Volt 1000S 3-Phasen-Spannungsmessgerät für Energieverteilungssysteme
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- Modulare Leistungsmessgeräte
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Das Volt 1000S 3-Phasen-Spannungsmessmodul ist für Energieversorger und industrielle Betreiber konzipiert, die eine zuverlässige Spannungsüberwachung im Verteilnetz benötigen. Es lässt sich einfach auf einer Standard-DIN-Schiene in Trafostationen oder Schaltanlagen-/Schaltschrankfeldern installieren und misst Leiter-gegen-Neutralleiter-Spannungen in Dreiphasensystemen, ohne dass externe Transformatoren erforderlich sind.
Das Modul liefert Echtzeitdaten über Modbus RTU und ermöglicht damit die Integration in SCADA-Systeme oder SPS für Fernüberwachung und -steuerung. Dank seines modularen Aufbaus kann es zusammen mit passenden Stromsensor-Modulen eingesetzt werden, um ein vollständiges Bild von Abgangslasten, Leistung und Qualitätskennwerten zu erhalten.
Durch die Erfassung abgangsspezifischer Spannungspegel und Spannungseinbrüche unterstützt der Volt 1000S Netzbetreiber dabei, Überlastungen, Phasenunsymmetrien oder Probleme der Spannungsqualität schnell zu erkennen.
Diese Lösung unterstützt den wachsenden Bedarf an Smart-Grid-Monitoring – beispielsweise, um neue Netzvorschriften zu erfüllen, die in regelmäßigen kurzen Intervallen aktualisierte lokale Spannungsdaten verlangen (etwa alle 5 Minuten).

Eigenschaften
- Vierphasige Spannungsmessung (L1, L2, L3, N) – Überwacht einen kompletten 3-Phasen-Stromkreis (einschließlich Neutralleiter) für eine umfassende Spannungsübersicht in Echtzeit.
- Modbus RTU (RS-485) Schnittstelle – Einfache Integration in bestehende SCADA-Systeme oder SPS, ermöglicht Fern-Datenerfassung und -Steuerung über ein standardisiertes Industrieprotokoll.
- Integrierte Schwellenwertalarme – Überwacht kontinuierlich Spannungs-, Strom- und Phasenwinkelwerte und kann Warnmeldungen auslösen, wenn ein Parameter die eingestellten Grenzwerte überschreitet, und unterstützt so ein proaktives Netzmanagement.
- Unterstützung für Rogowski-Spulen-Eingänge – Ausgelegt für den Betrieb mit optionalen aufklippbaren Stromsensormodulen, sodass Sie problemlos Mehrkreis-Strommessungen hinzufügen und Leistung sowie Energie je Abgang über dasselbe System berechnen können.
- USB-Konfigurationsport – Integrierte USB-Schnittstelle für eine komfortable Einrichtung, Parametrierung und Firmware-Updates per PC – ohne spezielle Programmierwerkzeuge.
- Vier konfigurierbare I/O-Kanäle – Vielseitige digitale/analoge Ein- und Ausgänge, die verschiedenen Funktionen zugewiesen werden können (z.B. Alarmausgang über Relais, Tür-auf-Sensor, Temperaturfühler, Fehlererkennung oder 0–24 V/4–20 mA Analogeingänge), um Überwachungs- und Steuerungsfunktionen zu erweitern.
- Visuelle Statusanzeigen – Ausgestattet mit einer grünen power LED und einer roten alarm LED an der Front, die eine sofortige Statusanzeige auf einen Blick für Normalbetrieb oder Fehlerzustände liefern.
- Schlankes DIN-Schienen-Design – Kompakte Bauform (nur ca. ~20 mm Breite) für die Montage auf Standard-35-mm-DIN-Schienen; ideal zur Nachrüstung in dicht bestückten Schaltschränken ohne größere Umbauarbeiten.
- Robuste, vergossene Bauweise – Die Elektronik des Moduls ist zur Isolierung und für hohe Dauerhaltbarkeit in Harz vergossen und gewährleistet zuverlässigen Betrieb in rauen Umgebungsbedingungen von Umspannstationen (Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit) sowie eine erhöhte elektrische Sicherheit.
- Nichtflüchtiger Speicher für Datenaufzeichnung – Der interne Speicher (FRAM) hält kritische Messzähler oder Energiedaten auch bei Stromausfall vor, sodass das Gerät kumulierte Werte über die Zeit sicher nachverfolgen kann.
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für Volt 1000S 3-Phasen-Spannungsmessgerät für Energieverteilungssysteme
Verfügbare Modellvariationen
Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen
| Specification | Volt 1000S | Volt 1000Q |
|---|---|---|
Phase measurement | 3-phase + Neutral (4-wire) | 3-phase + Neutral (4-wire) |
Nominal system voltage | 3× 230 V/400 V AC (50/60 Hz) | 3× 230 V/400 V AC (50/60 Hz) |
Voltage input connection | Direct (no external VT required) | Direct (no external VT required) |
Supply voltage | 24 V DC (fed via bus connector) | 24 V DC (fed via bus connector) |
Communication interface | RS-485 Modbus RTU (RJ45 port) | RS-485 Modbus RTU (RJ45 port) |
Configurable I/O channels | 4 (digital/analogue selectable) | 4 (digital/analogue selectable) |
USB port for configuration | Yes | Yes |
Status indicators | Power LED (green), Alarm LED (red) | Power LED (green), Alarm LED (red) |
Data memory | Yes (non-volatile FRAM for logs) | Yes (non-volatile FRAM for logs) |
Mounting & form factor | 35 mm DIN rail (module width ~20 mm) | 35 mm DIN rail (module width ~20 mm) |
Volt 1000S und Volt 1000Q sind Varianten derselben Produktfamilie. Beide teilen die oben aufgeführten Kernspezifikationen. (Die detaillierten Funktionsunterschiede zwischen den Modellen S und Q sind gering und beziehen sich in erster Linie auf ihren vorgesehenen Anwendungsschwerpunkt.)
FAQs
für Volt 1000S 3-Phasen-Spannungsmessgerät für Energieverteilungssysteme
Der Volt 1000S fungiert als zentrale Spannungseinheit in einem modularen Messsystem. Er misst die Dreiphasenspannungen und kann Zeit-/Taktsignale sowie Daten über einen schnellen lokalen Bus an kaskadierte Stromsensormodule (z. B. Rogowski-Spulen-Module) weiterleiten. Jedes Strommodul in der Kette nutzt die Spannungsreferenz des Volt 1000S, um die Leistung (kW, kVA usw.) für seine Phase zu berechnen. Der Volt 1000S sammelt diese Leistungswerte anschließend und stellt sie über Modbus als kombinierten Datensatz bereit. Im Kern ist der Volt 1000S das erste Modul am lokalen Zählerbus – er liefert die Spannungsreferenz und die Kommunikationsbrücke für bis zu etwa 15–20 nachgeschaltete Strommodule, die typischerweise an einzelnen Abgängen angeschlossen sind. Dieser modulare Ansatz ermöglicht die Überwachung mehrerer Stromkreise durch das Hinzufügen von Sensormodulen, die alle über eine Volt-1000S-Einheit synchronisiert werden.
Das Modul kommuniziert über RS-485 unter Verwendung des Modbus RTU-Protokolls, das in SCADA- und industriellen Automatisierungssystemen weit verbreitet unterstützt wird. Der Volt 1000S verfügt über einen RJ45-Steckverbinder, über den die RS-485-Signale (und auch die 24 V DC-Versorgung) für das Modbus-Netzwerk geführt werden. In einer typischen Konfiguration fungiert eine PLC oder ein SCADA-Konzentrator als Modbus-Master und fragt den Volt 1000S (und ggf. in Reihe geschaltete Module) als Slaves ab. Alle wichtigen Messwerte – Spannung je Phase, etwaige Alarmzustände und sogar die Messwerte angeschlossener Stromsensoren – sind über Modbus-Register zugänglich. Dadurch lässt sich der Volt 1000S unkompliziert in bestehende Energiemanagementsysteme integrieren, indem Standard-Modbus-Lese-/Schreibbefehle genutzt werden, um Daten abzurufen oder Alarm-Sollwerte zu konfigurieren.
In erster Linie überwacht das Volt 1000S kontinuierlich die Effektivspannung (RMS) auf allen drei Phasen sowie am Neutralleiteranschluss. Außerdem erfasst es die Phasenbeziehungen (z. B. Phasenwinkeldifferenzen) und kann bei Verwendung der zugehörigen Stromsensoren die Stromwerte indirekt mitüberwachen. Die Firmware des Geräts ermöglicht es, Schwellenwerte für verschiedene Parameter zu konfigurieren – beispielsweise, wenn eine Phasenspannung unter einen festgelegten Grenzwert fällt oder darüber ansteigt oder wenn eine Unwucht zwischen den Phasen auftritt. Wird ein solcher Zustand erkannt, aktiviert das Volt 1000S seinen Alarmausgang (einer der konfigurierbaren I/O-Kanäle kann als Alarmrelais oder -signal eingerichtet werden) und die rote Alarm-LED leuchtet auf. Dieser Alarm kann auch über Modbus weitergemeldet werden, sodass das SCADA-/Master-System erkennt, dass eine Grenzwertverletzung aufgetreten ist. Zusammengefasst bietet es eine Spannungsüberwachung in Echtzeit mit der Möglichkeit, Bediener bei anomalen Zuständen wie Unterspannung, Überspannung oder erheblichen Phasenwinkelverschiebungen zu alarmieren.
Ja – der Volt 1000S wurde mit Blick auf moderne Netzanforderungen entwickelt, insbesondere auf den Bedarf an Echtzeitüberwachung von Niederspannungsnetzen in Sekundärstationen. So schreiben Vorschriften in einigen Regionen inzwischen vor, dass Versorgungsunternehmen abgangsspezifische Spannungs- und Lastdaten in regelmäßigen kurzen Intervallen (im Minutenbereich) erfassen müssen, um dezentrale Energieressourcen und neue Lasten wie Ladegeräte für Elektrofahrzeuge zu managen. Der Volt 1000S kann helfen, diese Anforderungen zu erfüllen, indem er kontinuierliche Spannungsmesswerte je Abgang bereitstellt und die Ergänzung von Stromsensoren für Lastmessungen unterstützt. Seine schnelle Datenaktualisierung (typischerweise in Sekunden oder Minuten konfiguriert) und die Fernkommunikationsfähigkeit bedeuten, dass er die erforderlichen Informationen innerhalb des vorgeschriebenen Zeitfensters an eine Leitstelle liefern kann. In der Praxis ermöglicht die Installation von Volt 1000S-Modulen an mehreren lokalen Transformatorstationen einem Betreiber, die Einhaltung von Versorgungsqualitätsstandards (z. B. Spannungspegelkonstanz) zu dokumentieren und schnell auf neu auftretende Probleme im Netz zu reagieren.
Der Volt 1000S verfügt über vier multifunktionale I/O-Punkte, die Sie passend zu Ihren Überwachungs- oder Steuerungsanforderungen konfigurieren können. Beispielsweise kann ein I/O als Alarmausgang (potenzialfreier Kontakt oder Transistorausgang) dienen, der bei einem Schwellwertereignis eine externe Alarmsirene auslöst oder ein anderes System informiert. Ein weiterer I/O kann an einen Türschalter am Schaltschrank der Umspannstation angeschlossen werden – öffnet jemand die Schaltschranktür, kann der Volt 1000S dies erkennen und den Status weiterleiten (zur Sicherheits- oder Schutzüberwachung). Die Eingänge können auch analoge Signale verarbeiten: Sie können beispielsweise einen Temperatursensor (mit Analogausgang) anschließen, um die Umgebungstemperatur im Schaltschrank zu überwachen, oder einen 4–20-mA-Eingang von einem externen Messumformer nutzen (z. B. von einem Fehlerstellenanzeiger oder einem Erdschlusssensor). Zusätzlich kann einer der Kanäle als Spannungseingang (0–24 V DC) zur Erfassung eines externen Signals konfiguriert werden, während ein anderer als Stromeingang (4–20 mA) dient. Die Flexibilität dieser I/O-Kanäle ermöglicht es dem Volt 1000S, nicht nur Spannungen zu messen, sondern auch als Mini-Remote-Terminal-Unit zu fungieren, indem er zusätzliche Daten und Statussignale vor Ort erfasst und in die Modbus-Telemetrie integriert.
Sowohl Volt 1000S als auch Volt 1000Q sind dreiphasige Spannungsmessgeräte derselben Produktfamilie und verfügen über dieselben grundlegenden Funktionen (Messung von 3-Phasen-Spannungen sowie Anbindung an Stromsensor-Module und SCADA). Der Volt 1000S ist das Modell mit Schwerpunkt auf erweiterten I/O-Funktionen und Konfigurierbarkeit – er umfasst die vier konfigurierbaren Ein-/Ausgangskanäle, einen USB-Port und ist für vielseitige Integrations- und Steuerungsaufgaben ausgelegt. Der Volt 1000Q hingegen ist eine Variante für leicht andere Anwendungsschwerpunkte. In der Praxis sind die Kernhardware und die Leistung sehr ähnlich, jedoch kann sich die Q-Variante stärker auf reine Überwachungsfunktionen oder bestimmte Funktionen zur Analyse der Spannungsqualität konzentrieren. So könnten Versorgungsunternehmen den Volt 1000Q beispielsweise dort einsetzen, wo erweiterte Kenngrößen zur Spannungsqualität (wie detaillierte Oberwellen- oder Flicker-Messungen) benötigt werden, während der Volt 1000S für Installationen gewählt würde, die eine stärkere lokale Sensor-/Aktor-Integration erfordern. Erwähnenswert ist, dass das bereitgestellte Datenblatt sowohl das S- als auch das Q-Modell abdeckt, was darauf hinweist, dass die Spezifikationen weitgehend identisch sind – etwaige Unterschiede ergeben sich aus Funktionsumfang und Anwendungsfokus und nicht aus der reinen Leistungsfähigkeit. Zusammengefasst werden die meisten Anwender feststellen, dass beide Modelle eine zuverlässige 3-Phasen-Überwachung bieten; die Wahl zwischen S und Q hängt davon ab, ob zusätzliche I/O-Funktionen und Flexibilität (S-Modell) oder ein dedizierter Monitoring-Fokus (Q-Modell) besser zum Projekt passen.
Der Volt 1000S ist für eine einfache Installation auf einer standardmäßigen 35-mm-DIN-Schiene ausgelegt, wie sie üblicherweise in Schaltschränken und Schaltanlagen-Steuertafeln von Umspannstationen zu finden ist. Er hat ein sehr schlankes Profil und lässt sich daher auch in bestehende Schaltschränke mit begrenztem Freiraum nachrüsten. Für die Verdrahtung verfügt das Gerät über steckbare Anschlussklemmen. Typischerweise werden die drei Phasenleiter (L1, L2, L3) und der Neutralleiter (N) von den Niederspannungs-Sammelschienen direkt an die Spannungseingangsklemmen des Volt 1000S angeschlossen – externe Spannungswandler sind nicht erforderlich, da das Gerät für nominale 400-V-AC-Systeme ausgelegt ist. Zusätzlich benötigt das Gerät eine 24-V-DC-Versorgung, die in der Regel über dieselbe RJ45-Verbindung bereitgestellt wird, über die es in das Modbus-Netzwerk eingebunden ist. Der RJ45-Ausgangsport wird anschließend verwendet, um vom Volt 1000S zu weiteren Stromsensormodulen durchzuschleifen (Daisy-Chain) oder – falls keine vorhanden sind – das Ende zu terminieren. Während der Installation konfigurieren Sie das Gerät nach Abschluss der Verdrahtung (über den USB-Port oder über Modbus) für Parameter wie Geräte-ID, Baudrate und etwaige Alarm-Sollwerte. Im Betrieb misst der Volt 1000S kontinuierlich die Spannungen des angeschlossenen Abgangs. Da das Gerät vollständig gekapselt und vergossen ist, ist keine Wartung erforderlich – lediglich eine initiale Kalibrierung bzw. Verifizierung bei Bedarf; anschließend arbeitet es zuverlässig als Teil der Monitoring-Infrastruktur der Umspannstation.


