40/15-H-CE Hoch­spannungsverstärker 40 kV, 15 mA

Der 40/15-H-CE High Voltage Amplifier ist ein nichtinvertierender Leistungs­verstärker, der bis zu ±40 kV DC bzw. eine AC-Spitzenausgangsspannung bis ±40 kV bei bis zu ±15 mA liefern kann. Er bietet eine DC-stabile, präzise Hoch­spannungsausgabe mit einer festen Verstärkung von 4000 V/V und eignet sich damit sowohl für stationäres Biasing als auch für dynamische Hoch­spannungsanwendungen. Ausgelegt für anspruchsvolle Industrie- und Forschungseinsätze treibt er kapazitive und ohmsche Lasten mit hoher Genauigkeit und geringem Rauschen. Typische Anwendungen sind elektro­statische Ablenkung (z. B. Ionenstrahlsteuerung), elektro­statische Schwebung, Plasma- und Dielektrikumsprüfungen sowie weitere Anwendungen, die hohe Anstiegsraten und eine große Bandbreite bei hoher Spannung erfordern. Dank robuster integrierter Schutzfunktionen und Fernsteuerungsmöglichkeiten bietet dieser Verstärker einen zuverlässigen und sicheren Betrieb in Umgebungen, in denen eine präzise Regelung hoher Spannungen essenziell ist.

40/15-H-CE Hochspannungsverstärker 40 kV, 15 mA

Eigenschaften

  • Vier-Quadranten-Ausgangsstufe – Kann sowohl Strom liefern als auch aufnehmen und ermöglicht es dem Verstärker, stark kapazitive oder reaktive Lasten ohne Leistungseinbußen anzutreiben.
  • Voll-Halbleiter-Design – Gewährleistet praktisch wartungsfreien Betrieb und langfristige Stabilität, da es keine Röhren oder beweglichen, verschleißenden Teile gibt.
  • Geschlossene Regelung mit Rückkopplung – Hält die Ausgangsspannung mit hoher Genauigkeit, sodass Ihre Versuche und Prozesse von präzisen und stabilen Spannungspegeln profitieren.
  • Einstellbare AC-Antwortabstimmung – Ein abgestuftes Ein-Gang-Potentiometer ermöglicht es, die AC-Performance des Verstärkers für unterschiedliche Lastbedingungen zu optimieren, was eine verbesserte Transientenantwort über verschiedene Anwendungen hinweg ergibt.
  • Überstrom- und Kurzschlussschutz – Integrierte Sicherheitsfunktionen begrenzen oder schalten den Ausgang bei Fehlerbedingungen automatisch ab und schützen so sowohl den Verstärker als auch die angeschlossenen Geräte.
  • Lokale und Remote-HV-Freigabe – Der Hoch­spannungsausgang kann entweder direkt am Gerät oder per Fernsteuerung ein- bzw. ausgeschaltet werden. Das erleichtert die Integration in automatisierte Systeme und erhöht die Anwendersicherheit.
  • Geringes Ausgangsrauschen – Liefert einen sehr sauberen Hoch­spannungsausgang mit minimaler Restwelligkeit bzw. Schwankungen – entscheidend für empfindliche Anwendungen, die extrem stabile und präzise Spannungssignale erfordern.
  • NIST-rückführbares Kalibrierzertifikat – Jede Einheit wird nach NIST-Standards kalibriert und bietet damit von Beginn an Vertrauen in die Messgenauigkeit sowie die Einhaltung von Qualitätsanforderungen.

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40/15-H-CE High Voltage Amplifier – Data Sheet (PDF)
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Verfügbare Modellvariationen

Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen

SpecificationValue

Output Voltage Range

0 to ±40 kV DC or peak AC

Output Current Range

0 to ±15 mA DC or peak AC

Output Power

600 W (maximum)

Slew Rate (10–90%, typical)

350 V/µs

Small-Signal Bandwidth (-3 dB)

DC to >20 kHz

Large-Signal Bandwidth (2% dist.)

DC to >1.4 kHz

DC Voltage Gain (fixed)

4000 V/V

DC Gain Accuracy

Better than 0.1% of full scale

Input Voltage Range

0 to ±10 V (for full output)

Input Impedance

25 kΩ (nominal); 50 kΩ (differential mode)

Offset Voltage

< ±4 V

Output Noise

< 5 V RMS (typical)

Output Monitor Scaling

Voltage monitor and 0.5 V/mA current monitor for feedback

Dimensions (H × W × D)

1239 × 578 × 893 mm

Weight

~100 kg

Line/Mains Voltage

200/230 VAC, 50/60 Hz

FAQs

für 40/15-H-CE Hoch­spannungsverstärker 40 kV, 15 mA

Eine vierquadrantige Ausgangsstufe kann sowohl Strom liefern als auch Strom aufnehmen – sowohl im positiven als auch im negativen Ausgangsspannungsbereich. Das bedeutet, dass der 40/15-H-CE-Verstärker aktiv Ladung in eine Last einspeisen oder Ladung daraus abziehen kann, was insbesondere bei reaktiven Lasten wie Kondensatoren oder Piezoelementen nützlich ist. In der Praxis behält der Verstärker die Kontrolle über den Ausgang – unabhängig davon, ob die Last Strom zurückspeist oder Strom anfordert – und gewährleistet so einen stabilen Betrieb in allen Quadranten der Spannungs-/Strom-Ebene.

„Kleinsignalbandbreite“ (DC bis >20 kHz) bezeichnet den Frequenzbereich, über den der Verstärker Signale mit kleinerer Amplitude präzise nachbilden kann (typischerweise um den linearen Bereich herum, gemessen am -3-dB-Verstärkungspunkt). Im Gegensatz dazu ist die „Großsignalbandbreite“ (bei diesem Modell bis ~1,4 kHz) der Frequenzbereich, über den der Verstärker Signale mit sehr hoher Amplitude (nahe seiner vollen 40-kV-Ausgangsspannung) treiben kann, ohne etwa 2 % Verzerrung zu überschreiten. Dieser Unterschied ist wichtig, denn wenn Sie eine vollständige ±40-kV-Sinuswelle ausgeben müssen, liegt die höchste mit geringer Verzerrung erreichbare Frequenz bei ungefähr 1,4 kHz. Für kleine Überlagerungen oder Signale mit geringerer Amplitude kann der Verstärker bis in den Bereich von mehreren zehn kHz reagieren. Dadurch können Sie die Anwendung darauf abstimmen, ob Sie maximale Amplitude oder eine schnellere Signalform benötigen.

Der Verstärker stellt Niederspannungs-Monitorausgänge sowohl für den Hoch­spannungsausgang als auch für den Laststrom bereit. Diese sind über BNC-Steck­verbinder am Gerät zugänglich. Beispielsweise liefert der Spannungsmonitor eine herunterskalierte Darstellung der Hoch­spannungsausgabe (sodass Sie sie mit einem Standard-Oszilloskop oder DVM messen können), und der Strommonitor gibt eine zur Laststromstärke proportionale Spannung aus (mit einer Skalierung von 0,5 V pro mA). Mit diesen Monitoren können Sie den tatsächlichen Ausgang in Echtzeit beobachten und aufzeichnen, ohne Messgeräte oder Bedienpersonal direkt den hohen Spannungen auszusetzen.

Ja. Der Verstärker ist für kapazitive Lasten sehr gut geeignet – er wurde sogar gezielt für solche Anwendungen ausgelegt. Sein Vierquadranten-Design bedeutet, dass er kapazitive Lasten schnell auf- und entladen kann, indem er Strom liefert, um die Spannung zu erhöhen, und Strom aufnimmt, um die Spannung zu verringern. Die hohe Anstiegsrate (>350 V/µs) stellt sicher, dass selbst große kapazitive Lasten mit schnellen Spannungsübergängen angesteuert werden können. Zusätzlich gibt es ein Potentiometer zur Abstimmung des AC-Frequenzgangs, mit dem Sie Stabilität und Verhalten beim Ansteuern besonders anspruchsvoller Lasten (z. B. großer Kapazitäten) optimieren können, sodass Sie die gewünschte Signalform ohne Überschwingen oder Schwingneigung erreichen.

Sicherheit hat beim Umgang mit Hoch­spannungen oberste Priorität. Der 40/15-H-CE-Verstärker verfügt über mehrere Schutzfunktionen: eine automatische Strombegrenzung mit Abschaltung (Trip), die aktiviert wird, wenn der Ausgangsstrom 15 mA überschreitet (um Schäden oder unerwartete Ausgangszustände zu verhindern), sowie einen integrierten Kurzschlussschutz, der die Ausgangsstufe sofort schützt, falls der Hoch­spannungsausgang versehentlich gegen Masse kurzgeschlossen wird. Darüber hinaus besitzt das Gerät eine Interlock- sowie eine HV-Enable-Steuerung – der Hoch­spannungsausgang muss aktiv freigegeben werden (entweder über einen Schalter oder ein Remote-Control-Signal), damit er einschaltet; das reduziert das Risiko einer unbeabsichtigten Spannungsaufschaltung. Der Hoch­spannungs-Ausgangssteck­verbinder ist als spezieller, vollständig isolierter Typ für eine sichere Verbindung ausgeführt. Das System wird außerdem mit einer kalibrierten Anzeigeeinheit und Statusanzeigen (für Spannung, Strom sowie Limit/Trip-Status) auf der Frontplatte geliefert, sodass Sie den Betrieb kontinuierlich überwachen können. Wie immer sind eine korrekte Erdung und das Befolgen der Richtlinien im Benutzerhandbuch entscheidend für den sicheren Betrieb bei diesen Spannungsniveaus.

Dieser Verstärker wird analog gesteuert und verfügt über einen standardmäßigen Niederspannungseingang. Zur Einstellung der Hoch­spannungsausgabe legen Sie eine Steuerspannung an (beim 40/15-H-CE ergibt ein Eingang von ±10 V – bei der festen Verstärkung von 4000 V/V – die vollen ±40 kV am Ausgang). Dieses Steuersignal wird üblicherweise von einem Funktionsgenerator, einem DAC-Ausgang oder einer anderen analogen Signalquelle bereitgestellt. Ein integrierter Arbiträr-/Wellenformgenerator ist nicht vorhanden; Sie geben daher die gewünschte Wellenform bzw. den benötigten DC-Pegel vor, und der Verstärker skaliert dies zuverlässig in den Hoch­spannungsbereich hoch. Zusätzlich zum analogen Eingang stehen eine Remote-Ein/Aus-Funktion sowie Statusausgänge zur Verfügung, die bei Bedarf in ein Steuersystem integriert werden können. Es gibt keine direkte digitale Schnittstelle zur Wellenformsteuerung – das trägt sogar dazu bei, dass das Ansprechverhalten schnell und deterministisch bleibt; Sie sind im Wesentlichen nur durch Bandbreite und Slew-Rate-Fähigkeiten der analogen Schaltung begrenzt.

Da es sich um ein reines Halbleiterdesign handelt, ist der routinemäßige Wartungsaufwand minimal – es gibt keine Verschleißteile wie Röhren, die ausgetauscht werden müssten. Wichtig ist vor allem, dass das Gerät in einer sauberen, kühlen Umgebung betrieben wird, damit Kühlöffnungen und ggf. vorhandene Lüfter effektiv arbeiten können, da das Gerät Wärme abführt (bei voller Leistung handelt es sich um ein 600-W-Ausgangsgerät). In Bezug auf die Kalibrierung wird das Gerät mit einer NIST-rückführbaren Kalibrierung ausgeliefert; es ist gute Praxis, es in empfohlenen Intervallen (z. B. jährlich oder zweijährlich) nachkalibrieren zu lassen, um die fortlaufende Genauigkeit der Spannungs- und Stromanzeigen sowie der Monitor-Ausgänge sicherzustellen. Aufgrund der erforderlichen Hoch­spannungspräzision muss die Kalibrierung typischerweise durch den Hersteller oder ein autorisiertes Labor durchgeführt werden. Darüber hinaus sollten Sie den Hoch­spannungs-Ausgangsstecker und das Kabel regelmäßig auf Anzeichen von Verschleiß oder Alterung prüfen (da diese der Belastung von 40 kV ausgesetzt sind) und sie bei Bedarf ersetzen. Wenn Sie die Hinweise im Benutzerhandbuch zu Betrieb und Lagerung befolgen, sollte das Gerät über viele Jahre hinweg eine stabile Leistung liefern.