Hoch­geschwindig­keitskameras der High-G-Serie

Die High-G Serie von Hoch­geschwindig­keitskameras wurde für die Aufzeichnung schneller Ereignisse bei Crash- und Aufpralltests im Automotive-Bereich entwickelt. Die Produktfamilie umfasst die Varianten L-VIT, N-VIT und M-VIT mit unterschiedlichen Kombinationen aus Auflösung und Bildrate. Die Kameras sind für Stoßbelastungen bis 150 g über 11 ms sowie transiente Spitzen bis 200 g geprüft. Die meisten Modelle verfügen über einen g-Sensor zur Überwachung von Aufprallereignissen und zum Starten der Aufzeichnung.

Aufgezeichnete Sequenzen werden sofort im Rescue Flash gespeichert, um Daten zu sichern, falls die Strom­versorgung während eines Tests unterbrochen wird. Die verfügbaren Betriebspunkte reichen von 846 fps bei 1920 × 1400 bis 4.451 fps bei 1280 × 720. So können Ingenieure die Bildfläche optimal gegen die zeitliche Auflösung abwägen.

Hochgeschwindigkeitskameras der High-G-Serie

Eigenschaften

  • Stoßfestigkeit bis zu 150 g über 11 ms – Unterstützt die Platzierung der Kamera in Testumgebungen mit hohen Stoßbelastungen.
  • Toleranz gegenüber Stoßspitzen bis zu 200 g – Eignet sich für kurzzeitige Stoßspitzen innerhalb des angegebenen Grenzwerts.
  • Integrierter g-Sensor bei den meisten Modellen – Ermöglicht die Stoßüberwachung und kann als Auslöser für die Aufzeichnung dienen.
  • Sofortige rescue-flash-Speicherung der Sequenzen – Hilft, erfasste Daten zu sichern, wenn während eines Tests die Strom­versorgung ausfällt.
  • Bildraten bis zu 4.451 fps bei 1280 × 720 – Erfasst schnelle Bewegungen mit kürzeren Intervallen zwischen den Einzelbildern.
  • Mehrere Auflösungs- und Bildratenkombinationen – Unterstützt die Auswahl entsprechend dem benötigten Bildbereich und der zeitlichen Auflösung.
  • Varianten L-VIT, N-VIT und M-VIT – Bietet Optionen für unterschiedliche Anforderungen an Bildformat und Aufnahmegeschwindigkeit.

Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Spezifikationen

SpezifikationWert

Produktreihe

High-G

Produkttyp

Stoßfeste Highspeed-Kameraserie

Kamerafamilien

L-VIT, N-VIT und M-VIT

Aufgeführte Modelle

L-VIT Platinum, L-VIT 2500, L-VIT 1000, N-VIT, M-VIT Platinum und M-VIT 4000

Vorgesehene Anwendung

Automotive Crash- und Aufpralltests

Stoßfestigkeit

Bis zu 150 g über 11 ms

Kurzzeitige Stoßspitzen

Bis zu 200 g

Integrierter g-Sensor

Bei den meisten Modellen enthalten; unterstützt die Stoßüberwachung und die Auslösung der Aufzeichnung

Daten­schutz

Sofortige Speicherung der Sequenz im Rescue Flash bei Stromausfall

Höchste angegebene Bildrate bei 1920 × 1080

2.500 fps

Höchste angegebene Bildrate bei 1280 × 720

4.451 fps

Größtes aufgeführtes Bildformat

1920 × 1400 bei 846 fps

Vergleich der Bildraten nach Variante

AuflösungL-VIT PlatinumL-VIT 2500L-VIT 1000N-VITM-VIT PlatinumM-VIT 4000

1920 × 1400

846 fps

1952 × 1080

1.000 fps

1920 × 1080

2.500 fps

2.500 fps

1.000 fps

1.096 fps

1280 × 864

3.716 fps

3.716 fps

1280 × 720

3.740 fps

3.740 fps

1.504 fps

2.287 fps

4.451 fps

4.451 fps

FAQs

für Hoch­geschwindig­keitskameras der High-G-Serie

M-VIT Platinum und M-VIT 4000 bieten die höchste angegebene Bildrate und erreichen 4.451 fps bei 1280 × 720. Bei 1280 × 864 arbeiten beide mit 3.716 fps und liefern damit einen größeren Bildbereich, wenn die maximale Bildrate nicht erforderlich ist. Damit sind die beiden M-VIT Modelle der direkte Ausgangspunkt für Ereignisse, bei denen kurze Intervalle zwischen den Bildern wichtiger sind als Full-HD-Auflösung. Die endgültige Wahl zwischen der Platinum- und der 4000-Version lässt sich jedoch nicht allein auf Basis dieser Betriebsmodi treffen, da ihre angegebenen Kombinationen aus Auflösung und Bildrate identisch sind; projektspezifische Integrationsanforderungen sollten daher gesondert berücksichtigt werden.

L-VIT Platinum und L-VIT 2500 bieten mit 2.500 fps die höchste angegebene Bildrate bei 1920 × 1080. N-VIT erreicht bei derselben Auflösung 1.096 fps, während L-VIT 1000 auf 1.000 fps kommt. Für die Craschanalyse bestimmt dieser Unterschied den Abstand zwischen den aufgenommenen Einzelbildern und damit, wie präzise sich ein schneller Verformungsablauf untersuchen lässt. Ingenieure sollten daher vor der Auswahl von Modell und Betriebspunkt die erforderliche zeitliche Auflösung festlegen. Eine höhere Bildrate allein garantiert jedoch noch keine verwertbaren Bilder; auch Belichtungszeit, verfügbare Ausleuchtung und das erforderliche Sichtfeld müssen berücksichtigt werden.

N-VIT ist die einzige aufgeführte Variante mit einem Betriebsmodus von 1920 × 1400 bei 846 fps. Zusätzlich bietet sie 1.096 fps bei 1920 × 1080 und 2.287 fps bei 1280 × 720 und eröffnet damit drei abgestufte Optionen zwischen Bildbereich und Aufnahmegeschwindigkeit. Das vertikale Format mit 1400 Pixeln eignet sich für Testszenen, die eine größere vertikale Abdeckung erfordern als ein Modus mit 1080 oder 720 Zeilen. In der Praxis ist N-VIT eine passende Wahl, wenn flexible Bildausschnitte entscheidend sind, während M-VIT die höhere angegebene Rate bei 720p bietet und die schnelleren L-VIT Varianten bei 1920 × 1080 vorn liegen.

Die Serie ist für eine Stoßfestigkeit bis 150 g über 11 ms sowie für transiente Spitzen bis 200 g geprüft und damit für anspruchsvolle Aufpralltestbedingungen ausgelegt. Anhand dieser Werte können Ingenieure die zu erwartenden Belastungen der Halterung und die lokale Beschleunigung mit der angegebenen Stoßfestigkeit vergleichen. Sie ersetzen jedoch keine Bewertung der Montage, da die Steifigkeit der Halterung, Befestigungselemente, die Kabelfixierung und die Aufprallrichtung die auf die Kamera übertragene Belastung verändern können. Eine praxistaugliche Installation sollte die prognostizierten Lasten daher innerhalb der angegebenen Grenzwerte halten und sekundäre Bewegungen minimieren, die die Bildstabilität oder den sicheren Halt der Hardware beeinträchtigen könnten.

Die meisten High-G Modelle verfügen über einen integrierten g-Sensor, der Stöße überwachen und als Auslöser für die Aufzeichnung dienen kann. Dadurch kann die Kamera auf den physischen Aufprall reagieren, anstatt sich ausschließlich auf ein separates Triggersignal zu stützen. Da diese Funktion bei den meisten, aber nicht bei allen Modellen verfügbar ist, sollte ihr Vorhandensein für die gewählte Variante bestätigt werden, bevor die Trigger-Architektur endgültig festgelegt wird. In der Praxis kann die Auslösung über den g-Sensor die Ereigniskorrelation unterstützen, dennoch müssen Triggerschwellen, zeitliche Offsets und eine eventuelle externe Synchronisation weiterhin als Teil des gesamten Testaufbaus definiert werden.

Aufgezeichnete Sequenzen werden sofort im Rescue Flash gespeichert. Diese Funktion schützt die erfassten Daten, wenn die Strom­versorgung unterbrochen wird. Das ist besonders bei zerstörenden Tests relevant, bei denen Stromkabel oder benachbarte Testeinrichtungen beim Aufprall beschädigt werden können. Die sofortige Speicherung verringert die Abhängigkeit davon, dass nach dem Ereignis weiterhin Strom verfügbar ist, und trägt dazu bei, die Sequenz für die spätere Analyse zu erhalten. Dennoch sollten Ingenieure eine geeignete Stromführung und Kabelsicherung vorsehen, denn die Rescue-Speicherung schützt zwar die Aufzeichnung, ersetzt aber weder eine robuste Installation noch einen etablierten Workflow zur Datenrückgewinnung.

Wählen Sie das kürzestmögliche Bildintervall, das gleichzeitig noch genügend Bildfläche für die Messung des interessierenden Merkmals bietet. Die Serie reicht von 846 fps bei 1920 × 1400 auf N-VIT bis 4.451 fps bei 1280 × 720 auf M-VIT Platinum und M-VIT 4000; dazwischen stehen mehrere 1080p-Optionen zur Verfügung. Höhere Bildraten liefern mehr Abtastpunkte innerhalb eines schnellen Ereignisses, während höhere Auflösungen mehr räumliche Details für die Verfolgung von Kanten, Markierungen und Verformungszonen erhalten. Ingenieure sollten Ereignisdauer, erforderliche Messgenauigkeit und verfügbare Ausleuchtung abschätzen und dann den Betriebspunkt wählen, der alle drei Anforderungen erfüllt, statt die Bildrate isoliert zu betrachten.