4-adrige AC/DC-betriebene Splitter

Diese 4-adrigen AC/DC-Signal-Splitter wurden für die industrielle Prozessregelung und Auto­mati­sierung entwickelt und bieten eine komfortable Möglichkeit, zwei separate Instrumente aus einem Sensorsignal zu speisen. Das Sortiment umfasst das 633T module sowie die SP333/SP336/SP337/SP338 models (SP330 series) und deckt praktisch jeden Eingangstyp ab – von 4–20-mA-Stromschleifen und DC-Spannungen bis hin zu Thermoelementen und sogar hochpegeligen Signalen. Jedes Gerät trennt galvanisch und dupliziert den Eingang und liefert zwei identische Ausgänge (z. B. 4–20 mA oder Spannung) zur gleichzeitigen Nutzung in unterschiedlichen Systemen.

So kann ein Bediener einen Messwert an ein primäres Leitsystem senden und gleichzeitig ein sekundäres Gerät (wie einen Datenlogger oder eine lokale Anzeige) speisen – ohne Beeinflussung oder Signalverschlechterung. Für raue Umgebungen ausgelegt, verfügen diese Splitter-Module über eine robuste Konstruktion in Industriequalität, große Betriebstemperaturbereiche sowie eine hohe Unempfindlichkeit gegenüber elektrischem Störrauschen. Kurz gesagt: Sie gewährleisten eine präzise, störungsfreie Signalverteilung auf mehrere Geräte – eine wesentliche Funktion in Chemieanlagen, Fabriken, Energieanlagen und allen Anwendungen, die eine zuverlässige galvanische Trennung und Signalverteilung erfordern.

4-adrige AC/DC-betriebene Splitter

Eigenschaften

  • Zwei galvanisch getrennte Ausgänge aus einem Eingang – Ein einzelnes Sensorsignal in zwei unabhängige, identische Ausgänge aufteilen, sodass eine Prozessgröße an zwei unterschiedliche Systeme übertragen werden kann, ohne Belastung oder Beeinflussung.

  • Vielseitigkeit bei Eingangssignalen – Die Modelle unterstützen verschiedene Eingangstypen (4–20-mA-Stromschleifen, ±mV-Signale, Prozess-Spannungspegel, Thermoelement-Sensoren usw.) und bieten damit Flexibilität für die Anbindung an viele Sensor-/Transmittertypen mit dem passenden Modul.

  • Galvanische Trennung bis 1500 V – Hoch­spannungsisolation trennt Eingang, Ausgänge und Versorgung sicher voneinander. Das schützt Geräte vor Überspannungen, eliminiert Erdschleifenfehler und reduziert elektrische Störungen – für stabile und genaue Messwerte.

  • Breite Auswahl an Ausgangsbereichen – Jeder Splitter unterstützt mehrere Standard-Ausgangsbereiche (einschließlich 4–20 mA, 0–20 mA, 0–5 V, 0–10 V, ±5 V, ±10 V). Skalierbare Ausgänge sowie Einstellungen für Normal-/Umkehrwirkung ermöglichen es, die Ausgangssignale an die Anforderungen Ihres Leitsystems anzupassen.

  • Weiter Versorgungsbereich & Redundanz – Betrieb mit einer Niederspannungs-DC-Versorgung (6–32 V), wobei der 633T auch 90–250 V AC akzeptiert. Die Versorgung kann über die Klemmenleiste oder eine DIN-Schienen-Busversorgung (bei der SP-Serie) verdrahtet werden – oder beides für eine redundante Versorgungs-Backup-Lösung. Diese flexible Versorgung vereinfacht die Installation in unterschiedlichen Aufbauten.

  • Integrierte Erregerspannungsversorgung (Modell 633T) – Das 633T-Gerät verfügt über eine galvanisch getrennte 24-VDC-Transmitterversorgung, mit der sich ein oder zwei 2-Draht-Feldtransmitter speisen lassen. Diese integrierte Erregung bedeutet, dass du für schleifengespeiste Sensoren keine zusätzliche Stromquelle benötigst – das spart Kosten und Platz im Schaltschrank.

  • Einfache Konfiguration & Kalibrierung – Module der SP330-Serie bieten eine Plug-and-Play-Inbetriebnahme per USB über kostenlose Windows-Software oder eine Mobile-App (Agility™ für Android). Damit sind schnelle Bereichsskalierung, Kalibrierung und Filtereinstellungen über eine benutzerfreundliche Oberfläche möglich. (Im Gegensatz dazu bietet das 633T mehrgängige Trimmpotentiometer für eine feine analoge Vor-Ort-Kalibrierung.)

  • Hervorragende Genauigkeit und Stabilität – Ein hochpräzises Design mit geringer Drift sorgt auch unter anspruchsvollen Bedingungen für zuverlässige Performance. Diese Splitter erhalten die Signalintegrität über Zeit und Temperatur, sodass du den Ausgangswerten bei kritischen Prozessen vertrauen kannst.

  • Robustes Industriedesign – Untergebracht in schlanken Gehäusen für die DIN-Schienenmontage (bei der SP-Serie bis hinunter zu 17,5 mm), sparen sie Platz im Schaltschrank und verfügen über steckbare Klemmen für eine einfache Verdrahtung. Die Module widerstehen Stößen (bis zu 25 g) und Vibrationen (4 g) und arbeiten über einen breiten Temperaturbereich (z. B. -40 bis 75 °C), geeignet für raue Fabrik- und Außenumgebungen.

  • Sicherheitszulassungen – Entwickelt zur Einhaltung strenger Sicherheitsnormen sind Geräte der SP330-Serie CE-konform und für UL/cUL Class I Division 2 sowie ATEX/IECEx Zone 2 (Gefahrenbereiche) zertifiziert. Das gibt Sicherheit beim Einsatz in industriellen Gefahrenbereichen.

Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

Model

Input Types & Ranges

Output Ranges

Power Supply

633T (600T series)

4–20 mA DC current (single channel input)

Two 4–20 mA outputs (isolated current loops)

12–36 V DC or 90–250 V AC (model options)

SP333 (SP330 series)

Thermocouple (Types J, K, T, R, S, E, B, N) or ±100 mV DC

0–20 mA, 4–20 mA; 0–5 V, 0–10 V; ±5 V, ±10 V

6–32 V DC (external supply)

SP336 (SP330 series)

±20 mA DC; ±500 mV DC; 0–20 A AC (with external current sensor)

0–20 mA, 4–20 mA; 0–5 V, 0–10 V; ±5 V, ±10 V

6–32 V DC (external supply)

SP337 (SP330 series)

±1 V, ±5 V, ±10 V DC (process voltage input)

0–20 mA, 4–20 mA; 0–5 V, 0–10 V; ±5 V, ±10 V

6–32 V DC (external supply)

SP338 (SP330 series)

±15 V, ±75 V, ±150 V DC (high voltage input)

0–20 mA, 4–20 mA; 0–5 V, 0–10 V; ±5 V, ±10 V

6–32 V DC (external supply)

SP330 Series Signal Splitters with Six Output Ranges, Including 4-20mA

FAQs

für 4-adrige AC/DC-betriebene Splitter

Ein 4-Leiter-Signaltrenner verfügt über einen separaten Versorgungseingang (typischerweise eine externe DC-Versorgung oder AC-Netzspannung), während ein 2-Leiter-Signaltrenner (loop-powered) seine Energie direkt aus der 4–20-mA-Stromschleife bezieht. Das 4-Leiter-Design (wie bei 633T und der SP330-Serie) ermöglicht das Speisen von zwei galvanisch getrennten Ausgangsschleifen mit voller Signalleistung und hoher Stabilität und kann zudem eine größere Bandbreite an Eingangstypen verarbeiten. Im Gegensatz dazu ist ein loop-powered Signaltrenner einfacher, aber nur geeignet, wenn Versorgung und Signal dieselbe Schleife nutzen, und er kann typischerweise nur einen zusätzlichen Schleifenausgang mit begrenzter Treiberfähigkeit bereitstellen.

Die Module nutzen hochwertige Isolationsverstärker und Präzisionselektronik, damit die beiden Ausgangssignale den Eingang exakt nachbilden. Galvanische Trennung (1500 V) zwischen Eingang, Ausgängen und Versorgung verhindert Erdschleifenfehler und Einkopplung von Störungen. Jeder Ausgangskanal wird unabhängig geregelt und gepuffert, sodass eine Belastung eines Ausgangs (innerhalb des spezifizierten Lastwiderstands) den anderen Kanal nicht beeinflusst. Dadurch bleiben beide Ausgangssignale genau und stabil und folgen dem Originaleingang innerhalb der im Modul spezifizierten Genauigkeits- und Driftgrenzen.

Ja – bestimmte Modelle der Produktreihe sind für niederpegelige Sensoreingänge ausgelegt. So akzeptiert SP333 direkte Thermoelement-Eingänge (Typen J, K, T, R, S, E, B, N) oder kleine ±100-mV-Signale. Das Modul kompensiert intern die Kaltstelle und linearisiert die Thermoelement-Signale und erzeugt zwei skalierte Ausgänge (Strom oder Spannung) proportional zur Temperatur. Andere Modelle wie SP336 verarbeiten DC-Strom (±20 mA) oder Millivolt-Shunt-Signale, und SP337/SP338 akzeptieren höhere Spannungseingänge. Durch die Auswahl des passenden Modells können Sie eine Vielzahl von Sensoren anbinden (von Thermoelementen und RTDs über Messumformer bis hin zu Prozessaufnehmern) und deren Signal auf zwei Ausgänge aufteilen.

Die Splitter der SP330-Serie (SP333, SP336, SP337, SP338) sind zur einfachen Bedienung vollständig per Software konfigurierbar. Sie verbinden einfach ein Standard-USB-Kabel vom Modul mit einem PC und starten das kostenlose Konfigurationstool (Windows-Software) oder verwenden die Agility Mobile App auf einem Android-Gerät. Die Software bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche zur Auswahl von Eingangsart/-bereich, Ausgangsbereichen (für die beiden Ausgänge gleich oder unterschiedlich einstellbar), Filterstufe sowie zur Durchführung von Kalibrierungen bzw. Vor-Ort-Anpassungen. Damit entfällt die Notwendigkeit manueller DIP-Schalter oder Trimmerpotentiometer. Nach der Konfiguration werden die Einstellungen im nichtflüchtigen Speicher des Geräts abgelegt. (Das ältere 633T-Modul verwendet feste Bereiche für 4–20 mA und verfügt über Nullpunkt-/Spanne-Trimmpotentiometer zur Feineinstellung, da es analog aufgebaut ist.)

Signalsplitter werden in der industriellen Messtechnik häufig eingesetzt, wenn die Daten eines einzelnen Sensors an zwei Stellen übertragen werden müssen. So kann z. B. ein Durchflussmessumformer, der 4–20 mA ausgibt, sowohl von einer lokalen SPS als auch von einem entfernten DCS/SCADA-System überwacht werden. Ein Splittermodul dupliziert das Durchflusssignal in zwei galvanisch getrennte Ausgänge, sodass beide Systeme denselben Echtzeitwert erhalten. Weitere Anwendungsfälle sind die Weitergabe einer Prozessmessung an einen Regler und einen Schreiber, oder an getrennte Regelkreise (primär und Backup). Splitter sind auch hilfreich bei der Umsetzung redundanter Sicherheitssysteme, bei denen ein Sensor sowohl das primäre Leitsystem als auch ein unabhängiges Sicherheitsabschaltsystem versorgt. Im Grunde ist jedes Szenario, das Signaltrennung, Rauschreduzierung oder mehrere Zielsysteme für ein Prozesssignal erfordert, eine ideale Anwendung für diese Module.

Sowohl das 633T- als auch die SP33x-Module benötigen eine externe Strom­versorgung (4-Draht-Betrieb). Das 633T ist in zwei Varianten erhältlich: eine für 90–250 VAC Netzspannung und eine für 12–36 VDC. Die Module der SP330-Serie werden mit einer 6–32 VDC-Versorgung betrieben (typischerweise wird eine 24 VDC-Nennversorgung verwendet). Die SP-Module unterstützen außerdem ein Power-Rail-Bussystem auf DIN-Schiene, sodass mehrere Geräte bequem über eine Busleiste versorgt werden können. Für Redundanz können sowohl der Versorgungseingang an der Klemme als auch der Rail-Bus verdrahtet werden – fällt eine Versorgung aus, kann die andere nahtlos die Strom­versorgung aufrechterhalten. Bei einem Stromausfall ohne Backup fallen die Ausgänge auf null, da es sich um aktive Geräte handelt. Für kritische Anwendungen wird empfohlen, eine zuverlässige, unterbrechungsfreie DC-Versorgung oder redundante Einspeisungen zu verwenden, um Signalverlust bei Stromunterbrechungen zu vermeiden.

Ja, die Splitter der SP330-Serie sind für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen zertifiziert. Sie verfügen über Zulassungen wie UL/cUL Class I Division 2 und ATEX/IECEx Zone 2 (für potenziell explosionsfähige Atmosphären). Damit eignen sie sich für Öl- und Gasraffinerien, Chemieanlagen und andere klassifizierte Bereiche (bei Installation gemäß den Zertifizierungsbedingungen). Das 633T-Modell ist eine ältere Ausführung und sollte hinsichtlich Zulassungen im Einzelfall geprüft werden (möglicherweise verfügt es nicht über C1D2/ATEX). Konsultieren Sie stets das Datenblatt und die Zertifizierungsunterlagen, um sicherzustellen, dass das Modul die Sicherheitsanforderungen Ihrer Installation erfüllt. Allgemein ist die SP-Serie unter Berücksichtigung von Standards für industrielle Gefahrenumgebungen ausgelegt.

Jeder Ausgangskanal dieser Splitter-Module ist nicht nur vom Eingang und von der Strom­versorgung galvanisch getrennt, sondern auch vom jeweils anderen Ausgangskanal getrennt. Das bedeutet, dass Ausgang 1 und Ausgang 2 jeweils potentialfrei sind und keine gemeinsame Bezugserde haben, sodass jegliche Wechselwirkung zwischen ihnen ausgeschlossen ist. Das ist wichtig, wenn die beiden angeschlossenen Systeme unterschiedliche Erdpotenziale oder Spannungspotenziale haben. Durch die Trennung der Ausgänge voneinander verhindert der Splitter, dass Erdschleifen oder Fehler in einem Ausgangskreis den anderen Kreis beeinflussen. In der Praxis können Sie jeden Ausgang völlig frei an ein separates System anschließen – auch bei unterschiedlichen Erdpotenzialen – und die Messwerte bleiben stabil und genau.