X6980 / X8580 HS INSB™ und HS SLS – High-Speed MWIR Kamera in Science-Grade-Qualität
- Technologie
- Infrarot-F&E-Kameras
- Partner
- Teledyne FLIR
Die Kameraserie X6980 HS und X8580 HS ist für Ingenieure und Wissenschaftler konzipiert, die in anspruchsvollen Umgebungen eine Thermal-Imaging-Leistung ohne Kompromisse verlangen. Diese Kameras erfassen gestochen scharfe Infrarotbilder schneller Vorgänge und eignen sich damit ideal für Anwendungen wie Tests in Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung, Elektronikdiagnose, Materialwissenschaft (z. B. zur Erkennung von Defekten in Verbundwerkstoffen oder Solarzellen) und jedes Szenario, in dem thermische Daten im Sekundenbruchteil entscheidend sind. Jedes Modell der Serie ist eine gekühlte wissenschaftliche Kamera: Die InSb-Varianten decken das MWIR-Band (ca. 3–5 µm) zur hochempfindlichen Detektion heißer Ziele ab, während die SLS-Varianten im LWIR-Band (ca. 8–12 µm) arbeiten, um thermische Signaturen kühlerer Objekte oder auch durch bestimmte Sichtbehinderungen hindurch zu erfassen. Die Modelle X8580 HS liefern eine hochauflösende 1280 × 1024-Auflösung und machen feine thermische Details über das gesamte Bildfeld sichtbar. Die Modelle X6980 HS hingegen sind auf Geschwindigkeit ausgelegt und verfügen über einen 640 × 512-Sensor, der für Zeitlupen-Thermoanalyse extrem hohe Bildraten (über 1000 Bilder pro Sekunde) erreicht. Alle Kameras bieten eine robuste On-Board-Aufzeichnung und eine fortschrittliche Synchronisation und gewährleisten so keine Bildverluste sowie eine präzise Zeitbasis bei jeder Aufnahme. Ob Sie schnelle Aufheizvorgänge im Laborexperiment untersuchen oder kritische thermische Ereignisse auf einem Testgelände aufzeichnen müssen – die Serie X6980/X8580 HS bietet die Flexibilität und Leistung, um jederzeit zuverlässige Daten zu erhalten.




Eigenschaften
- Ultraschnelle Bildraten – Erfassen Sie Ereignisse mit X6980-Modellen mit bis zu ~1000 fps (Vollbild) und ermöglichen Sie so Zeitlupenwiedergaben extrem schneller thermischer Phänomene. Selbst bei maximaler Auflösung stellen die Kameras sicher, dass kein kritischer Moment verpasst wird.
- Hochauflösende Wärmebildgebung – X8580 HS-Modelle bieten 1280 × 1024 HD-Auflösung für detaillierte Temperaturkartierung – ideal, wenn kleine Hotspots oder feine räumliche Details entscheidend sind. Die 640 × 512 Auflösung des X6980 geht mit größeren Pixeln einher und liefert dadurch eine noch höhere thermische Empfindlichkeit – besonders stark in Low-Signal-Szenarien.
- Dualband-Detektoroptionen – Wählen Sie zwischen InSb-Detektoren für MWIR (≈3–5 µm) und SLS-Detektoren für LWIR (≈8–12 µm). Diese Flexibilität ermöglicht es, das Spektralband zu wählen, das am besten zu Ihrer Anwendung passt – z. B. MWIR für Hochtemperaturziele oder LWIR für Objekte bei Umgebungstemperatur – ohne Kompromisse bei Geschwindigkeit oder Qualität.
- Keine verworfenen Frames, lange Aufzeichnung – Eine integrierte, entnehmbare 4-TB-SSD ermöglicht die Aufzeichnung von Stunden an Hochgeschwindigkeits-Wärmedaten ohne Frame-Verlust. So werden kritische Testereignisse vollständig erfasst und die Daten können später Bild für Bild ausgewertet werden. Hochgeschwindigkeits-Schnittstellen (10 GigE, CoaXPress 2.1, Camera Link Full) unterstützen zudem Live-Streaming oder schnelles Daten-Offloading ohne Engpässe.
- Präzises Timing & Synchronisation – Ein fortschrittliches Timing-System mit IRIG-B-Zeitstempelung, Trigger In/Out und Sync-Ports ermöglicht die Integration dieser Kameras in komplexe Testaufbauten. Sie können die Bildaufnahme mit externen Ereignissen oder mehreren Kameras mit Mikrosekunden-Genauigkeit synchronisieren – entscheidend, um Wärmedaten mit Vorgängen in Hochgeschwindigkeitsexperimenten zu korrelieren.
- Motorisierter Fokus & Filter – Sowohl die X6980- als auch die X8580-Serie unterstützen motorisierte Infrarotobjektive und verfügen über ein 4-Positionen-Motorfilterrad. Diese Motorisierung vereinfacht den Fernbetrieb: Fokus lässt sich anpassen oder Spektralfilter können während der Experimente schnell gewechselt werden. Das Ergebnis sind schärfere Bilder sowie die Möglichkeit, die Empfindlichkeit der Kamera (mit Neutraldichtefiltern) an unterschiedliche Temperaturbereiche anzupassen – ohne manuelle Eingriffe.
- Robustes, wissenschaftliches Design – Auf Basis gekühlter Photonendetektoren mit 14-Bit-Dynamikbereich liefern diese Kameras präzise radiometrische Daten für quantitative Analysen. Sie sind auf Zuverlässigkeit ausgelegt (mit langlebigen Kühlern) und arbeiten über einen großen Temperaturbereich, wodurch sie sich sowohl für Laborumgebungen als auch für Outdoor-Testgelände eignen. Umfassende Software-Unterstützung für Datenanalyse und Kamerasteuerung sorgt für einen reibungslosen Workflow von der Aufnahme bis zum Ergebnis.
Verfügbare Modellvariationen
Alle verfügbaren Varianten und ein Vergleich ihrer Spezifikationen
| Specification | X6980 HS InSb (MWIR) | X6980 HS SLS (LWIR) | X8580 HS InSb (MWIR) | X8580 HS SLS (LWIR) |
|---|---|---|---|---|
Detector Type | Cooled InSb (Indium Antimonide) sensor | Cooled SLS (Strained Layer Superlattice) sensor | Cooled InSb (Indium Antimonide) sensor | Cooled SLS (Strained Layer Superlattice) sensor |
Spectral Range | 1.5 – 5.0 µm (midwave IR) | 7.5 – 12.5 µm (longwave IR) | 1.5 – 5.0 µm (midwave IR) | 7.5 – 12.5 µm (longwave IR) |
Detector Resolution | 640 × 512 pixels | 640 × 512 pixels | 1280 × 1024 pixels | 1280 × 1024 pixels |
Pixel Pitch | 25 µm | 25 µm | 12 µm | 12 µm |
Max Frame Rate (full frame) | ~0.0015 to 1004 fps (programmable) | ~0.0015 to 1004 fps (programmable) | ~0.5 to 181 fps (programmable) | ~0.5 to 181 fps (programmable) |
Thermal Sensitivity (NETD) | ~20 mK (typical) | ~40 mK (typical) | ~30 mK (typical) | ~40 mK (typical) |
Sensor Cooling Method | Closed-cycle rotary cooler | Closed-cycle rotary cooler | Linear Stirling cooler | Linear Stirling cooler |
Tabelle: Wichtige Spezifikationen für die Modelle X6980 HS vs. X8580 HS in den InSb- und SLS-Versionen. Die X8580 bietet eine höhere Auflösung, während die X6980 höhere maximale Bildraten ermöglicht. InSb-Detektoren decken den mittelwelligen IR-Bereich (MWIR) ab und weisen typischerweise eine niedrigere NETD (höhere Empfindlichkeit) auf, während SLS-Detektoren den langwelligen IR-Bereich (LWIR) abdecken. Alle Modelle verwenden gekühlte Detektoren und unterstützen einstellbare Integrationszeiten (bis hin zu ~270 ns) sowie flexibles Subwindowing für noch höhere Bildraten.
FAQs
für X6980 / X8580 HS INSB™ und HS SLS – High-Speed MWIR Kamera in Science-Grade-Qualität
Der entscheidende Unterschied ist der Infrarot-Wellenlängenbereich, den sie abdecken. InSb (Indiumantimonid)-Detektoren sind empfindlich im mittelwelligen Infrarotbereich (etwa 1,5–5 µm; häufig ist der nutzbare Bereich 3–5 µm). Sie eignen sich ideal zur Erfassung von Hochtemperaturzielen und schnellen thermischen Transienten bei sehr hoher Empfindlichkeit (NETD bis hinunter zu 20 mK beim Modell X6980). SLS (Strained Layer Superlattice)-Detektoren arbeiten im langwelligen Infrarotbereich (ca. 7,5–12 µm). Langwellenkameras können kühlere Objekte erfassen und sind nützlich, um thermische Details bei Umgebungstemperaturen oder durch bestimmte Sichtbehinderungen wie Rauch zu erkennen. Im Allgemeinen bieten InSb-Kameras eine etwas bessere Empfindlichkeit und eignen sich eher für heiße oder mittelwarme Phänomene, während SLS-Kameras es ermöglichen, thermische Szenen zu messen, die im langwelligen Spektrum am stärksten emittieren. Beide Typen in der X6980/X8580-Serie sind science-grade gekühlte Detektoren, das heißt, sie ermöglichen präzise, kalibrierte Temperaturmessungen; die Wahl hängt einfach vom in Ihrer Anwendung relevanten Spektralbereich ab.
Die Modelle X8580 HS bieten eine höhere räumliche Auflösung (1280 × 1024 Pixel) für detailliertere Bilder, während die Modelle X6980 HS eine geringere Auflösung (640 × 512 Pixel) aufweisen, dafür jedoch deutlich höhere Vollbild-Bildraten erreichen können. In der Praxis nimmt die X8580 Vollbilder mit bis zu ca. 181 fps auf, während die X6980 bei Vollbild auf ca. 1000 fps kommt. Wenn Ihre Priorität also darin liegt, die Bildrate zu maximieren, um extrem schnelle Ereignisse zu erfassen, ist die X6980 die bessere Wahl. Wenn Sie feinere Bilddetails benötigen, um kleine thermische Merkmale aufzulösen, und Ihre Ereignisse mit einigen hundert Bildern pro Sekunde oder weniger aufgezeichnet werden können, ist die X8580 im Vorteil. Beide teilen viele Funktionen (z. B. denselben Speicher sowie dieselben Schnittstellen- und Software-Funktionen), sodass die Entscheidung für Ihren Anwendungsfall im Wesentlichen auf Auflösung vs. Geschwindigkeit hinausläuft.
Bei voller Sensorauflösung kann die X6980 HS mit etwa 1004 Bildern pro Sekunde aufnehmen, die X8580 HS mit rund 181 Bildern pro Sekunde. Diese Bildraten sind programmierbar und können an die Anforderungen des Experiments angepasst werden. Wenn eine noch höhere Bildrate erforderlich ist, unterstützen beide Kameras Subwindowing, bei dem ein kleinerer Bereich von Interesse (ROI) auf dem Sensor ausgelesen wird. Durch die Verringerung der Pixelanzahl (z. B. durch die Verwendung eines kleinen Ausschnitts des Bildfelds) können die Kameras deutlich höhere Bildraten erreichen (potenziell viele Tausend Bilder pro Sekunde), da pro Bild weniger Daten ausgelesen werden müssen. Dadurch können Forschende extrem schnelle Phänomene in einem kleinen Bereich des Bildes erfassen. Das exakte Maximum hängt von der Fenstergröße ab, die Kameras sind jedoch so ausgelegt, dass sie bei Bedarf viel Flexibilität bieten, um Auflösung gegen Geschwindigkeit zu tauschen.
Ja. Die X6980/X8580 HS-Serie sind vollständig radiometrische Wärmebildkameras, d. h. jeder Pixelwert entspricht einem kalibrierten Temperaturwert (innerhalb der angegebenen Genauigkeit). Sie verfügen bei Verwendung der Standardoptik und -kalibrierung über einen Standard-Temperaturmessbereich von etwa –20°C bis +300°C. Damit werden typische Umgebungsbedingungen bis hin zu mäßig heißen Objekten abgedeckt. Für höhere Temperaturziele können Sie die Kameras mit optionalen Neutraldichtefiltern ausrüsten (oder die optionalen, werkseitig kalibrierten Messbereiche nutzen), um den messbaren Bereich zu erweitern. So können Sie beispielsweise mit Filteroptiken (ND-Filter) bis zu +600°C (ND1-Filter) oder – je nach Modell – bis zu +1500°C/2000°C/3000°C mit höherwertigen Filtern messen (die InSb-Varianten bieten Optionen wie Messbereiche bis 600°C, 2000°C, 3000°C). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kameras Temperaturen zuverlässig von unter 0°C bis zu mehreren hundert Grad im Standardbereich und – mit den entsprechenden Filtern und Kalibrierungen – bis in den Tausendergradbereich messen können. Die Messgenauigkeit liegt typischerweise bei ±2°C (oder ±2% bei höheren Temperaturen); unter bestimmten Bedingungen ist eine noch höhere Präzision (±1°C/±1%) möglich, wodurch sich diese Kameras für anspruchsvolle thermische Analyseaufgaben eignen.
Die X6980/X8580 Serie wurde so entwickelt, dass Daten bei voller Bildrate verlustfrei gestreamt und aufgezeichnet werden können. Um dies zu erreichen, verfügen die Kameras über einen Datenpfad mit hoher Bandbreite und On-Board-Speicher. Konkret sind sie mit einem integrierten 4-TB-Solid-State-Drive (SSD) ausgestattet, auf das thermische Daten in Echtzeit direkt aufgezeichnet werden können. Diese interne SSD ist schnell und groß genug, um über eine Stunde (tatsächlich beim X6980 rund 1,5+ Stunden und beim X8580 bei ihren höchsten Raten etwa 2+ Stunden) fortlaufende Frames ohne Frame-Verluste aufzuzeichnen. Zusätzlich bieten die Kameras moderne Schnittstellen wie 10 Gigabit Ethernet, CoaXPress 2.1 und Camera Link Full. Diese Schnittstellen unterstützen eine schnelle Datenübertragung an einen angeschlossenen PC oder ein Empfangssystem, wenn Sie statt der Aufzeichnung auf der SSD streamen möchten (oder zusätzlich dazu). Die Kombination aus dediziertem High-Speed-Recorder und hochmodernen Schnittstellenoptionen stellt sicher, dass selbst bei sehr hohen Bild- und Datenraten keine Frames verloren gehen – jedes einzelne Bit Ihrer thermischen Daten wird zuverlässig für die Analyse erfasst.
Ja, die X6980 und X8580 sind mit umfassenden Synchronisations- und Triggerfunktionen ausgestattet. Sie verfügen über Trigger-Eingangs- und -Ausgangsports sowie ein präzises Zeitsystem. Sie können einen externen Trigger einspeisen, um die Bildaufnahme zu starten oder mit einem Ereignis zu synchronisieren (z. B. mit einer Explosion, einem mechanischen Aufprall oder einem beliebigen Trigger-Signal aus dem Labor), sodass die Frames der Kamera exakt auf den relevanten Zeitpunkt ausgerichtet sind. Außerdem stellen sie einen Synchronisationsausgang bereit, falls die Kamera andere Instrumente oder Stroboskoplampen synchron zu ihrer Bildaufnahme ansteuern soll. Darüber hinaus unterstützen die Kameras die Zeitstempelung mit IRIG-B, einem gängigen Präzisions-Zeitsignal, das auf Testgeländen eingesetzt wird. Mit IRIG kann jeder Frame mit einer absoluten Zeit (bis auf Mikrosekundenebene) versehen werden, wodurch sich die Thermaldaten leicht mit anderen Datenquellen oder Ereignissen auf einer Zeitachse korrelieren lassen. Das ist besonders hilfreich, wenn mehrere Kameras oder Instrumente gemeinsam eingesetzt werden – alle Geräte können dieselbe Zeitbasis teilen. Kurz gesagt: Diese Kameras sind sehr flexibel in der Integration: Sie können mehrere Kameras für Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln miteinander synchronisieren oder mit externen Ereignissen koppeln und stellen so sicher, dass jeder Frame exakt im richtigen Moment erfasst wird.
Die X6980/X8580 Serie unterstützt eine Reihe austauschbarer Objektive, um unterschiedliche Sichtfelder und Distanzen abzudecken. Es sind Objektive mit verschiedenen Brennweiten verfügbar (z. B. 25 mm, 50 mm, 100 mm und für Tele-Anwendungen sogar bis zu 200 mm). Wichtig ist, dass die Kameraplattform mit motorisierten Fokusobjektiven kompatibel ist. Das bedeutet, dass Sie den Fokus per Software oder über die Bedien-/Steuerschnittstelle der Kamera aus der Ferne einstellen können – besonders praktisch, wenn die Kamera schwer zugänglich montiert ist oder wenn Sie zwischen Versuchen schnell neu fokussieren müssen. Zusätzlich zum Fokus verfügen die Kameras über ein motorisiertes 4-Positionen-Filterrad vor dem Detektor. Damit können Sie unterschiedliche Filter (z. B. Spektralfilter oder Neutraldichtefilter für Hochtemperaturmessungen) einsetzen, ohne etwas manuell zu demontieren – die Filter lassen sich per Befehl umschalten. Die Kombination aus motorisiertem Fokus und Filterrad macht das System sehr flexibel: Sie können Fokusänderungen während eines Tests automatisieren und je nach Bedarf durch die Filter wechseln, während die Kamera dicht und stabil bleibt. Insgesamt reicht die Auswahl an Objektiven von Weitwinkel- bis zu hochvergrößernder Optik (einschließlich Mikroskop- und Nahbereichsobjektiven für kleine Targets), sodass Sie Bildausschnitt und Fokus für praktisch jedes Szenario optimal anpassen können.







