FR50MxNR RedLink Versatile Link Receiver (DC–50MBd)

Der FR50MxNR RedLink Versatile Link Receiver ist ein vollständig integriertes Glasfaser-Empfängermodul, das für eine zuverlässige Datenkommunikation bis 50 MBd ausgelegt ist. Untergebracht in einem miniaturisierten, Versatile-Link-kompatiblen Gehäuse kann dieser Receiver mit Standard-Kunststofflichtfaser (POF) oder 200-µm-PCS-Glasfaserkabeln verbunden werden und ermöglicht so robuste Datenverbindungen. Er verfügt über einen nichtinvertierenden TTL-Logikausgang und unterstützt sowohl 3,3-V- als auch 5-V-Versorgungsspannungen, was die Integration in moderne oder ältere Steuerungs­systeme vereinfacht.

Für industrielle Anwendungen entwickelt, arbeitet der Receiver der FR50M-Serie über einen großen Temperaturbereich (-40 °C bis +85 °C) und bietet dank seiner optischen Isolation eine ausgezeichnete Unempfindlichkeit gegenüber EMI. Typische Einsatzfälle sind Fabrikauto­mati­sierungsnetzwerke, Systeme für erneuerbare Energien (z. B. Windturbinensteuerungen), Bahn- und Transportelektronik sowie jede Umgebung mit hoher Störbelastung, in der eine zuverlässige, galvanisch getrennte Datenübertragung entscheidend ist.

Dank seiner Drop-in-Kompatibilität mit Broadcom Versatile Link Steck­verbindern sowie Varianten zur horizontalen oder vertikalen Montage bietet der FR50MxNR Receiver Entwicklern eine flexible, leistungsstarke Lösung für optische Datenverbindungen unter anspruchsvollen Bedingungen.

FR50MxNR RedLink Versatile Link Receiver (DC–50MBd)

Eigenschaften

  • DC–50 MBd Datenrate – Unterstützt alles von DC-Signalen bis zu 50 Megabaud und ermöglicht damit Hoch­geschwindig­keitskommunikation für schnelle Steuerungsnetzwerke.
  • Dualer 3,3 V/5 V-Versorgungsbetrieb – Akzeptiert sowohl 5 V als auch 3,3 V Versorgung (±10 % Toleranz) und erlaubt den einfachen Einsatz in Neuentwicklungen oder als Upgrade in älteren 5-V-Systemen ohne zusätzliche Spannungsregler.
  • Nichtinvertierender TTL-Ausgang – Liefert einen Push-Pull-CMOS-Ausgang, der logisch High ist, wenn Licht erkannt wird; das vereinfacht die Anbindung an Standard-Digitaleingänge (keine externen Pull-up-Widerstände erforderlich).
  • Horizontale oder vertikale Gehäuseoptionen – Erhältlich in horizontaler (FR50MHNR) und vertikaler (FR50MVNR) Ausführung und bietet damit mechanische Flexibilität für PCB-Layout und Faser-Kabelführung.
  • Versatile Link-kompatibel – Verwendet das industriestandardisierte Versatile Link Glasfaser-Steck­verbindersystem, ist damit als Drop-in-Ersatz für bestehende Versatile Link Empfängermodule geeignet und ermöglicht das einfache Stecken mit gängigen POF-Kabelsteckern.
  • Hohe optische Empfindlichkeit – Erkennt optische Signale bis zu einer Leistung von ca. -22 dBm und unterstützt mit hochwertiger POF Verbindungslängen von mehreren zehn Metern; so ist ein zuverlässiger Datenempfang auch bei geringer Senderleistung oder Dämpfung gewährleistet.
  • Industrieller Temperaturbereich – Ausgelegt für den Betrieb von -40 °C bis +85 °C und damit stabile Leistung in extremen Klimabedingungen, Outdoor-Geräten oder wärmeintensiven Industrieumgebungen.
  • Vorteile bei EMI und Isolation – Die Kopplung über optische Fasern bietet vollständige galvanische Trennung und ist unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen; das erhöht die Systemsicherheit und die Signalintegrität in Hoch­spannungs- oder stark verrauschten elektrischen Umgebungen.
  • Robustes und normkonformes Design – Untergebracht in einem flammhemmenden Kunststoffgehäuse nach UL 94 V-0 (schwarze Farbe beim Empfänger) und vollständig RoHS-konform; dadurch sicher für den Einsatz in industriellen Schaltschränken und konform mit globalen Umweltvorgaben.
  • Geringe Verzerrung, schnelle Reaktion – Die integrierte Fotodiode und der Empfänger-IC bieten eine minimale Pulsbreitenverzerrung und stellen sicher, dass selbst Burst-Mode- oder Hoch­geschwindig­keits-Datensignale mit Integrität und genauer Zeitlage übertragen werden.

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für FR50MxNR RedLink Versatile Link Receiver (DC–50MBd)

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FR50MxxR Series Datasheet (Rev H)
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

ParameterValue

Part Numbers (Non-inverting)

FR50MHNR (Horizontal mount), FR50MVNR (Vertical mount)

Optical Data Rate

DC to 50 MBd (Up to ~50 Mbps)

Supported Fibre Types

1 mm Plastic Optical Fibre (POF), 200 µm PCS fibre

Peak Wavelength Sensitivity

~650 nm (visible red light)

Optical Sensitivity

≈ -22 dBm minimum receivable power

Supply Voltage Range

2.97 V – 5.5 V (compatible with 3.3 V or 5 V logic)

Supply Current (typ.)

~16 mA (@ 5 V supply, receiving at 50 MBd)

Output Logic Type

TTL/CMOS, push-pull output (non-inverting polarity)

Orientation Options

Horizontal or Vertical housing (Versatile Link style)

Operating Temperature

-40 °C to +85 °C (industrial range)

Housing Material

Plastic (UL 94 V-0 flame retardant), black (receiver)

Connector Interface

Versatile Link compatible simplex fibre plug

Isolation

Galvanic isolation provided by optical link

RoHS / REACH Compliance

Yes (RoHS compliant materials)

Hinweis: Die Empfänger der FR50M-Serie sind sowohl in Non-Inverting (NR)– als auch in Inverting (IR)-Ausgangsversionen erhältlich. Dieses Datenblatt und die Produktreihe FR50MxNR behandeln speziell die nichtinvertierenden Varianten. Invertierende Modelle (FR50MxIR) haben identische optische/elektrische Spezifikationen, geben jedoch das invertierte Logiksignal aus.

FAQs

für FR50MxNR RedLink Versatile Link Receiver (DC–50MBd)

50 MBd steht für 50 Megabaud, also eine Signalrate von 50 Millionen Symbolen pro Sekunde. Bei einer einfachen optischen Ein/Aus-Verbindung entspricht 1 Baud typischerweise 1 Bit pro Sekunde, sodass 50 MBd effektiv einer Datenrate von 50 Mbps ähnlich ist. Der FR50M-Empfänger kann Datenströme bis zu dieser Rate zuverlässig verarbeiten und eignet sich damit für schnelle serielle Kommunikation und Steuerprotokolle.

Die FR50M-Serie ist für Zweispannungsbetrieb ausgelegt. Sie akzeptiert Versorgungsspannungen von etwa 3,0 V bis 5,5 V; das heißt, Sie können sie problemlos mit 3,3 V oder 5 V (±10% Toleranz) versorgen. Die Ausgangsstufe ist TTL/CMOS-kompatibel mit dem jeweils gewählten Logikpegel und lässt sich somit direkt an 3,3-V- und 5-V-Digitalsysteme anbinden.

Die horizontalen (FR50MHNR) und vertikalen (FR50MVNR) Versionen sind elektrisch und optisch identisch; der einzige Unterschied liegt in der mechanischen Ausrichtung des faseroptischen Ports. Bei der horizontalen Version befindet sich der Fasereinlass seitlich, parallel zur PCB, während der Fasereinlass der vertikalen Version oben liegt, senkrecht zur PCB. Diese Wahl ermöglicht es, das Gehäuse zu wählen, das am besten zu Ihrem Platinenlayout und Gehäuse passt – z. B. die vertikale Version, wenn die Faser von oben eingesteckt werden soll, oder die horizontale, wenn sie von der Seite kommt. Beide Versionen werden über Through-Hole-Pins in die PCB montiert und bieten die gleiche Leistung.

Ja. Die RedLink Serie wurde als Drop-in-kompatible Lösung für das Versatile Link System entwickelt. Das Gehäuse des FR50M-Empfängers und seine Fiber-Steck­verbinder-Schnittstelle entsprechen den Abmessungen des Versatile Link Standards. Das bedeutet, dass Sie dieselben Kunststoff-Faserstecker (rastende oder nicht rastende Simplex-Steck­verbinder) verwenden können, die auch bei älteren Geräten der HFBR-Serie eingesetzt wurden. In vielen Fällen lässt sich ein älterer HFBR-Empfänger auf einer bestehenden Platine durch ein Gerät der FR50M Serie ersetzen, wodurch Sie eine höhere Geschwindigkeit (50 MBd Unterstützung) erzielen – ohne mechanische Änderungen.

Der FR50M-Empfänger arbeitet mit 1 mm Plastic Optical Fibre (POF) ebenso wie mit 200 µm Polymer Clad Silica (PCS)-Faser und nutzt dazu Versatile-Link-kompatible Steck­verbinder. Die maximale Übertragungsstrecke hängt von der Ausgangsleistung Ihres Senders und der Dämpfung der Faser ab. Mit einem typischen RedLink-Sender (650 nm RCLED) und hochwertiger POF können Sie bei voller 50-MBd-Geschwindigkeit – angesichts der Empfindlichkeit des Empfängers von etwa -22 dBm – in der Größenordnung von 50 Metern oder mehr erreichen. Größere Entfernungen sind bei niedrigeren Datenraten oder mit dämpfungsärmerer Faser möglich. Prüfen Sie stets das Link-Budget: Die hohe Empfindlichkeit des FR50M trägt dazu bei, eine robuste Verbindung über in industriellen Umgebungen übliche Distanzen sicherzustellen (z. B. mehrere zehn Meter innerhalb einer Maschine oder zwischen Schaltschränken).

„Nichtinvertierend“ bedeutet, dass das digitale Ausgangssignal die gleiche Polarität wie der optische Eingang hat. Mit anderen Worten: Wenn am Empfänger Licht anliegt (entspricht einer logischen „1“), geht der Ausgang des FR50MxNR auf logisch High. Umgekehrt führt kein Licht (logische „0“) zu einem Low-Pegel am Ausgang. Das ist für die meisten Anwendungen intuitiv. Firecomms bietet auch eine invertierende Version (FR50MxIR) an, bei der die Ausgangslogik umgekehrt ist (der Ausgang geht auf Low, wenn Licht anliegt). Die nichtinvertierende (NR) Version wird in der Regel aus Gründen der Einfachheit bevorzugt, die IR-Variante kann jedoch nützlich sein, wenn Ihre Systemlogik oder andere Komponenten ein invertiertes Signal erfordern.

Der FR50M RedLink Receiver ist sehr einfach zu verwenden. Es handelt sich um ein vollständig autarkes Modul mit integrierter Fotodiode und Verstärker-IC. In der Regel müssen Sie lediglich eine stabile Strom­versorgung (3,3 V oder 5 V) bereitstellen und auf ein gutes PCB-Layout achten (einschließlich eines Abblockkondensators nahe an den Versorgungspins zur Stabilisierung). Der Ausgang des Moduls kann direkt mit Ihrem Mikrocontroller, FPGA oder Ihrer Schnittstellenschaltung verbunden werden. Externe Transimpedanzverstärker oder Vorspannungsnetzwerke sind nicht erforderlich – das ist alles bereits integriert. Das Modul ist werksseitig kalibriert und funktioniert sofort nach dem Auspacken korrekt. Achten Sie lediglich darauf, das im Datenblatt empfohlene PCB-Footprint sowie die Montageanweisungen zu befolgen, um eine optimale optische Ausrichtung und Signalintegrität zu gewährleisten.

Optische Glasfaserverbindungen bieten galvanische Trennung und sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen. In einer Industrieumgebung mit viel elektrischem Rauschen (durch Motoren, Umrichter, Funkgeräte usw.) stellt eine POF-Verbindung sicher, dass Ihre Datenkommunikation nicht durch EMI beeinträchtigt wird, und verhindert Masseschleifen zwischen Geräten. Der FR50M-Empfänger bildet zusammen mit seinem Sender effektiv einen isolierten Datenkanal – zwischen den beiden Enden gibt es keine elektrische Leitungsverbindung, was empfindliche Steuerelektronik vor Spannungsspitzen oder Unterschieden im Massepotenzial schützt. Außerdem ist Kunststoff-Glasfaser robust, leicht und sicher (sie leitet keinen Strom und neigt nicht zur Funkenbildung), was in gefährlichen oder Hoch­spannungsbereichen vorteilhaft ist. Insgesamt ermöglichen diese Empfänger die Realisierung einer hochgeschwindigkeitsfähigen, störunempfindlichen Kommunikationsverbindung – mit der Einfachheit, ein Glasfaserkabel einzustecken, was in vielen Fällen gegenüber Kupfer ein großer Vorteil ist.

Die FR50M-Serie ist für eine kontinuierliche Datenübertragung über den gesamten Bereich von DC bis 50 MBd ausgelegt. „DC bis 50 MBd“ bedeutet, dass sie alles von einem konstanten DC-Pegel (0 Hz) bis zu 50 Millionen Bit pro Sekunde verarbeiten kann – sowohl kontinuierliche Datenströme als auch Burst-Daten sind also unproblematisch. Der Empfänger weist eine extrem geringe Pulsbreitenverzerrung auf; das bedeutet, dass er Form und Timing der Impulse selbst bei Burst-Mode-Kommunikation (bei der schnelle Folgen von Ein-/Aus-Signalen unterschiedliche Pulsbreiten haben können) präzise beibehält. Dadurch eignet er sich für Protokolle, die Datenbursts senden oder eine genaue Zeitbasis erfordern. Ob Sie einen kontinuierlichen seriellen Datenstrom (z. B. ein schnelles UART oder ein proprietäres Protokoll) übertragen oder Datenpakete intermittierend senden: Der FR50MxNR verarbeitet dies zuverlässig.

Das optische Empfangermodul FR50M wurde mit Blick auf industrielle Sicherheit und Konformität entwickelt. Es verwendet ein Kunststoffgehäuse mit UL 94 V-0 Einstufung, d. h. das Material ist flammhemmend und selbstverlöschend – wichtig zur Erfüllung von Sicherheitsvorschriften in der Industrieelektronik. Das Gerät ist außerdem RoHS-konform, enthält also keine eingeschränkten gefährlichen Stoffe, wie es in vielen Regionen vorgeschrieben ist. Auch wenn faseroptische Komponenten dieser Art an sich keine funktionale „Sicherheitszertifizierung“ besitzen (da sie für sich genommen kein vollständiges System sind), können sie in Systemen eingesetzt werden, die Normen für Isolierung und Trennung erfüllen müssen. Die optische Verbindung kann dabei helfen, die Anforderungen an verstärkte Isolierung gemäß Normen wie IEC 61010 oder IEC 61800 für Antriebe zu erfüllen, da Sender und Empfänger keine elektrische Verbindung haben. Beachten Sie stets das Datenblatt hinsichtlich Kriechstrecke/Luftstrecke oder möglicher Zulassungen durch Prüfstellen; grundsätzlich ist die FR50M-Serie jedoch als zuverlässige Komponente für Systeme ausgelegt, die globale industrielle Standards einhalten müssen.