien: binäre Gasanalyse, Schmelzpunktmessung, Anwendungen mit Quarzkristall-Mikrowaagen, den Betrieb von Stickstofflasern sowie die Potentiostat-/Galvanostat-Regelung. Da diese Instrumente unterschiedliche analytische Verfahren abdecken, gibt es weder einen gemeinsamen Leistungsbereich noch eine einheitliche Systemkonfiguration. Programmübergreifende Angaben zu Genauigkeit, Schnittstellen, Abmessungen, elektrischen Versorgungsanforderungen oder Umgebungsgrenzen sind nicht definiert. In der Praxis sollte die Auswahl daher mit dem benötigten Messprinzip beginnen. Anschließend sind auf Modellebene Messbereiche, Toleranzen, Zubehör, Konnektivität und Installationsbedingungen zu prüfen, bevor eine Beschaffungsspezifikation erstellt wird.

Das für die binäre Gasanalyse aufgeführte Modell ist das BGA244. Kompatible Gaspaarungen, Konzentrationsbereich, Probendruck, Durchflussanforderungen, Ansprechzeit und Messgenauigkeit sind auf Programmebene nicht definiert. Diese Parameter bestimmen, ob ein Analysator mit dem vorgesehenen Gasstrom arbeiten kann und ob eine externe Druckregelung, Filtration oder Durchflussregelung erforderlich sein kann. Ingenieure sollten das BGA244 deshalb als relevantes Ausgangsmodell betrachten und nicht als vollständig spezifizierte Mess­lösung. Vor der Integration in ein Labor- oder Überwachungs­system sollten Gaskompatibilität, Kalibrierkonzept, medienberührte Materialien, Kommunikation und Umgebungsanforderungen vollständig geprüft werden.

Das MPA100 ist als Schmelzpunktmessgerät aufgeführt, während MPA160 und MPA161 als Modelle für Ausbildungslabore gruppiert sind. Ein technischer Vergleich hinsichtlich Temperaturbereich, Rampenregelung, Probenkapazität, Auflösung, Beobachtungsmethode, Wiederholbarkeit oder Datenverarbeitung ist auf Programmebene nicht definiert. Die Bezeichnung als Ausbildungsmodell weist auf eine separate Modellgruppe hin, legt jedoch nicht fest, welche Leistungs- oder Funktionsunterschiede konkret gelten. Für die Spezifikation sollten Ingenieure auf Modellebene Probendurchsatz, Heizprogramme, Temperaturgenauigkeit, Benutzerführung und Anforderungen an die Dokumentation vergleichen. So wird vermieden, allein anhand der Modellbeschreibung auszuwählen, obwohl Laborauslastung oder methodische Anforderungen Funktionen erfordern können, die programmübergreifend nicht definiert sind.

Die QCM200 ist das für Anwendungen mit Quarzkristall-Mikrowaagen genannte Modell, ihre Betriebsparameter sind auf Programmebene jedoch nicht definiert. Wichtige Auswahlkriterien sind der unterstützte Kristalltyp und die Frequenz, die Kompatibilität des Sensorhalters, die Oszillatoranordnung, die Frequenzauflösung, verfügbare Ausgänge, Kommunikation und Softwareunterstützung. Diese Faktoren beeinflussen, ob vorhandene Kristalle, Beschichtungshardware oder experimentelle Zellen ohne Neuauslegung verwendet werden können. Auch Anforderungen an die Umgebungsregelung sollten geprüft werden, da Temperatur, Druck und mechanische Stabilität eine QCM-Messanordnung beeinflussen können. Daher sollte die gesamte Messkette bewertet werden, bevor die QCM200 für Schichtdickenüberwachung, Oberflächenuntersuchungen oder andere massensensitive Experimente spezifiziert wird.

Nein. Der NL100 ist als Stickstofflaser ausgewiesen, die für die Bewertung eines konkreten optischen Experiments erforderlichen Informationen sind auf Programmebene jedoch nicht definiert. In der Regel müssen Ingenieure Wellenlänge, Pulsenergie, Pulsdauer, Wiederholrate, Strahlabmessungen, Divergenz, Triggerkonfiguration und Anforderungen an die elektrische Versorgung prüfen. Ohne diese Parameter lässt sich die Kompatibilität mit optischen Komponenten, Detektoren, Timing-Elektronik und der vorgesehenen Probe nicht bestimmen. Vor der Installation müssen außerdem Sicherheitsklassifizierung, Anforderungen an die Einhausung und Interlock-Vorkehrungen geprüft werden. Der NL100 sollte daher als relevanter Produktbezeichner betrachtet werden, während die vollständigen optischen, elektrischen und sicherheitstechnischen Anforderungen separat bewertet werden.

Der EC301 ist innerhalb des Programms für Analyseinstrumente als Potentiostat/Galvanostat ausgewiesen. Compliance-Spannung, Potenzial- und Strombereiche, Auflösung, Regelmodi, Bandbreite, Elektrodenanschlüsse, Datenerfassungsfunktionen und Kommunikation sind auf Programmebene nicht definiert. Diese Merkmale bestimmen, ob das Instrument die vorgesehene elektrochemische Zelle regeln kann und dabei das erforderliche Potenzial oder den erforderlichen Strom aufrechterhält. Ingenieure sollten die zu erwartende Zellimpedanz und den Strom mit den modellspezifischen Grenzwerten des Instruments vergleichen und prüfen, ob eine externe Abschirmung oder Verfahren für Niedrigstrommessungen erforderlich sind. Auch Elektrodenkonfiguration, Versuchsablauf, Softwareintegration und Datenexport sollten festgelegt werden, bevor der EC301 ausgewählt wird.

Ein direkter Vergleich ist vor allem zwischen Instrumenten sinnvoll, die dieselbe analytische Aufgabe erfüllen. MPA100, MPA160 und MPA161 bilden die einzige klar gemeinsame Anwendungsgruppe, während BGA244, QCM200, NL100 und EC301 unterschiedliche Mess- oder Regelprinzipien nutzen. Ein einzelner numerischer Vergleich würde daher nicht zusammengehörige Parameter vermischen und könnte ein irreführendes Bild der Eignung vermitteln. Die Auswahl sollte stattdessen mit der benötigten physikalischen Größe, dem Probentyp, der Versuchsmethode und der Betriebsumgebung beginnen. Sobald die passende Kategorie feststeht, können modellspezifische Genauigkeit, Messbereich, Schnittstellen, Zubehör, Installationsanforderungen und Betriebsgrenzen mit den Akzeptanzkriterien der Anwendung verglichen werden.